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26.01.2012 20:10 Uhr in Gesundheit

Der Kampf gegen den Krebs- Neue Bestrahlungsmethoden liefern neue Hoffnung (O-Ton-Paket)

(ddp direct) In Deutschland gibt es ca. vier bis fünf Millionen Menschen, die an Krebs erkrankt sind – etwa 450.000 Patienten werden Jahr für Jahr neu mit der Diagnose konfrontiert. Um die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen mehr ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, findet am 4. Februar zum sechsten Mal der Weltkrebstag statt. Welche Fortschritte es auf dem Gebiet gibt, weiß Reinhard Wurm, Chefarzt für Strahlenheilkunde und Radioonkologie im Klinikum Frankfurt (Oder) – hallo!


O-Ton 1: „Hallo, ich grüße Sie!“

Eine große Angst vieler Menschen ist es, an Krebs zu erkranken. Inwiefern haben die neuen Medizintechnologien die Heilungschancen verbessert?

O-Ton 2: „Wir haben in den letzten 20 Jahren eine rasante Entwicklung in der Medizintechnologie beobachten können. Wir sind dadurch heutzutage in der Lage – gerade im Bereich der Strahlenheilkunde – Tumore zu behandeln, die früher nur sehr oder gar nicht zugänglich waren für eine strahlentherapeutische Behandlung.“ 00:19

Wie genau funktioniert die Radiochirurgie?

O-Ton 3: „Die Radiochirurgie macht sich heute eine spezielle bildgestützte, robotergesteuerte Positionierungstechnologie zunutze. Wir können damit Patienten millimetergenau in die zuverlässige Behandlungsposition bringen – dies wird als sogenannte ‚integrierte Bildsteuerungstechnologie‘ bezeichnet. Durch die Kombination von Infrarot und Röntgenstrahlungen können wir eine artensynchrone Bestrahlung durchführen. Hierdurch ist es uns möglich, die Bestrahlung an sogenannte ‚innere Tumorbewegungen‘ mit dem Atemzyklus des Patienten anzugleichen und nur immer dann Strahlung abzugeben, wenn der Tumor sich im Zielgebiet befindet.“ 00:35

Sie sind seit vielen Jahren in der Strahlentherapie tätig. Welche Vorteile bietet die Methode gegenüber anderen Therapieformen wie Chemotherapie und Chirurgie?

O-Ton 4: „Medizin ist gerade in der Onkologie immer das interdisziplinäre Zusammenwirken verschiedener Fachdisziplinen – das heißt Chirurgie, der sogenannten ‚Hämato-Onkologie‘ und der Strahlenheilkunde – sodass wir eigentlich im Wesentlichen die anderen Fächer ergänzen und Heilungsaussichten verbessern. Die Position der Strahlenheilkunde ist nach den Daten der Weltgesundheitsorganisation als effektivstes Fach – neben der Chirurgie – bei der lokalen Behandlung von Tumoren anzusehen.“ 00:27

Was bedeutet die Behandlung mit Radiochirurgie für die Patienten?

O-Ton 5: „Durch die Radiochirurgie können wir durch die millimetergenaue Positionierung das umgebende Gewebe in idealer Weise schonen. Radiochirurgie wird schon seit vielen Jahren durchgeführt als invasive Methode. Hier verzichten wir komplett auf die Invasivität: Es sind keine lokalen Betäubungen notwendig, die Behandlung ist ohne Schmerzen für die Patienten, es kommt zu keiner Narbenbildung und die Patienten können in vielen Fällen – entweder nach einem kurzzeitigen Krankenhausaufenthalt oder nach einer ambulanten Behandlung sofort wieder nach Hause gehen und können zurückfinden ins lokale Leben.“ 00:33


Reinhard Wurm, Chefarzt für Strahlenheilkunde und Radioonkologie im Klinikum Frankfurt (Oder) – vielen Dank!

O-Ton 6: „Vielen Dank für das Gespräch!“

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Möglichkeiten der Radiochirurgie und klären Sie, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.brainlab.com.