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Herr Dr. Martin Dopychai
Deutsche Post AG
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Deutschland
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Schlagworte
- Deutsche PostE-BriefInternetComputerVersandPost
Der „Neue“ von der Post - E-Brief wird immer beliebter (Interview)
(ddp direct) Kaum zu glauben, aber vor gut 130 Jahren wurden Briefe in Deutschland noch mit der Postkutsche transportiert. Da musste man auf einen Brief manchmal Tage oder Wochen warten. Und weil die Kutschen auch gern mal von Räubern überfallen wurden, kam so mancher wichtiger Brief erst gar nicht beim Empfänger an. Dank des E-Briefs der Deutschen Post kann das heute nicht mehr passieren. Vor gut einem halben Jahr eingeführt, entwickelt er sich gerade zum absoluten Renner, sagt Dr. Martin Dopychai, hallo.
O-Ton 1 (Dr. Martin Dopychai, 0:01 Min.): „Hallo, grüße Sie!“
1. Herr Dopychai, wie sieht es aus: Hat der E-Brief seine Probezeit bestanden?
O-Ton 2 (Dr. Martin Dopychai, 0:27 Min.): „Der E-Postbrief hat seine Probezeit mit Bravour bestanden. Wir haben jetzt schon rund eine Million Privatleute, die sich angemeldet haben für das System. Weil sie es praktisch finden, weil sie es bequem finden, weil es eine schnelle, sichere Methode ist, im Internet zu kommunizieren. Wir haben aber auch einige hundert Firmen, die dieses Produkt in Zukunft nutzen wollen. Darunter ganz große Namen, wie Allianz, SAP, Banken, Sparkassen, Krankenversicherungen. Das ist ein Riesenerfolg.“
2. Wie erklären Sie sich den Erfolg?
O-Ton 3 (Dr. Martin Dopychai, 0:38 Min.): „Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass der Bedarf an sicherer Kommunikation per Internet riesig gewachsen ist, sowohl bei Privatleuten als auch bei Firmen. Und diese sichere Kommunikation ist jetzt möglich im Internet über das Produkt E-Postbrief. Die Deutsche Post hat quasi das Briefgeheimnis ins Internet gebracht. Und die Vorteile des E-Postbriefs liegen klar auf der Hand. Für Privatleute erstmal: Es ist praktisch, es ist einfach, dabei aber genauso schnell wie eine E-Mail und viel sicherer. Und die Vorteile für Firmen liegen einfach darin, dass Unternehmen Kosten sparen können, weil einfach ihre Abläufe innerhalb des Unternehmens stark vereinfacht werden.“
3. Nicht jeder ist bei Ihnen für den E-Brief registriert. Heißt das auch, dass man dann keine E-Briefe bekommt?
O-Ton 4 (Dr. Martin Dopychai, 0:36 Min.): „Also, das ist ein großer Vorteil des E-Postbriefs, dass wirklich von Anfang an jeder einen solchen Brief bekommen kann. Selbst jemand, der gar nicht in diesem System drin ist, noch nicht drin ist. Selbst jemand, der gar keinen Computer besitzt, kann einen solchen Brief bekommen, weil elektronisch verschickte E-Postbriefe können ausgedruckt werden. Dann werden sie einkuvertiert und ganz normal am nächsten Morgen vom Postboten in den Briefkasten gesteckt, für den Fall, dass der Empfänger nicht angeschlossen ist an das System. Also Riesenvorteil: Es ist auch die physische Zustellung dieses elektronischen Briefes möglich - und das wird auch sehr viel genutzt.“
4. Es gibt drei E-Brief-Versionen. Wie unterscheiden die sich?
O-Ton 5 (Dr. Martin Dopychai, 0:37 Min.): „Die mehr und mehr üblich werdende Version des E-Postbriefs ist ‚elektronisch versandt, elektronisch erhalten‘. Das heißt, Sender und Empfänger sind im System drin und kommunizieren elektronisch. Die zweite Version des E-Postbriefs ist ‚elektronisch versandt, aber der Empfänger ist noch nicht drin im System oder hat gar keinen Computer‘. Dann bekommt dieser Empfänger den Brief in Papierform ausgedruckt in seinen Briefkasten zugestellt. Und die dritte Version, auch das wird es bald geben: Papierbriefe, die eingescannt werden können und dann elektronisch als E-Postbrief im Postfach des Empfängers landen.“
5. Es gibt Kritiker, die befürchten, unbefugte Dritte könnten die E-Briefe knacken und mitlesen. Wie sicher ist das Ganze denn nun wirklich?
O-Ton 6 (Dr. Martin Dopychai, 0:25 Min.): „Zunächst einmal sind alle Nutzer identifiziert, durch ihren Personalausweis. Dann ist jeder E-Postbrief von Anfang bis Ende verschlüsselt, anders als eine E-Mail. Und das Dritte ist: E-Postbriefe, die ausgedruckt werden, werden in einem Hochsicherheitsdruckzentrum bearbeitet. Auch dort ist absolute Vertraulichkeit gewährleistet. Niemand kann in diese Briefe hineinschauen. Es ist ein absolut sicheres Medium.“
6. Der einmillionste Kunde ist jetzt an Bord: Was erwarten Sie sich von der Zukunft?
O-Ton 7 (Dr. Martin Dopychai, 0:26 Min.): „Wir gehen davon aus, dass in wenigen Jahren der E-Postbrief ein ganz übliches, ein ganz normales Mittel der Kommunikation per Internet sein wird. Für Firmen, die mit ihren Kunden kommunizieren, für Behörden, die mit Bürgern kommunizieren, aber auch für Privatleute, die untereinander korrespondieren. Also der E-Postbrief wird für kleines Geld in absehbarer Zeit ein ganz bedeutendes Medium der Online-Kommunikation werden, da sind wir fest von überzeugt.“
Dr. Martin Dopychai von der Deutschen Post AG über den einmillionsten E-Postbrief-Kunden, wie das Ganze funktioniert und welche Vorteile das neue Produkt hat, vielen Dank.
O-Ton 8 (Dr. Martin Dopychai, 0:01 Min.): „Sehr gerne!“
Wenn Sie noch mehr über den E-Brief-Service der Post erfahren wollen, klicken Sie sich doch mal rein, unter Epost.de.
