21.06.2011 19:10 Uhr in Vermischtes

Tropfen um Tropfen - Welthungerhilfe kämpft für das Menschenrecht auf Wasser (O-Ton-Paket)

(Mynewsdesk) Mal eben schnell duschen, mit dem Auto durch die Waschanlage fahren und hinterher noch schnell ein, zwei Kästen Wasser kaufen, um den Durst zu löschen. Kein Problem. Wasser gibt’s reichlich. Zumindest bei uns. In vielen anderen Ländern der Welt sieht das allerdings ganz anders aus. Fast 900 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und täglich werden es mehr. Viel Arbeit für die Welthungerhilfe, die den Kampf für Wasser als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit versteht, wie die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, am Vormittag bei ihrer Jahresbilanz erklärte.

1. Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe (WHH), über Wasserprojekte als Schwerpunkt der WHH-Arbeit:

O-Ton 1 (Bärbel Dieckmann, 0:27 Min.): „Wir arbeiten immer da, wo die Ärmsten leben, wo wirklich Hunger und Armut ist. Wir haben unseren Schwerpunkt in der Landwirtschaft und der Zugang für eine erfolgreiche Landwirtschaft war immer Wasser. Das heißt in allen Projekten wird zuerst der Brunnen gebaut, damit die Frauen eben nicht mehr stundenlang täglich gehen müssen, um Wasser zu holen. Damit Wasser für die Familien da ist, Trinkwasser für die Kinder, für die Erwachsenen, aber auch im Einzelfall zur Bewässerung des Bodens.“

2. Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, über den Umgang mit Spendengeldern:

O-Ton 2 (Bärbel Dieckmann, 0:22 Min.): „Etwa ein Drittel unseres Jahresbudgets bekommen wir durch Spender und Spenderinnen, und ich vertrete ganz stark, dass wir da auch Rechenschaft schuldig sind. Und dieses Projekt, wie wir jetzt in Kenia gesehen haben, das sind für mich Projekte, die man den Spenderinnen und Spendern sehr gut erklären kann, da wird tatsächlich in einem Dorf für 800 Menschen Leben ermöglicht.“

3. Johan van der Kamp, Regionalleiter WHH Kenia, mit einem konkreten Beispiel für ein sogenanntes Felsregenfang-Wasserprojekt:

O-Ton 3 (Johan van der Kamp, 0:31 Min.): „Ein Felshang wird benützt, um Regenwasser aufzufangen. Und das Wasser wird dann in Speichern gespeichert. Man braucht keine Pumpe dafür, man braucht nur eigentlich die Speicher, die unterhalb vom Felsen situiert sind und am Ende steht dann ein kleines Häuschen, wo verschiedene Hähne montiert sind, wo das Wasser dann tatsächlich abgenommen wird durch die Bevölkerung. Das Schöne ist, dass dieses System nur eine Investition verlangt und danach relativ wenig Wartungskosten haben – also: ziemlich nachhaltig.“

4. Overvoiced: Kataya Siyanga, Chief im Maparasha Masai Dorf über die Vorteile des Felsregenfang-Wasserprojekts:

O-Ton 4 (Kataya Siyanga, 0:20 Min.): „Wir haben erheblich weniger Durchfall-erkrankungen. Unsere Frauen laufen jetzt nicht mehr so weit, um Wasser zu holen und haben mehr Zeit, um sich auch um unsere Tiere zu kümmern. Unsere Kinder, Frauen und Älteren sind viel gesünder. Und die Kinder gehen kontinuierlich zur Schule, weil wir nicht mehr als Nomaden umherziehen. Wir haben ja jetzt immer Wasser hier.“

O-Ton 5: (Atmo Dorf und Baustelle, 1:30 Min.)

Übrigens: Die Weltbevölkerung wächst weiter. Mehr als sieben Milliarden werden es zum ersten Mal in diesem Jahr sein. Das heißt, auch der Wasserbedarf wird weiter steigen. Wenn Sie die Welthungerhilfe in ihrem Kampf für das Menschenrecht auf Wasser unterstützen wollen: Mehr Informationen dazu und natürlich auch zur Jahresbilanz finden Sie im Netz unter www.welthungerhilfe.de.

Zu diesem O-Ton-Paket bieten wir auch einen Beitrag an.


Tropfen um Tropfen - Welthungerhilfe kämpft für das Menschenrecht auf Wasser (O-Ton-Paket)