11.07.2011 00:05 Uhr in Leute

Hotel Mama - Immer mehr deutsche Männer werden zu Nesthockern (Beitrag)

(ddp direct) Alle guten Dinge sind drei – das gilt auch für das Kisten packen und Umziehen in Deutschland. Egal, ob nun wegen des Traumjobs oder einer neuen Liebe, die Deutschen ziehen durchschnittlich gut dreimal in ihrem Leben um. Aber es gibt auch immer mehr Nesthocker, die gar nicht erst weg wollen aus Hotel Mama. Das ist zumindest ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Uwe Hohmeyer berichtet.


Sprecher: Italien ist berühmt für Pizza und Pasta und für seine Nesthocker. Rund die Hälfte der unter 40-jährigen Männer wohnt noch bei der Mama, Tendenz steigend. Auch bei uns in Deutschland, sagt Katja Weisker von der Deutschen Annington, Deutschlands größtem Wohnungsunternehmen.

O-Ton 1 (Katja Weisker, 0:13 Min.): „Ganz so schlimm wie in Italien ist es sicherlich nicht. Aber in Deutschland, so hat unsere Umfrage ergeben, ist es immerhin jeder Zehnte. Wahrscheinlich hat es ein bisschen was mit Bequemlichkeit zu tun, denn im Hotel Mama wird man halt bekocht und beputzt.“

Sprecher: Das lieben halt alle Männer. In Deutschland nabeln sich die Söhne früher oder später dann doch noch von der Mutter ab und werden flügge.

O-Ton 2 (Katja Weisker, 0:14 Min.): „Das ist die Phase zwischen 30 und 39. Über die Gründe können wir nur spekulieren, aber es ist natürlich schon so, dass in dieser Lebensphase relativ häufig wichtige private oder berufliche Entscheidungen getroffen werden und das spiegelt sich natürlich dann auch im Umzugsverhalten wieder.“

Sprecher: Ostdeutsche ziehen allerdings weniger häufig um als Westdeutsche. Am mobilsten sind die Hamburger mit durchschnittlich fünf Umzügen.

O-Ton 3 (Katja Weisker, 0:12 Min.): „Was eigentlich ein bisschen erstaunlich ist, denn der Hamburger Wohnungsmarkt ist ja eigentlich relativ dicht, also man findet relativ schwer eine neue Wohnung. Und am sesshaftesten sind die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die ziehen nämlich nur knapp zweimal um.“

Sprecher: Das Einkommen spielt dabei übrigens überhaupt keine Rolle. Wer aber studiert hat, wechselt häufiger mal die Wohnung und den Ort als andere. Meistens aus beruflichen Gründen. Kleiner Tipp hier.

O-Ton 4 (Katja Weisker, 0:11 Min.): „Wer umzieht, sollte sich an seinen Arbeitgeber wenden und fragen, ob er vielleicht Anrecht auf einen Tag Sonderurlaub hat. Das gibt es in einigen Unternehmen. Und es macht sich natürlich auch immer bezahlt, bei der Steuer genau hinzugucken.“

Sprecher: Denn einen Teil der Umzugskosten können Sie sich mit der Steuererklärung vom Staat zurückholen.


Damit bei Ihnen als glatt läuft und Sie stressfrei ins neue Heim ziehen können, finden Sie viele Tipps und eine Umzug-Checkliste im Netz auf www.deutsche-annington.com. Dort stehen natürlich auch die Ergebnisse der Umfrage.