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Herr Ulf-Malte Wünsch
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„Das Auto der Zukunft“- Umweltfreundliche Alternativen zu Diesel und Benziner auf der IAA (Beitrag)
(ddp direct) Über 50 Millionen Autos gibt es allein in Deutschland. Nicht nur deswegen ist umweltfreundliches Autofahren eines der großen Themen der Internationalen Automobil-Ausstellung in diesem Jahr in Frankfurt. Etliche Automobilhersteller stellen ihre umweltfreundlichen Modelle auf der IAA zur Schau, weiß mein Kollege Mario Hattwig.
Ich stehe gerade auf der IAA zwischen vielen, schicken Autos und muss sagen: Das Auto der Zukunft ist eindeutig grün – aber damit meine ich nicht die Farbe. Nachhaltigkeit, geringer Verbrauch und Umweltfreundlichkeit sind die Themen auf der IAA und das heißt ganz klar: Wir brauchen Alternativen zum Dieselmotor und zum Benziner. Bei mir ist Dr. Stefan Kampmann von Bosch. Wo liegt denn der Fokus bei den umweltfreundlichen Autos?
O-Ton 1: „Der Fokus liegt hier gerade bei Bosch auf zwei Vollhybrid-Konzepten, die zum Einen über kurze Distanzen das rein elektrische Fahren ermöglichen. Beide unterstützen mittels Boostfunktion den Verbrenner, das heißt, sie können zusätzlich beschleunigen. Damit haben sie die Möglichkeit, den Verbrenner zu reduzieren, in seiner Größe, damit auch verbrauchsärmer zu machen. Und letztendlich Verbrauchsreduktionen in der Größe von 20 bis 30 Prozent zu ermöglichen.“
Und Autos werden in Zukunft über die Steckdose betankt. Damit das jetzt aber auch umweltfreundlich ist, sollte die Energie ja aus regenerativen Quellen stammen. Wie kann man das sicherstellen?
O-Ton 2: „Ja das ist, glaube ich, gerade eine Stärke des Hauses Bosch. Dass wir nicht nur auf das Kraftfahrzeug fokussieren, sondern auch in Bereichen der erneuerbaren Energien unterwegs sind. Unser Technologieunternehmen entwickelt und produziert Getriebe für Windkraftanlagen, unterstützt zum Beispiel Projekte für Gezeitenkraftwerke. Und nicht zuletzt gehört Bosch Solar Energy international zu den großen Herstellern von Zellen und Modulen für die Photovoltaikanlagen und damit generieren wir den Strom, den wir zukünftig dann in den Fahrzeugen CO2-frei nutzen, um von A nach B zu kommen.“
Und das Wichtigste ist ja – nicht nur für die Herren der Schöpfung: Der Fahrspaß! Der kommt natürlich auch beim Elektromotor nicht zu kurz. Da gibt es jetzt was ganz Raffiniertes, oder?
O-Ton 3: „Ja, der Axle-Split-Hybrid verfügt zum Beispiel über einen Verbrennungsmotor auf der Vorderachse und einen Elektroantrieb auf der Hinterachse. Mit dieser Auslegung ist zugleich ein Allradantrieb ins Fahrzeug integriert – ein zusätzlicher Nutzen für den Kunden und Spaß für den Autofahrer. Wir liefern ja auch schon seit 2010 die Vollhybridtechnik für Porsche Cayenne und Volkswagen Touareg.“
(aus einem Auto) Ich hab mich jetzt gerade mal ans Steuer von einem Porsche Cayenne mit Hybrid-Antrieb gesetzt und bin vom Innenraum schon mal ziemlich begeistert. Ich bin aber auch ein bisschen traurig, denn einen Zündschlüssel hab ich noch nicht bekommen.
Auf fliegende Autos müssen wir noch etwas warten, aber die Entwicklung in der Automobilindustrie schreitet zügig voran und die Zukunft gehört den Elektroautos. Weitere
Infos zu dem Thema können Sie sich auf der IAA in Frankfurt holen (15. bis 25. September) oder auch im Internet unter www.bosch.de.
