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Unser Auto von morgen - Das sind die Wünsche der Deutschen (O-Ton-Paket)
(ddp direct) Vor 125 Jahren rollte das erste Auto über die deutschen Straßen. Das sah allerdings eher aus wie ein dreirädriges Fahrrad mit Motor, hatte weder Dach, noch eine richtige Karosserie. So eine Kiste würde heute gar nicht mehr durch den TÜV kommen. Denn heute sind umweltfreundlichere Motoren und sichere Autos gefragt. Daran tüfteln die Ingenieure täglich. Doch was wünschen sich die Autofahrer für die Zukunft noch? Das verrät uns der Chefredakteur des AutoScout24-Magazins, Thomas Weiss, hallo.
O-Ton 1 (Thomas Weiss, 0:01 Min.): „Hallo!“
1. Herr Weiss, Sie haben für AutoScout24, dem europaweit größten Online-Automarkt, 1.400 Leute befragt, wie sie sich das Auto der Zukunft vorstellen. Was ist dabei herausgekommen?
O-Ton 2 (Thomas Weiss, 0:17 Min.): „Die wichtigsten Themen sind Sicherheit, Umwelt und Kosten. Schließlich gibt es momentan eine breite Diskussion in der Gesellschaft. Die Stichworte sind hier CO2, Energiewende und Elektroauto. Und als größter Automarkt europaweit wollten wir einfach wissen, welche Autos morgen vom Kunden gefragt sein werden. Und die Ergebnisse sind auch für Industrie und Politik sehr wichtig.“
2. Das Teuerste am Auto sind die Spritkosten und die steigen immer weiter an. Was muss das Auto der Zukunft in dieser Hinsicht bieten?
O-Ton 3 (Thomas Weiss, 0:29 Min.): „Die Autofahrer wollen definitiv kostengünstige aber gleichzeitig auch umweltbewusste Mobilität haben. Wenn das kein Widerspruch sein soll in Zukunft, wird es radikal neue Lösungen geben müssen. Die Kunden betrachten schon die Spritkosten als wichtigsten Kostentreiber. Wenn man sich aber mal nüchtern mit den Zahlen auseinandersetzt, stellt man fest, dass der Wertverlust des Autos die Gesamtkosten eigentlich am stärksten beeinflusst. Andererseits ist es wiederum der Treibstoffverbrauch, der im Lebenszyklus eines Autos, also inklusive Produktion, den größten Teil seines gesamten CO2-Fußabdrucks ausmacht.“
3. Was wünscht sich denn die Mehrheit der Fahrer von ihrem Auto, was es heute noch nicht gibt?
O-Ton 4 (Thomas Weiss, 0:23 Min.): „Die weitaus meisten wünschen sich eine aktive Unterstützung im Straßenverkehr. Das heißt, zum Beispiel durch intelligente Stauvermeidung, verbesserte Verkehrsleitsysteme und eine automatisierte Parkplatzsuche oder gleich das automatisierte Einparken des Autos. Sogenannte In-Car-Entertainment- Systeme, wie sie genannt werden, also Internetzugang, ausgefeilte Audiosysteme, das Filmegucken im Auto, das ist eigentlich nur für die jungen Autofahrer wirklich wichtig.“
4. Darf es beim Design in Zukunft etwas ausgefallener werden?
O-Ton 5 (Thomas Weiss, 0:30 Min.): „Der deutsche Autofahrer bevorzugt ein klares und kühles Design. Das sind etwa die Hälfte der Autofahrer. Allerdings: ein Drittel wünscht sich auch durchaus runde, etwas emotionalere Formen. Und wenn man sich anguckt, was die Autohersteller momentan anbieten, da ist Audi so ein Vertreter, die haben eher das klare, kühle Design und sind damit recht erfolgreich. Mercedes allerdings wird mit der neuen A-Klasse ein extrem emotionales Design bringen. Und das ist natürlich auch dem globalen Markt geschuldet. Denn China ist zum Beispiel für die Deutschen Autohersteller sehr sehr wichtig. Und wir werden deshalb in Zukunft sehr viel mehr Vielfalt erleben.“
5. In Science Fiction-Filmen sieht man öfter mal Autos, die zum Beispiel von ganz allein fahren. Das ist doch sicher der Traum aller Befragten, oder?
O-Ton 6 (Thomas Weiss, 0:34 Min.): „Das autonome Fahren ist für die Befragten eigentlich noch genau das, nämlich Science-Fiction. Erstens trauen sie der Technik noch nicht so ganz. Und da liegen sie auch nicht ganz verkehrt. Denn so ein paar Assistenzsysteme, wie zum Beispiel Abstands-Tempomaten funktionieren noch nicht wirklich so intuitiv, wie es ein Autofahrer tun würde. Bei assistierten Bremssystemen andererseits gibt es schon deutlichen Kundenvorteil, was die Sicherheit angeht. Und das ist auch weitgehend akzeptiert. Aber für die Zukunft heißt das: ein Autopilot, der komplett das Fahren übernimmt, muss schon deutlichen Mehrwert bieten, zum Beispiel Kolonnenfahren auf der Autobahn und er muss optional sein, weil die Leute den Spaß am Autofahren noch behalten wollen.“
AutoScout24-Chefredakteur Thomas Weiss über das Auto der Zukunft, vielen Dank.
O-Ton 7 (Thomas Weiss, 0:01 Min.): „Ich danke Ihnen!“
Alle Ergebnisse der Studie gibt’s noch mal zusammengefasst zum Nachlesen im Netz unter www.unser-auto-von-morgen.de.
