Ostereier aus dem eigenen Garten - Warum es sich lohnt, Hühner zu halten (Beitrag)
(ddp direct) 210 Eier verputzt jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr - beim Backen, Kochen und Frühstücken. Vor Ostern werden sie außerdem farbig bemalt und im Garten versteckt, damit die Kinder ihren Spaß haben. Nach dem jüngsten Dioxin-Skandal beschleicht einen beim Griff ins Supermarktregal allerdings doch eher ein ungutes Gefühl. Viele sind schon auf Bio-Eier umgestiegen, und so mancher überlegt sogar, sich selbst ein paar Hühner anzuschaffen. Welche Vorteile das hat, verrät Uwe Hohmeyer.
BEITRAGSTEXT
Sprecher: Glücklich gackernde Hühner hinterm Haus machen Kindern und Erwachsenen Spaß. Die lieben Kleinen lernen, wo die Eier wirklich herkommen und wir Erwachsene können ganz sicher sein…
O-Ton 1 (Marie-Luise Schebesta, 0:11 Min.): „… dass man gesunde Eier von glücklichen Hühnern aus artgerechter Haltung verspeist. Nämlich echte Bio-Eier. In der Grünlandhaltung enthalten die Eier auch besonders viele Vitamine und Carotine.“
Sprecher: So Marie-Luise Schebesta, stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift „Mein schönes Land“. Auf einen Hahn und seine lauten Weckrufe zu nachtschlafender Zeit kann übrigens getrost verzichtet werden - die Hühner legen auch ohne ihn Eier. Am liebsten aber in geselliger Runde. Deshalb…
O-Ton 2 (Marie-Luise Schebesta, 0:18 Min.): „… sollte man Hühner auch nicht einzeln halten, so drei bis fünf sind für den Anfang ganz optimal. Und da kann man sich auch so fertige Hühnerhäuschen kaufen, in denen ist schon alles schon drin: Sitzstange, Legenest und Kot-Brett. Wichtig ist: Wenn man in einem Wohngebiet lebt, dass man sich halt in der örtlichen Gemeinde vorher mal erkundigt, ob man dort im Garten Hühner halten darf.“
Sprecher: Vor allem brauchen die natürlich auch genügend Platz: Minimum 30 Quadratmeter pro Tier. Ansonsten sind sie ziemlich pflegeleicht. Frisches Wasser, ein bisschen Kraftfutter, ab und zu den Stall sauber machen: Dann sind sie zufrieden und legen jede Menge Eier - die wir dann zu Ostern bunt anmalen können. Aber bitte ohne Chemie.
O-Ton 3 (Marie-Luise Schebesta, 0:23 Min.): „Man braucht wirklich keine Industriefarben kaufen. Zum Beispiel rote Beete und Holundersaft färben natürlich rot, Zwiebeln geben so einen bräunlichen Farbton. Spinat und Efeu färben grün, und Kamille zum Beispiel gelb. Eine schöne Methode, um gefärbte Ostereier dann zu verzieren, ist die Kratz-Technik. Da nimmt man einfach ein Küchenmesser und schabt Muster auf die gefärbten Eier, dann wird die Schale an der Stelle wieder weiß.“
Sprecher: Das sieht schön natürlich aus - und darüber freut sich sicher nicht nur der Osterhase.
ABMODERATIONSVORSCHLAG
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