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Frau Daniela Rechenberger
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Schlagworte
- IZMFHandygewaltCybermobbing
Gefahren durch das Handy - Was tun, wenn plötzlich diskriminierende Fotos und Videos im Netz auftauchen? (Beitrag)
(ddp direct) Willkommen in der Zukunft: Prügeleien zwischen Jugendlichen bergen heute eine neue Gefahr. Immer häufiger werden die Taten gefilmt und dann ins Netz gestellt. Bereits jeder dritte Jugendliche hat so etwas schon einmal beobachtet. Was das für die Opfer bedeutet, weiß Jessica Martin.
Sprecherin: Das Handy ist der tägliche Begleiter bei fast allen Kindern und Jugendlichen. Doch damit werden nicht nur harmlose SMS verschickt oder telefoniert, erklärt Andreas Mayer, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.
O-Ton 1 (Andreas Mayer, 0:10 Min.): „Beim sogenannten ‚Happy Slapping‘ filmen junge Menschen mit der Handy-Kamera reale Schlägereien, um dann diese Videos über Handy und Internet zu verbreiten.“
Sprecherin: Jeder vierte Jugendliche hat das auch schon einmal beobachtet. Zum Beispiel wenn die Videos und Bilder dann in sozialen Netzwerken verbreitet werden. Für die Opfer ist das…
O-Ton 2 (Andreas Mayer, 0:10 Min.): „…besonders erniedrigend, besonders verletzend. Oft setzt das einen Mobbingprozess in Gang, oder ist bereits Teil eines schon länger andauernden Mobbings.“
Sprecherin: Wichtig ist, dass man dann als Opfer das verbreitete Material, beleidigende Mails oder Kommentare speichert, mit den Eltern redet und die Polizei informiert.
O-Ton 3 (Andreas Mayer, 0:15 Min.): „Die hat dann die Möglichkeit, außer einer Anzeige zu fertigen, auch das Handy des Täters einzuziehen oder auch den PC zu beschlagnahmen. Die Täter können dann nicht nur wegen Körperverletzung angezeigt werden, sondern auch wegen der Verbreitung gewalthaltiger Inhalte.“
Sprecherin: Damit fällt auch eine große Last von den Schultern der Betroffenen. Um zu vermeiden, dass die zu groß wird, müssen besonders die Eltern wachsam sein. Meistens senden die Kinder eindeutige Signale und verändern ihr Verhalten extrem.
O-Ton 4 (Andreas Mayer, 0:14 Min.): „Solche Kinder und Jugendliche sind häufig bedrückt, ungewöhnlich schweigsam, können aggressiv sein, nervös oder auch angespannt. Sie leiden manchmal unter Schlaf- und Lernstörungen, Schulangst bis hin zu Depressionen.“
Sprecherin: Ein weiteres Anzeichen ist auch, wenn der Nachwuchs nur noch wenig Umgang mit Freunden oder Klassenkameraden hat. Und falls plötzlich viele persönliche Sachen verloren gehen oder zerstört werden.
Auch für die Schulen gilt es genau hinzu schauen und einzugreifen, denn nur so können die Täter gefasst werden. Die Polizei rät dabei zu einer Nulltoleranzpolitik, um die Opfer zu schützen. Mehr zum Thema Handygewalt und Cybermobbing finden Sie beim Informationszentrum Mobilfunk im Internet unter Izmf.de.
