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26.01.2012 20:20 Uhr in Gesundheit

Der Kampf gegen den Krebs- Neue Bestrahlungsmethoden liefern neue Hoffnung (Beitrag)

(ddp direct) Schätzungen der Internationalen Vereinigung gegen Krebs zufolge sterben jedes Jahr weltweit 7,6 Millionen Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung – Tendenz steigend. Experten schätzen sogar, dass im Jahr 2030 jährlich weltweit rund 26 Millionen Menschen an Krebs erkranken. Um dies zu verhindern und die Krankheit mehr ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, findet am 4. Februar zum sechsten Mal der Weltkrebstag statt. Dennis Hooke.


Die Strahlentherapie hat in den letzten Jahren einen klaren Schritt nach vorne gemacht. Gesundes Gewebe wird geschont, Tumore können zielgerichteter zerstört werden. Zum Beispiel mit einem Gerät, das Novalis genannt wird. Wie das neue Verfahren genau funktioniert, weiß Carsten Sommerfeldt von Brainlab.

O-Ton 1: „Wir nennen es ‚stereotaktische Behandlung‘, das heißt im dreidimensionalen Raum, zielgenau zu treffen und wir unterscheiden uns zu einem normalen Beschleuniger durch die Genauigkeit, damit der Strahl das Ziel und den Tumor genau trifft – und die Novalis-Technologie setzt genau hier an.“

Weitere große Vorteile sind: Die Behandlung erfolgt innerhalb weniger Minuten und kann meist ambulant durchgeführt werden.

O-Ton 2: „In vielen Fällen reicht eine einmalige Bestrahlung aus, die je nach Tumor nur ca. 10-20 Minuten dauert. Während bei einer Operation der Patient nach der Behandlung teilweise noch in der Intensivstation liegen muss, kann die Strahlenbehandlung in vielen Fällen ambulant erfolgen.“

Und was das konkret für den Patienten bedeutet, weiß Reinhard Wurm, Chefarzt für Strahlenheilkunde und Radioonkologie im Klinikum Frankfurt (Oder).

O-Ton 3: „Durch die Radiochirurgie können wir durch die millimetergenaue Positionierung das umgebende Gewebe in idealer Weise schonen. Es sind keine lokalen Betäubungen notwendig, die Behandlung ist ohne Schmerzen für die Patienten, es kommt zu keiner Narbenbildung und die Patienten können in vielen Fällen – entweder nach einem kurzzeitigen Krankenhausaufenthalt oder nach einer ambulanten Behandlung sofort wieder nach Hause gehen und können zurückfinden ins lokale Leben.“

Andere Mittel, um Krebs zu heilen sind Chemotherapie und die Chirurgie. Ersetzen kann und soll die Radiochirurgie diese beiden nicht.

O-Ton 4: „Medizin ist gerade in der Onkologie immer das interdisziplinäre Zusammenwirken verschiedener Fachdisziplinen – das heißt Chirurgie, der sogenannten ‚Hämato-Onkologie‘ und der Strahlenheilkunde – sodass wir eigentlich im Wesentlichen die anderen Fächer ergänzen und Heilungsaussichten verbessern.“

Und am Ende ist das für die Patienten ja auch das einzige, was zählt.


Gute Nachrichten also für Krebspatienten. Die Novalis Radiochirurgie ist aktuell bereits in elf Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Einsatz. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.brainlab.com.