„3D endlich auch ohne Brille“ Trends von morgen schon heute auf der IFA (Beitrag)
(ddp direct) Spätestens seit James Camerons „Avatar“ steht fest: Die Zukunft des Films ist 3D! Und nicht nur im Kino, auch zuhause geht die Entwicklung weiter: Kaum hat man sich an die brillante Farbauflösung in High Definition gewöhnt, da kommen die Bilder auch schon dreidimensional vom Bildschirm. Auch auf dem eigenen Sofa hat man so das Gefühl, mitten im Filmgeschehen zu sein. Vom 2. – 7. September werden auch im Bereich Fernsehen die neuesten Trends auf der IFA präsentiert, und was die Zukunft bringen wird, weiß mein Kollege Mario Hattwig.
Neben dem Auto ist der Fernseher der Liebling der Deutschen. Hier gibt es zwei Trends: 3D ohne Brille und das so genannte Smart TV. Sascha Lange von Toshiba erklärt, was dahinter steckt.
O-Ton 1: „Im Prinzip erlaubt Smart-TV eine ganze Menge neue Dinge, die früher ganz anders geregelt werden mussten, wie beispielsweise zur Videothek gehen, um sich einen Film auszuleihen. Jetzt kann man einfach Ins Internet gehen mit dem Fernseher, dort einen Film sich ausleihen. Man kann Musik-Files streamen, man kann Fotos mit Freunden auf der ganzen Welt teilen und da ist es eben ganz, ganz wichtig, dass der Kunde hier auf Knopfdruck alles ganz einfach zur Verfügung hat. Da heißt unsere Lösung Toshiba-Places, die nicht nur auf dem TV läuft, sondern auch auf dem PC.“
3D-Fernsehen ohne Brille ist etwas komplizierter. Linsen auf der Oberfläche des Fernsehers schicken das Bild als ein Lichtstrahl zum linken Auge und eine andere Perspektive als Lichtstrahl zum rechten Auge. Um das zu erreichen, mussten einige technische Hürden überwunden werden.
O-Ton 2: „Zunächst einmal mussten diese Linsen erfunden werden, die das Licht gebündelt zu einem Auge schicken, die auch sehr flexibel sein müssen, weil ja unterschiedliche Sitzpositionen im Raum möglich sind. Zum anderen brauchen wir auch einen Prozessor für den Fernseher, der in der Lage ist, neun dieser Perspektiven gleichzeitig auszurechnen. Und das dritte ist eben eine Software, sozusagen ein Programm, was in der Lage ist, dieses zu errechnen. Also, die neun Perspektiven in Realtime auszurechnen.“
Der erste großformatige 3D-Fernseher ohne Brille soll im Dezember auf den Markt kommen. Ein 55 Zoll Riese für zunächst 8.000 Euro. Weil sich der Fernsehmarkt aber ständig weiter entwickelt, könnte bald jeder von uns einen 3D-Fernseher ohne Brille haben.
O-Ton 3: „Wenn wir 3D ohne Brille ermöglichen, bedeutet das gleichzeitig, dass wir das für jeden Tag ermöglichen, weil man eben dann ganz einfach und sehr komfortabel 3D sich anschauen kann. Und wir können davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren die Preise für solche Geräte deutlich sinken werden und natürlich irgendwann jeder Fernseher ein 3D-Fernseher ohne Brille sein wird.“
Und ganz normale 2D-Sendungen kann man mit den 3D-Fernsehern natürlich auch problemlos schauen.
Die störende 3D-Brille wird also schon bald niemand mehr brauchen. Die ersten Fernseher, die auch ohne Brille 3D zeigen können, finden Sie natürlich auch vom 2. bis 7. September in Halle 21a, Stand 101 auf der IFA.
