14.03.2011 17:20 Uhr in Umweltthemen und Print

Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt - So holen Sie Garten, Balkon und Terrasse aus dem Winterschlaf (Beitrag)

(ddp direct) Kaum ist im Frühling der Schnee weg und die Sonne guckt öfters durch, juckt es vielen von uns in den Händen: Manche putzen erstmal ausgiebig die Wohnung, andere zieht es direkt nach draußen in den Garten oder auf den Balkon. Da wartet nach dem langen Winterschlaf jede Menge Arbeit. Das kahle Beet sieht armselig aus und auch Bäume, Sträucher und der Rasen brauchen jetzt dringend ein bisschen Zuwendung. Wie Sie die wartende Arbeit am sinnvollsten erledigen, verrät ihnen jetzt Jessica Martin.

BEITRAGSTEXT

Sprecherin: Wie in der Wohnung, ist in diesen Tagen auch im Garten erstmal Frühjahrsputz angesagt, sagt Wolfgang Bohlsen von Europas größtem Gartenmagazin „Mein schöner Garten“.

O-Ton 1 (Wolfgang Bohlsen, 0:20 Min.): „Das heißt, man geht los, beseitigt das alte Laub vom vergangenen Hebst, vertrocknete Zweige oder auch abgestorbene Pflanzen aus den Beeten. Man lockert mal den Boden zwischen den Pflanzen ordentlich auf, entfernt dabei gleichzeitig das aufkeimende Unkraut. Bei Rosen kann man den Winterschutz entfernen und die Rosen auch zurückschneiden. Und außerdem wird Kompost beziehungsweise Dünger in den Beeten verteilt und die Mulchschicht kann erneuert werden.“

Sprecherin: Pflanzen dürfen Sie jetzt bereits Bäume, Sträucher, Rosen und Stauden. Die vertragen noch Nachtfrost, genauso wie Möhren und Radieschen. Tomaten und Paprika aber bitte erst mal drinnen auf der Fensterbank vorziehen und dann ab Mitte Mai ins Beet einpflanzen. Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten sind übrigens ein großer Trend 2011. Für alle Rasenbesitzer gilt nach dem harten Winter:

O-Ton 2 (Wolfgang Bohlsen, 0:22 Min.): „Drei Pflegeschritte führen zum Erfolg. Nämlich erstmal das Mähen, ganz wichtig, auf vier Zentimeter Schnitthöhe in etwa. Danach können Sie noch vertikutieren, das heißt, die Grasnarbe durchkämmen, um Moos und Filz daraus zu entfernen. Und zum Schluss wird dann noch gedüngt. Da nimmt man einen speziellen Rasendünger, der regt das Wachstum an. Und wenn Sie noch mit einem Spaten die Kanten vielleicht am Ende sauber abstechen, sieht das alles wunderbar aus.“

Sprecherin: Auch Balkon oder Terrasse können bereits aus dem Winterschlaf geholt werden: Alles sauber machen, Blumentöpfe und -kästen mit Erde füllen und los geht’s mit dem Pflanzen.

O-Ton 3 (Wolfgang Bohlsen, 0:19 Min.): „Da können Sie bunte Primeln nehmen, die gibt es in allen Farben, Stiefmütterchen, Hornveilchen, Bellis. Und Sie können das Ganze auch kombinieren mit vorgezogenen Zwiebelblumen, Narzissen, Tulpen oder Hyazinthen kommen da infrage. Die blühen dann alle zusammen im Kasten oder im Topf wochenlang. Klassiker wie Geranien oder Petunien müssen aber noch warten, die dürfen erst Mitte Mai nach draußen.“

Sprecherin: Kleiner Tipp noch für alle, die keinen grünen Daumen und eher wenig Zeit haben: einfach pflegeleichte Stauden wie Taglilien und Storchschnabel anpflanzen.

O-Ton 4 (Wolfgang Bohlsen, 0:12 Min.): „Aber grundsätzlich kann man sagen, dass man mit jeder Pflanze im Garten Erfolg haben kann. Das ist wie beim Haustier. Man muss nur die Ansprüche kennen. Zum Beispiel ein Rose, die Sie in den tiefen Schatten pflanzen, die wird dort nie blühen - auch wenn sie vielleicht ganz pflegeleicht ist.“

Sprecherin: Also immer schön ein Auge auf die Pflanzen haben, dann wird es auch ein blütenreicher Frühling.

ABMODERATIONSVORSCHLAG

Falls Sie sich mit Ihrem grünen Daumen auch austoben möchten und ein paar neue Ideen brauchen: In „Mein schöner Garten“ finden Sie jede Menge gute Tipps – jetzt bei ihrem Zeitschriftenhändler.