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Herr Veit Kolléra
Flutlicht - Agentur für Kommunikation
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- O-Ton-Paket
Mehr Sicherheit mit digitaler Unterschrift? - Was der neue Personalausweis wirklich bringt (O-Ton-Paket)
(ddp direct) Wer einen Internetzugang hat, der kann heute alles online kaufen. Bücher, CDs, Technik und sogar das neue Auto lassen sich problemlos im Netz bestellen. Auch der Antrag bei der Stadtverwaltung wird oft schon bequem von Zuhause mit ein paar Mausklicks erledigt. Bezahlen und Datenaustausch im Internet sind heute selbstverständlich. Doch hundert Prozent sicher sind sie nicht. Ab 1. November gibt es den neuen Personalausweis. Mit ihm soll das anders werden. Doch ob gespeichertes Passbild, Unterschrift und Fingerabdruck den Datenaustausch wirklich sicherer machen und was Verbraucher beachten sollten, dazu jetzt Philipp Wolf. Er ist Datensicherheitsexperte beim Antivirensoftware-Anbieter Avira, hallo!
O-Ton 1 (Philipp Wolf, 0:01 Min.): „Hallo!“
1. Herr Wolf, wie funktioniert der Chip auf dem neuen Personalausweis?
O-Ton 2 (Philipp Wolf, 0:21 Min.): „Im Prinzip kann man sich das so vorstellen, dass alles, was auf dem Personalausweis gedruckt wurde, in diesen Chip gespeichert wird. Dadurch wird der Personalausweis zum biometriegestützten elektronischen Personaldokument. Das ist seine hauptsächliche Funktion. Der Eigentümer kann so eindeutig seine Identität nachweisen und diese elektronische Identität wird auch eID genannt.“
2. Kann der neue Personalausweis das Bezahlen und den Austausch von Daten im Internet sicherer machen?
O-Ton 3 (Philipp Wolf, 0:26 Min.): „Ja, denn der Identitätsnachweis ist eine Absicherung für beide Seiten. Ist zusätzlich die elektronische Signatur, die auch QES genannt wird, auf dem Ausweis gespeichert, kann dieser auch für digitale Behördengänge eingesetzt werden. Darüber hinaus ist es möglich, den neuen Personalausweis als Identitätsnachweis im elektronischen Handel, also beim Einkaufen im Internet, einzusetzen.“
3. Das klingt gut. Aber wie sieht es mit der Sicherheit der Daten aus?
O-Ton 4 (Philipp Wolf, 0:26 Min.): „Viele Bürger hegen Vorbehalte gegen die drahtlose Technik, die RFID genannt wird, die beim neuen Personalausweis eingesetzt wird. Sie haben Angst davor, dass ihre Daten unbemerkt gestohlen werden könnten oder der Datenschutz nicht eingehalten wird. Nach einer Umfrage von Avira glauben fast die Hälfte, es ist nur eine Frage der Zeit, bis Hacker das neue Dokument knacken.“
4. Sind diese Befürchtungen berechtigt?
O-Ton 5 (Philipp Wolf, 0:20 Min.): „Die meisten Ängste wie der Datenklau aus der Hosentasche per RFID, also der Funktechnik, sind unbegründet. Aber die neue Identitätskarte ist trotzdem nicht ohne Risiken. Setzen Datenspione zum Beispiel Keylogger ein, können sie die PIN bei der Eingabe auslesen. Theoretisch können Cyberkriminelle damit auch an Daten aus dem Personalausweis kommen.“
5. Wie kann ich mich davor schützen?
O-Ton 6 (Philipp Wolf, 0:26 Min.): „Nummer eins: Nur wer den Ausweis besitzt und die sechsstellige PIN kennt, kann Informationen zur Übermittlung freigeben. Das heißt natürlich, dass man die PIN nicht unbedingt auf die Rückseite des Ausweises schreiben sollte. Nummer zwei: Der Rechner, von dem aus die Transaktionen getätigt werden, sollte unbedingt mit einem aktuellen Virenschutz ausgestattet sein und dieser sollte auch regelmäßig upgedatet werden. Zusätzlich alle Sicherheitspatches von Microsoft einspielen auf dem Rechner hilft auch!“
Philipp Wolf vom IT-Sicherheitsspezialisten Avira war das zur Sicherheit des neuen Personalausweises, vielen Dank!
O-Ton 7 (Philipp Wolf, 0:01 Min.): „Bitte, gerne, vielen Dank für das Gespräch!“
Was Sie in punkto Sicherheit im Umgang mit dem neuen Personalausweis beachten sollten, können Sie auch noch einmal im Internet nachlesen. Viele nützliche Informationen und die Ergebnisse der Avira-Gewissensfrage des Monats zum neuen Personalausweis finden Sie auf www.avira.de
