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28.06.2011 00:05 Uhr in Telefonie und Print

Vorsicht, hier wird App-gezockt! So surfen Kinder und Jugendliche sicher mit dem Smartphone (O-Ton-Paket)

(ddp direct) Jeder fünfte Handy-Nutzer in Deutschland hat mittlerweile ein Smartphone. Zum telefonieren, simsen und um damit im Internet zu surfen. Besonders beliebt sind die Dinger bei Kindern und Jugendlichen. Sogar Grundschüler laufen schon damit rum. Ohne allerdings groß über die Gefahren und Kostenfallen nachzudenken. Wo die lauern, verrät uns der FOCUS-SCHULE-Redakteur Volker Gieritz, hallo.


O-Ton 1 (Volker Gieritz, 0:01 Min.): „Hallo, ich grüße Sie!“

1. Herr Gieritz, wie gefährlich ist es denn, mit dem Smartphone im Internet zu surfen?

O-Ton 2 (Volker Gieritz, 0:21 Min.): „Im Prinzip ist es eigentlich genauso gefährlich wie mit einem PC oder einem Notebook, weil Smartphones eigentlich nix anderes sind als kleine Computer. Das heißt, persönliche Daten können auch hier ausgespäht werden. Allerdings muss man dazu sagen, ist das bei Smartphones bisher nicht so stark passiert. Das liegt daran, dass es mehr Betriebssysteme gibt als etwa beim PC oder beim Notebook. Allerdings könnte sich das in Zukunft deutlich ändern, da der Markt ja immer größer wird.“

2. Welche Gefahren drohen da konkret?

O-Ton 3 (Volker Gieritz, 0:32 Min.): „Zum Beispiel das Phishing: Das ist das Abzocken von Bank- und Personendaten. Also, wenn man auf irgendwelche Seiten geht, da seine persönlichen Daten einträgt, dann gehen die nicht auf den Server der Bank, sondern auf den Server der Hacker. Das kann auch beim Smartphone passieren. Aber natürlich sind auch Virenattacken möglich. Das ist bis jetzt noch nicht so stark passiert, kann aber kommen. Und selbst Apple musste ja neulich zugeben, dass das iPhone von seinen Nutzern detaillierte, geheime Bewegungsprofile anlegt. So was lässt sich natürlich auch kriminell nutzen. Und wie bei jeden anderen Mobiltelefon schlummern auch beim Smartphone die gleichen Gefahren, wie zum Beispiel eine Abo-Falle.“

3. Wie kann man seine Kinder vor diesen Gefahren schützen?

O-Ton 4 (Volker Gieritz, 0:40 Min.): „Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht, aber wie beim Computer auch, sollte man natürlich ein paar Grundsätze beherzigen. So sollte zum Beispiel das Betriebssystem des Smartphones immer auf dem neuesten Stand sein. Das heißt, regelmäßig einfach mal ein Update durchführen. Das andere ist, Smartphones haben in der Regel eine sogenannte Codesperre, die sollte aktiviert sein. Schüler schalten die gerne mal aus, weil das ist natürlich immer ein bisschen umständlich, wenn man die jedes Mal wieder eingeben muss. Bluetooth- und WLAN-Anschlüsse sollten nur bei Bedarf aktiv sein. Ansonsten lässt sich das Smartphone ausspähen. Und was noch extrem wichtig ist: Wenn man ins Ausland fährt, dass man das Datenroaming, also die Benutzung von Internet im Ausland, abschaltet, damit man hinterher keine unangenehme Überraschung hat, wenn man aus dem Urlaub zurück kommt.“

4. Worauf sollten Eltern denn achten, wenn sie ihren Sprösslingen so ein Smartphone kaufen?

O-Ton 5 (Volker Gieritz, 0:44 Min.): „Man muss darauf achten, dass das Gerät zum Kind passt. Sprich: Kann es damit umgehen, versteht es, wie man das Gerät bedienen muss, ist es nicht zu groß, nicht zu schwer, kann es dem Menu folgen, hat es die Features, die das Kind haben will. Unschlagbar sind heute eine Digitalkamera, mit der man Fotos machen kann oder Videos aufnehmen kann. Das Gleiche gilt natürlich dann auch für den Tarif. Da muss man auch eben schauen, passt der zum Kind. Muss es eine Telefon-Flatrate sein oder reicht eine Daten-Flatrate, zu der ich übrigens immer raten würde. Schließlich ist es ein Internethandy und man möchte damit natürlich auch surfen. Bei den Telefongeschichten reicht zum Beispiel oft Prepaid. Das heißt, man bezahlt nur das, was man auch telefoniert und da lassen sich Datenpakete zubuchen für einen Fix-Preis im Monat. Das ist dann immer sehr praktisch. Wenn der Betrag weg ist, kann das Kind nicht mehr telefonieren, surfen geht immer noch - und angerufen werden kann man auch immer noch.“

5. Absolut angesagt sind Apps, die sich jeder auf sein Smartphone runterladen kann. Wie gefährlich ist das?

O-Ton 6 (Volker Gieritz, 0:29 Min.): „Man sollte immer aufpassen, was man sich runterlädt und woher man es sich runterlädt. Man sollte bedenken, dass auch nicht alle Apps kostenlos sind. Das sollte man seinen Kindern unbedingt erklären. Im App-Store kann man seinen Kindern auch ein eigenes Konto ohne Kreditkartenfunktion anlegen. Damit können dann die Kinder nämlich nur diese kostenlosen Apps runterladen. Und was anders noch, worauf man achten sollte, sind Abo-Fallen, die in Apps gerne mal in Form von Werbebannern versteckt sind. Da genügt ein Klick und schwuppsdiwupps wird die Telefonrechnung belastet, ohne dass man es gesehen hat.“

FOCUS-Schule-Redakteur Volker Gieritz über den sicheren Umgang mit Smartphones und wie man seine Kinder vor Abzocke schützen kann, vielen Dank.

O-Ton 7 (Volker Gieritz, 0:01 Min.): „Ich danke auch, tschüss!“


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