03.01.2012 12:15 Uhr in Vermischtes und Reise

Fulda-Challenge 2012: Arktischer Zehnkampf in Nordkanada und Alaska (Beitrag)

(ddp direct) Sport im Winter: Klar, da denkt jeder sofort an Skifahren. Aber ein Halbmarathon bei wirklich arktischer Kälte mit Temperaturen unter minus 20 Grad? Das gehört bei der Fulda-Challenge durch Nordkanada und Alaska dazu – der arktische Zehnkampf startet Mitte Januar zum zwölften Mal. Neben prominenten Sportlern wie der Kickbox-Weltmeisterin Christine Theiss ist auch ein Ärzte-Team dabei. Die Mediziner erforschen, wie der menschliche Körper unter extremen Bedingungen reagiert und passen auf, dass niemand die Nase abfriert. Dennis Hooke hat einen der Ärzte getroffen.


ANMODERATIONSVORSCHLAG:

Sprecher: Als Intensiv-Mediziner an der Frankfurter Uni-Klinik hat Professor Christian Byhahn schon manch extreme Situation erlebt. Die Anforderungen der Fulda-Challenge sind aber auch für ihn etwas ganz Besonderes.

O-Ton 1: „Wir rechnen mit Temperaturen jenseits der minus 20 Grad, Spitzentemperaturen waren minus 53 Grad im vergangenen Jahr und das sind natürlich ganz besondere Herausforderungen an den menschlichen Körper, erst recht unter Belastung.“

Sprecher: Neben technischen Disziplinen wie einem Skimobilrennen gibt es beim arktischen Zehnkampf auch Ausdauerübungen wie einen Halbmarathon und einen Schneeschuhlauf. Bei der Dauerbelastung ist es wichtig, die Teilnehmer ständig zu überwachen.

O-Ton 2: „Wir haben eine medizinische Checkliste, die jeden Tag abgearbeitet wird, wo Vitalfunktionen überprüft werden, aber auch Finger, Ohren, Nase, Augenpartien auf Erfrierungen und wir haben natürlich auch gewisse Grenzen, wo wir sagen müssen, unter den und den Bedingungen ist es unter Umständen fragwürdig, ein sportliches Event zu starten.“

Sprecher: Wenn das Thermometer unter 30 Grad Minus anzeigt, entscheiden die Mediziner von Fall zu Fall, ob ein Wettkampf wie geplant stattfindet. Die Sicherheit der Athleten hat oberste Priorität. Das zeigt auch die technische Ausrüstung.

O-Ton 3: „Das heißt, es gibt entsprechende Fahrzeuge, die auch entsprechende Innentemperaturen haben, dass man, wenn zum Beispiel auf einer Piste bei einer sportlichen Übung etwas passieren sollte, man ja nun jemanden, der, ich sag mal banal, sich das Bein gebrochen hat, dort nicht vor Ort versorgen kann. Der wird dann entsprechend ins Begleitfahrzeug verbracht. Das ist so ausgestattet wie ein Rettungs- oder Notarztwagen in Deutschland.“

Sprecher: In den vergangenen elf Jahren ist bei der Fulda-Challenge bis auf kleine Erfrierungen nichts passiert. Und so können sich die Ärzte hoffentlich auch diesmal ganz auf ihre wissenschaftlichen Forschungen konzentrieren.


ABMODERATIONSVORSCHLAG:

Alle weiteren Infos zu dem arktischen Zehnkampf gibt es auch im Internet unter www.fulda-challenge.com.