08.11.2011 19:45 Uhr in Umweltthemen

„Die Wärme der Sonne nutzen“- Sonnenheizung als Alternative – Förderung sinkt zum Jahreswechsel (O-Ton-Paket)

(ddp direct) Nach dem letzten kalten Winter mussten viele von uns bei der Nebenkostenabrechnung wohl ganz schön schlucken – immerhin gehen in Privathaushalten 80 Prozent des Energie-verbrauchs für Heizung und Warmwasser drauf. Um die Heizkosten in diesem Jahr geringer zu halten, wird der eine oder andere wohl ein wenig frieren müssen und vielleicht lieber einen dicken Pullover mehr anziehen. Es gibt aber auch eine bessere Lösung, zum Beispiel mit einer Sonnenheizung als Alternative. Worauf man dabei achten sollte, weiß Prof. Timo Leukefeld vom Bundesverband Solarwirtschaft – hallo!

O-Ton 1: „Schönen guten Tag.“

Was sind die Vorteile einer Solarheizung?

O-Ton 2: „Sie können mit einer Solarheizung teure, fossile Brennstoffe einsparen, viel Geld einsparen – Sie sind unabhängig und sehr umweltfreundlich. Die Anschaffungskosten einer solchen Solarheizung liegen heute bei etwa 12.000 Euro inklusive Montage und in Kombination mit einem modernen Heizkessel können sie ihre Brennstoffkosten um 50 Prozent senken, sodass sie das Geld schon nach wenigen Jahren wieder rein haben.“ 00:27

Woran kann ich erkennen, ob mein Haus für eine Solarheizung geeignet ist?

O-Ton 3: „Die Erfahrung zeigt, dass etwa ein Viertel der Häuser nicht solargeeignet sind. Daher ist es zum Beispiel auch sehr wichtig, dass die Verschattung des Hauses mit einem Sonnenbahnanalysator überprüft wird: Es sollte ausreichend Platz bieten, möglichst nach Süden ausgerichtet sein, etwa 30 Grad Dachneigung mindestens haben und im Heizraum muss Platz für einen Speicher sein. So eine qualifizierte Beratung dauert etwa ein bis zwei Stunden und kostet zwischen 50 und 100 Euro – deutlich mehr oder weniger sollte Sie stutzig machen.“ 00:33

Was macht eine qualifizierte Beratung aus?

O-Ton 4: „Ein guter Berater informiert natürlich über die aktuellen Fördersummen und wahrscheinlich empfiehlt er ihnen auch, dass sie eine Solarheizung noch bis Ende des Jahres anschaffen sollten – denn ab 2012 wird die Förderung spürbar zurückgeschraubt. 00:15

Kann der Berater auch gleich eine Empfehlung aussprechen?

O-Ton 5: „Ich denke, es muss am Anfang erst mal die Eignung des Hauses geprüft werden und danach können erst die passenden Produkte empfohlen werden. Fragen Sie am besten gezielt nach Referenzen – ein guter Berater ist sehr häufig bereit, einen Besuch in einem fertigen, schönen Sonnenhaus zu organisieren.“ 00:17

Wie würde der Einbau einer Sonnenheizung in der Praxis aussehen?

O-Ton 6: „Solche Sonnenkollektoren können in der Regel fast überall montiert werden: Ich kann sie in ein Schrägdach – anstelle des Dachziegels – integrieren. Ich kann sie auf einem Flachdach – auf einer Garage – aufständern auf einem Gestell, oder senkrecht an einer Fassade des Hauses anbringen. Der Einbau einer solchen Solarheizung dauert etwa zwei bis drei Tage. Sie ist sehr, sehr wartungsarm, nur alle zwei Jahre ist eine Wartung überhaupt nötig – und damit können Sie dann etwa 20 bis 30 Jahre lang kostenlose Sonnenwärme genießen.“ 00:32

Prof. Timo Leukefeld vom Bundesverband Solarwirtschaft – vielen Dank!

O-Ton 7: „Auf Wiedersehen!“

Warum also die Wärme der Sonne nicht mal ganz effektiv nutzen – die Umwelt und Ihr Portemonnaie werden es Ihnen danken. Weitere Infos über Solaranlagen bekommen Sie auch im Internet unter solartechnikberater.de