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Herr Veit Kolléra
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Mehr Sicherheit mit digitaler Unterschrift?- Was der neue Personalausweis wirklich bringt (Beitrag)
(ddp direct) Wer einen Internetzugang hat, der kann heute alles online kaufen. Bücher, CDs, Technik und sogar das neue Auto lassen sich problemlos im Netz bestellen. Auch der Antrag bei der Stadtverwaltung wird oft schon bequem von Zuhause mit ein paar Mausklicks erledigt. Bezahlen und Datenaustausch im Internet sind heute selbstverständlich. Doch hundert Prozent sicher sind sie nicht. Ab 1. November gibt es den neuen Personalausweis. Mit ihm soll das anders werden. Christine Heuer berichtet.
Sprecherin: 28 Euro 80 kostet der neue elektronische Personalausweis, dreimal so viel wie der alte. Dafür hat er aber einen Chip, der es in sich hat, sagt Philipp Wolf vom Antivirensoftware-Anbieter Avira.
O-Ton 1 (Philipp Wolf, 0:21 Min.): „Im Prinzip kann man sich das so vorstellen, dass alles, was auf dem Personalausweis gedruckt wurde, in diesen Chip gespeichert wird. Dadurch wird der Personalausweis zum biometriegestützten elektronischen Personaldokument. Das ist seine hauptsächliche Funktion. Der Eigentümer kann so eindeutig seine Identität nachweisen und diese elektronische Identität wird auch eID genannt.“
Sprecherin: Das soll vor allem mehr Sicherheit beim Online-Shoppen oder Online-Banking bringen. Dafür braucht man allerdings ein Lesegerät: Da wird der Ausweis draufgelegt, man gibt eine sechsstellige PIN-Nummer ein und dann werden die persönlichen Daten verschlüsselt per Funk übertragen. Genau das verursacht einigen aber erhebliche Magenschmerzen.
O-Ton 2 (Philipp Wolf, 0:20 Min.): „Viele Bürger hegen Vorbehalte gegen die drahtlose Technik, die RFID genannt wird, die beim neuen Personalausweis eingesetzt wird. Sie haben Angst davor, dass ihre Daten unbemerkt gestohlen werden könnten oder der Datenschutz nicht eingehalten wird. Nach einer Umfrage von Avira glauben fast die Hälfte, es ist nur eine Frage der Zeit, bis Hacker das neue Dokument knacken.“
Sprecherin: Die meisten Ängste sind aber unbegründet, sagt Philipp Wolf. Die Funktechnik ist sicher, das Verschlüsselungsverfahren knackt so schnell niemand. Gibt man jedoch die PIN-Nummer über seine PC-Tastatur ein, weil das beim Lesegerät nicht geht, könnte es gefährlich werden.
O-Ton 3 (Philipp Wolf, 0:10 Min.): „Setzen Datenspione zum Beispiel Keylogger ein, können sie die PIN bei der Eingabe auslesen. Theoretisch können Cyberkriminelle damit auch an Daten aus dem Personalausweis kommen.“
Sprecherin: Schutz davor bieten hochwertige, teure Lesegeräte mit eigenen Tastenfeldern und einer immer wieder neu upzudatenden Software. Außerdem gilt:
O-Ton 4 (Philipp Wolf, 0:14 Min.): „Der Rechner, von dem aus die Transaktionen getätigt werden, sollte unbedingt mit einem aktuellen Virenschutz ausgestattet sein und dieser sollte auch regelmäßig upgedatet werden. Zusätzlich alle Sicherheitspatches von Microsoft einspielen auf dem Rechner hilft auch!“
Sprecherin: Dann beißen sich die Hacker am neuen elektronischen Personalausweis die Zähne aus.
Was Sie in punkto Sicherheit im Umgang mit dem neuen Personalausweis beachten sollten, können Sie auch noch einmal im Internet nachlesen. Viele nützliche Informationen und die Ergebnisse der Avira-Gewissensfrage des Monats zum neuen Personalausweis finden Sie auf www.avira.de
