11.07.2011 00:05 Uhr in Leute

Hotel Mama - Immer mehr deutsche Männer werden zu Nesthockern (O-Ton-Paket)

(ddp direct) Alle guten Dinge sind drei – das gilt auch für das Kisten packen und Umziehen in Deutschland. Egal, ob nun wegen des Traumjobs oder einer neuen Liebe, die Deutschen ziehen durchschnittlich gut dreimal in ihrem Leben um. Aber es gibt auch immer mehr Nesthocker, die gar nicht erst weg wollen aus Hotel Mama. Das ist zumindest ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage. In Auftrag gegeben hat die Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen, die Deutsche Annington. Katja Weisker, hallo.


O-Ton 1 (Katja Weisker, 0:01 Min.): „Hallo, guten Tag!“

1. Frau Weisker, aus Italien kennt man das ja schon: Die Männer wollen einfach nicht von Mama weg und lassen sich lieber weiter verwöhnen. Haben wir in Deutschland jetzt auch schon italienische Verhältnisse?

O-Ton 2 (Katja Weisker, 0:16 Min.): „Ganz so schlimm wie in Italien ist es sicherlich nicht. Da ist es so, dass tatsächlich jeder Zweite im Hotel Mama wohnen bleibt. Aber in Deutschland, so hat unsere Umfrage ergeben, ist es immerhin jeder Zehnte. Wahrscheinlich hat es ein bisschen was mit Bequemlichkeit zu tun, denn im Hotel Mama wird man halt bekocht und beputzt.“

2. Wie kann man diese Muttersöhnchen doch aus dem Hotel Mama heraus locken?

O-Ton 3 (Katja Weisker, 0:21 Min.): „Wir haben festgestellt, dass es doch eine Lebensphase gibt, wo die Menschen doch etwas flügge werden und häufiger umziehen. Das ist die Phase zwischen 30 und 39. Über die Gründe können wir nur spekulieren, aber es ist natürlich schon so, dass in dieser Lebensphase relativ häufig wichtige private oder berufliche Entscheidungen getroffen werden und das spiegelt sich natürlich dann auch im Umzugsverhalten wieder.“

3. Heißt das, dass die Singles dann nicht ganz so oft umziehen?

O-Ton 4 (Katja Weisker, 0:10 Min.): „Nein, im Gegenteil. Also, das ist natürlich auch nicht überraschend, dass die Singles natürlich am mobilsten sind. Die ziehen am häufigsten um, bis zu viermal ist das der Fall.“

4. Und ist das in allen Bundesländern gleich?

O-Ton 5 (Katja Weisker, 0:24 Min.): „Nein, da hat es ganz interessante Unterschiede gegeben. Zunächst mal ist es so, dass die Menschen in Ostdeutschland weniger umziehen als die Menschen in Westdeutschland. Und am mobilsten sind die Hamburger mit fast fünf Umzügen. Was eigentlich ein bisschen erstaunlich ist, denn der Hamburger Wohnungs-markt ist ja eigentlich relativ dicht, also man findet relativ schwer eine neue Wohnung. Und am sesshaftesten sind die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die ziehen nämlich nur knapp zweimal um.“

5. Was auch immer die Gründe für den Umzug sind, normalerweise kostet so ein Umzug Nerven, Zeit und vor allem viel Geld. Schreckt das vielleicht auch viele ab?

O-Ton 6 (Katja Weisker, 0:23 Min.): „Offensichtlich nicht. Es ist nämlich so, dass wir festgestellt haben, dass das Einkommen überhaupt keine Rolle spielt bei der Anzahl der Umzüge. Also jemand, der mit 1.000 Euro oder weniger auskommen muss im Monat, zieht genauso oft um wie jemand, der 2.500 Euro und mehr verdient. Ein Aspekt, der aber offensichtlich eine Rolle spielt, ist Bildung. Menschen mit Studium ziehen häufiger um als Menschen ohne Studium.“

6. Zum Schluss vielleicht noch ein guter Tipp für alle, die häufiger umziehen?

O-Ton 7 (Katja Weisker, 0:15 Min.): „Wer umzieht, sollte sich an seinen Arbeitgeber wenden und fragen, ob er vielleicht Anrecht auf einen Tag Sonderurlaub hat. Das gibt es in einigen Unternehmen. Und es macht sich natürlich auch immer bezahlt, bei der Steuer genau hinzugucken. Wenn man umgezogen ist, kann man einige Kosten auch von der Steuer absetzen.“

Katja Weisker von der Deutschen Annington über das Hotel Mama und mit Tipps für einen entspannten Umzug, vielen Dank.

O-Ton 8 (Katja Weisker, 0:02 Min.): „Ich danke Ihnen. Tschüss und einen schönen Tag!“


Damit bei Ihnen als glatt läuft und Sie stressfrei ins neue Heim ziehen können, finden Sie viele Tipps und eine Umzug-Checkliste im Netz auf www.deutsche-annington.com. Dort stehen natürlich auch die Ergebnisse der Umfrage.