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Frau Daniela Rechenberger
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- O-Ton-Paket
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Tag des europäischen Notrufs 112- Das Handy als mobiler Retter in der Not (O-Ton-Paket)
(ddp direct) Jetzt mal ganz ehrlich: Wann haben Sie das letzte Mal gesehen, dass jemand eine der orangefarbenen Notrufsäulen an der Autobahn genutzt hat? Irgendwie stehen die heutzutage ja doch eher verlassen am Straßenrand. Denn im Handyzeitalter wählt der in Not geratene mal eben die 112 und schon ist die Rettung unterwegs. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Wir sprechen jetzt, passend zum Tag des europäischen Notrufs 112 (11.02.2011) mit Judith Linnemann von der gemeinnützigen Kinder-Umwelt GmbH über die Nummer, die Ihnen vielleicht schon im nächsten Urlaub echt weiterhelfen kann, hallo.
O-Ton 1 (Judith Linnemann, 0:01 Min.): „Ich grüße Sie!“
1. Frau Linnemann, wo wird mir denn überall unter der 112 geholfen?
O-Ton 2 (Judith Linnemann, 0:21 Min.): „Also, 1991 hat die EU beschlossen, eine einheitliche Notrufnummer für alle europäischen Staaten einzurichten. Mittlerweile gilt die kostenfreie 112 in allen EU-Ländern. Dazu auch in Island, in der Ukraine, in Liechtenstein, in der Schweiz und sogar in Norwegen. Bei einem Anruf wird man mit einer Leitstelle verbunden und die vermittelt dann weiter.“
2. Wann kann die Nummer denn angerufen werden?
O-Ton 3 (Judith Linnemann, 0:32 Min.): „Bitte nur im Notfall. Um einen Krankenwagen zu rufen und die Feuerwehr anzurufen. Auch die Polizei zum Beispiel, bei einem Einbruch. Oder wenn Sie an der Bergwand festhängen und da nicht weiterkommen. Die 112 ist überall zu erreichen. Was aber wirklich ganz wichtig ist: Rufen Sie die 112 nur im Notfall an und nicht für allgemeine Informationen. Schließlich soll die Leitstelle für Hilfesuchende wirklich erreichbar sein. Übrigens: Die 112 hat im Mobilfunknetz Vorrang. Wenn also mal ganz viel los ist, wird nötigenfalls eine andere Verbindung dafür getrennt.“
3. Die Fragen für den Notfall kennen wir alle: Was ist passiert, wie viele Menschen sind verletzt, wie sind sie verletzt – wo sind Sie? Aber gerade das „Wo“ ist im Ausland oft nicht leicht zu beschreiben: Was macht man da am besten?
O-Ton 4 (Judith Linnemann, 0:24 Min.): „Einfach am Telefon bleiben, bis die Leitstelle das Gespräch beendet. Denn im Notfall kann über das Funknetz der Standort bestimmt werden. Aber das dauert einen Moment. Grundsätzlich sollte man das Gespräch nicht von sich aus beenden, damit die Leitstelle noch offene Fragen klären kann oder Anweisungen zur Ersten Hilfe erteilen kann. Außerdem: Für die neuen Smartphones gibt es auch so Apps, die eben auch zeigen können, wo man sich gerade befindet.“
4. Sind die Leitstellen mehrsprachig besetzt, oder muss ich meinen Notruf zum Beispiel auf Lettisch absetzen?
O-Ton 5 (Judith Linnemann, 0:14 Min.): „Nun ja, also Ziel ist es, auf die Dauer diese Leitstellen mehrsprachig zu besetzen. Am besten kommt man mit Englisch und der Landessprache weiter. Für die Not sollte man sowieso immer ein kleines Wörterbuch parat haben und sich die wichtigsten Begriffe auch einmal anschauen.“
5. Ihre Empfehlung: Worauf sollte ich bei meinem Handy unbedingt achten, damit es im Notfall auch wirklich einsatzbereit ist?
O-Ton 6 (Judith Linnemann, 0:19 Min.): „Ein geladener Akku wäre ganz gut, eine eingelegte SIM-Karte, damit das Telefon funktioniert. Aber das Telefon sucht sich dann automatisch das Netz, wenn sie jetzt nicht gerade im Heimatnetz sind. Ein Prepaid-Guthaben brauchen Sie nicht unbedingt, denn der Anruf ist kostenlos. Also das Handy immer möglichst dabei haben, denn das ist unter Umständen ein Retter in der Not.“
Judith Linnemann von der gemeinnützigen Kinder-Umwelt GmbH über den Tag des europäischen Notrufs 112, vielen Dank!
O-Ton 7 (Judith Linnemann, 0:01 Min.): „Auf Wiederhören!“
Also speichern Sie sich die Notrufnummer 112 am besten gleich in Ihr Handy ein. Dann sind Sie für den nächsten Notfall gut gerüstet, sogar wenn Sie im Urlaub sind. Weitere Infos dazu gibt’s auf der Webseite vom Informationszentrum Mobilfunk unter www.izmf.de.
