26.08.2011 14:55 Uhr in Print und Elektronik und Hardware

Die Zukunft ist 3D - Mittendrin statt nur dabei – Die dritte Dimension erreicht die Wohnzimmer (O-Ton-Paket)

(ddp direct) Actionszenen so erleben, als säße man selbst mitten im Kugelhagel, das Gefühl, die Filmstars anfassen zu können: Die dritte Dimension hat nach dem Kino mittlerweile auch die heimischen Wohnzimmer erreicht. Dank 3D-Fernseher und 3D-fähiger Blu-ray-Player kann jeder zuhause auf dem Sofa das „Mittendrin statt nur dabei“-Gefühl genießen. Luxus ist das preislich gesehen nicht mehr – aber welche Technik und welche Geräte sind eigentlich die besten? Kurz vor dem Start der IFA in Berlin (02. bis 07. September) hat der FOCUS einige Modelle getestet. FOCUS-Redakteur Matthias Matting weiß mehr – hallo!


O-Ton 1: „Ja, grüß Sie, hallo!“

Was genau bietet der Handel momentan im Bereich 3D fürs heimische Wohnzimmer an?

O-Ton 2 (0:27 Min.): „Da ist derzeit sowohl im Luxussegment als auch im Billigbereich alles zu haben. Wir haben auch tatsächlich in unserem Test Geräte aus allen Kategorien vorgesehen. Das reicht vom billigsten Gerät für ungefähr 910 Euro bis zu 85.000. Insgesamt 14 Geräte hatten wir im Test, die von vielen Herstellern gekommen sind und bei denen wir auch das Zubehör, wie zum Beispiel die 3D-Brillen, mit getestet haben.“

Die Brillen sind ein gutes Stichwort, zwei Technologien streiten da momentan um die Gunst der Zuschauer. Welche sind das?

O-Ton 3 (0:37 Min.): „Die gebräuchlichere Technik momentan ist noch die Shutter-Technik. Da ist in jeder Brille eine Elektronik eingebaut, die abwechselnd eins der beiden Augen blind schaltet, so dass jedes Auge nur das für dieses Auge bestimmte Bild zugespielt bekommt. Der Vorteil ist, dass man die volle Auflösung des Fernsehers auch in 3D sehen kann. Aber leider ist die Technik etwas teurer. Die Brille kostet allein zwischen 60 und 150 Euro und man braucht natürlich für jeden Zuschauer eine solche Brille. Außerdem brauchen die Brillen auch Strom und sind durch die eingebaute Elektronik relativ schwer – bis zu 65 Gramm.“

Dann gibt es noch die so genannte Polarisationstechnik – wie funktioniert die?

O-Ton 4 (0:29 Min.): „Sie brauchen keine Batterie, weil sie keine Elektronik eingebaut haben. Die Trennung der beiden Stereobilder übernimmt hier eine Spezialschicht auf den Displays, die die Bilder für rechts und links trennt. Der Nachteil ist, dass sich dadurch die Auflösung halbiert. Das fällt dem Zuschauer aber im Praxistest gar nicht wirklich auf. Ein bisschen nachteilig ist noch momentan wegen der Konstruktion der Brillen, dass teilweise je nach Lichteinfall an den seitlichen Rändern Spiegelungen auftreten können.“

Wie sieht es denn mit den getesteten 3D-Fernsehern aus?

O-Ton 5 (0:19 Min.): „.Da haben wirklich alle 14 Testgeräte ganz individuelle Stärken und Schwächen, kommt wirklich darauf an, was man dann tatsächlich braucht und will, ob man Zusatzfunktionen noch haben will – Internetanschluss oder wenn man zum Beispiel auch Fernsehen aufzeichnen will und wie viel Geld man tatsächlich ausgeben möchte.“

Wer zuhause einen 3D-Fernseher samt Zubehör stehen hat, möchte ihn natürlich auch viel nutzen. Welche Inhalte beherrschen die dritte Dimension?

O-Ton 6 (0:36 Min.): „Da wären zuerst die Blu-ray 3D-Discs zu nennen. Außerdem natürlich Konsolenspiele und Computerbild. Da gibt es bereits einiges, weil gerade diese Genres den Vorteil haben, dass sie intern schon in 3D rechnen. Das Fernsehen selbst bietet leider bisher nur recht wenig 3D. Richtig spannend ist 3D derzeit für Hobby-Fotografen und –Filmer. Die meisten Fotokameras haben nämlich bereits so eine 3D-Option. Die Bilder kann man sich dann auch auf dem Fernseher betrachten und auch die 3D-Anwendung im Camcorder wird derzeit immer populärer. Da gibt’s auch von den meisten relevanten Herstellern bereits entsprechende Geräte.“

Das war FOCUS-Redakteur Matthias Matting über die dritte Dimension im Wohnzimmer, vielen Dank!

O-Ton 7: „Gern geschehen, Wiederhören!“


Alle Ergebnisse des großen 3D-Test und mehr über die getesteten Geräte erfahren Sie im großen IFA Spezial in der aktuellen FOCUS-Ausgabe – ab Montag (29.08.) beim Zeitschriftenhändler.