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09.09.2010 12:10 Uhr in Gesundheit und Vermischtes

Das geht unter die Haut - Tipps gegen Schuppenflechte! (Beitrag)

(ddp direct)
Falten im Gesicht wegmachen lassen war für Modedesignerin Barbara Herzsprung kein Problem – der Schönheits-OP sei Dank. Doch gegen Schuppenflechte hilft keine Operation. Und damit muss sich die Münchnerin schon viel länger als mit den lästigen Falten rumquälen. Seit sie acht Jahre alt ist leidet sie an Schuppenflechte. Wie übrigens zwei Millionen andere Deutsche auch. Was das für Probleme mit sich bringt und was dagegen hilft, weiß Dörte Bandmann!

Sprecherin: Schuppenflechte ist ganz schön auffällig: Jeder sieht, dass man sie hat, diese rot schuppenden, oft juckenden Stellen im Gesicht, am Knie oder an den Ellbogen. Frauen und Männer sind davon etwa gleich häufig betroffen. Warum man sie bekommt, ist ziemlich unklar. So viel weiß man allerdings.

O-Ton 1 (Dario Uhlig, 0:19 Min.): „Bei etwa ein Drittel der Patienten wurde die Schuppenflechte vererbt. Im Übrigen geht man von einer Entzündungsreaktion des Körpers aus, die sich als Schuppenflechte äußern kann. Daran wird aber noch geforscht. Fest steht allerdings, dass mögliche Auslöser der Schuppenflechte Rauchen, Alkohol, Übergewicht, Infektionen und verschiedene Medikamente, zum Beispiel auch Betablocker, sein können.“

Sprecherin: So der Hautarzt Dario Uhlig. Vor allem die deutlich sichtbaren Hautveränderungen führen dazu, dass viele Betroffene sich in die eigenen vier Wände zurückziehen, kaum noch unter Leute gehen und irgendwann unter Depressionen leiden.

O-Ton 2 (Dario Uhlig, 0:25 Min.): „Dazu zu sagen ist noch, dass die Schuppenflechte eine chronische Erkrankung ist, also nicht heilbar. Sie ist allerdings behandelbar. Wir haben sein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten der Schuppenflechte. Grundsätzlich kommen als lokale Maßnahmen Salben, Cremes, Gele oder Lösungen zum Einsatz.“

Sprecherin: Das Problem dabei: Manche dieser Mittel helfen nicht wirklich, andere wiederum riechen unangenehm oder färben sogar ab.

O-Ton 3 (Dario Uhlig, 0:17 Min.): „Eine neues Gel bringt uns da neue Hoffnung. Es ist ein Kombinationspräparat aus Calcipotriol, einem Verwandten des natürlichen Vitamin D3, und aus dem Kortison Betamethason. Calcipotriol reduziert die Schuppenbildung auf der Haut der Betroffenen und Betamethason unterdrückt den Juckreiz und die Entzündung.“

Sprecherin: Außerdem ist es das erste Gel, das Schuppenflechte-Patienten am ganzen Körper auftragen können. Weitere Vorteile sind…

O-Ton 4 (Dario Uhlig, 0:14 Min.): „… dass es schnell einzieht, es ist also angenehm auf der Haut. Es ist farb- und geruchslos, ohne Alkohol, und die Patienten müssen es nur noch einmal täglich auftragen. Außerdem lässt es sich leicht verteilen, schon nach zwei Wochen sieht man eine deutliche Reduktion der Schuppenflechte.“

Mehr Infos zum neuen Gel und zur chronischen Hautkrankheit Schuppenflechte finden Sie im Internet unter www.psorinfo.de . Dort gibt’s auch jede Menge Patientenbroschüren zum Runterladen und Videos, in denen sich alles um Schuppenflechte dreht.