Filmtipp: "Monga – Gangs of Taipeh" (Beitrag)
(ddp direct) Einfach traumhaft sind die engen Gassen von Monga – dem ältesten Stadtviertel von Taipeh. Dort baumeln bunt beleuchtete Laternen vor den Geschäften, es gibt jede Menge Bars und der Duft von gutem asiatischen Essen weht um die Ecken. Doch die einzigartige Stimmung hat einen Haken, denn rivalisierende Gangs haben Monga unter sich aufgeteilt - und die sind nicht gerade zimperlich, wenn sie Schutzgeld erpressen. Der junge Mosquito bekommt das zu spüren und wird mit der Zeit selbst zu einem kleinen Gangster. „Monga – Gangs of Taipeh“ erzählt seine Geschichte. Der Film ist gerade auf Blu-ray und DVD erschienen (11. März). Jens Breuer hat ihn sich für uns angesehen.
BEITRAGSTEXT
Sprecher: Der erste Tag in einer neuen Schule ist nicht leicht. Man wird schief angeguckt und muss irgendwie seinen Platz in der Gruppe finden. Mosquito ist der Neue. Und der wird von den anderen erst einmal zum Loser abgestempelt.
O-Ton 1 (Monga – Gangs of Taipeh: 4:00 Min.): „Hey, Grove-Town-Typ, schon gelöhnt für diesen Monat? Ich will mal nicht so sein. Du kannst mit der Hühnerkeule bezahlen. Dann sind wir quitt.“
Sprecher: Doch sein Mittagessen lässt sich Mosquito nicht einfach so wegnehmen. Er holt sich die Hühnerkeule zurück, was keine wirklich gute Idee ist. Denn auch in der Schule machen die Jungs das, was die großen Gangster auf der Straße tun: Sie erpressen Schutzgeld. Wer sich widersetzt, riskiert Ärger. Den soll auch Mosquito bekommen, aber der wehrt sich. Und das beeindruckt Dragon Lee und seine Gang.
O-Ton 2 (Monga – Gangs of Taipeh: 2:10:50 Min.): „Warum wollt ihr, dass ich mitmache? … Wir müssen fünf sein. Erst dann ist man eine Faust.“
Sprecher: Mosquito und seine vier neuen Freunde gehen kaum noch zur Schule. Sie trinken, gehen abends ins Bordell und kämpfen gegen andere Gangs. Meistens geht alles glimpflich aus. Doch einmal übertreiben sie es. Der Chef einer anderen Bande stirbt. Als Dragon Lees Vater das erfährt, ist die Hölle los. Er ist der große Boss Geta.
O-Ton 3 (Monga – Gangs of Taipeh: 55:58 Min.): „Ihr Küken, ihr. Versucht zu fliegen ohne schon laufen zu können. Blacky und ich waren nur ein paar Tage im Süden und schon baut ihr fünf den schlimmsten Mist.“
Sprecher: Da irrt sich Geta aber gewaltig, denn der schlimmste Mist wird über die Gangs von Taipeh erst noch hereinbrechen. Bisher haben sie die Straßen unter sich aufgeteilt. Doch nun haben auch Kriminelle vom chinesischen Festland Monga entdeckt.
O-Ton 4 (Monga – Gangs of Taipeh: 1:10:45 Min.): „Ich habe neulich mal irgendwo gehört, dass die vom Festland ein Stück von Monga haben wollen … Darüber mach dir mal keine Gedanken. Außerdem kann ich kein Wort Mandarin verstehen. Ich wüsste gar nicht, wie ich mich mit denen unterhalten sollte.“
Sprecher: Während die Bosse noch rätseln, hat die Aufteilung des Viertels schon begonnen. Neuer Ärger ist vorprogrammiert und auch diesmal steckt Mosquito mittendrin. Wer von packenden Kampfszenen mit Samurai-Schwert, Messer und präzisen Schlägen nicht genug bekommen kann, der sollte „Monga – Gangs of Taipeh“ auf jeden Fall sehen. Aber nicht nur das hält die Blu-ray in kristallklaren Bildern bereit. Auf ihr gibt es auch das Making of und jede Menge witzige Szenen vom Dreh – vom Versprecher bis zu peinlichen Pannen. „Monga – Gangs of Taipeh“ – ab sofort auf Blu-ray.
