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Wellness-Bad statt Nasszelle - Die Badezimmer-Trends 2011 (O-Ton-Paket)
(ddp direct) Sechs Quadratmeter, Mini-Waschbecken, klebender Duschvorhang und keine Wanne: So, oder so ähnlich, sieht das deutsche Durchschnittsbad aus. Schade eigentlich, denn wir verbringen pro Tag immerhin eine gute halbe Stunde darin: zum Zähneputzen, duschen, aufrüschen und manchmal auch für ein erotisches Tête-à-Tête. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen ein hübscheres Badezimmer wünschen. Mit integriertem Whirlpool und Regenwalddusche zum Beispiel. Welche Trends da im Moment total angesagt sind, verrät uns jetzt Jens Wischmann von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft – live von der größten Bädermesse der Welt, der ISH in Frankfurt, hallo.
O-Ton 1 (Jens J. Wischmann 0:01 Min.): „Guten Tag!“
1. Herr Wischmann, wie haben sich die deutschen Bäder in den letzten Jahren verändert?
O-Ton 2 (Jens J. Wischmann, 0:00 Min.): „Während das Bad früher eigentlich eher ein notwendiges Übel war, eine Nasszelle, hat es sich immer mehr zu einem Wohlfühlraum entwickelt, zu einem Private-Spa. Man will dort entspannen, nicht nur morgens die schnelle Dusche, sondern gerade auch Zeit genießen im Bad.“
2. Sie wollten im Rahmen einer Forsa-Umfrage wissen, wie wohl die Deutschen sich in ihren eigenen Bädern fühlen. Was ist dabei aktuell herausgekommen?
O-Ton 3 (Jens J. Wischmann, 0:12 Min.): „Ja, ein böses Erwachen, so kann man es fast nennen. Zwei Drittel der Bundesbürger fühlen sich in ihrem eigenen Bad nicht wohl, also eine Schere zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Ein großes Renovierungspotenzial eben, solche Wohlfühl-Bäder auch im heimischen Bad zu realisieren.“
3. Die Deutschen werden laut Statistik ja immer älter. Das heißt, dann werden plötzlich ganz andere Dinge wichtig. Welche Wünsche gibt es da hinsichtlich des Badezimmers?
O-Ton 4 (Jens J. Wischmann, 0:30 Min.): „Der demografische Wandel ist aus unserer Sicht nicht nur ein gesellschaftliches Problem, sondern er betrifft insbesondere natürlich den Wohnbereich. Und dort vor allen Dingen das Bad. Das ist nicht nur unsere Ansicht. In einer Befragung haben 68 Prozent der Bundesbürger gesagt, das Bad ist genau der Raum, bei dem die altersgerechte Ausstattung besonders wichtig ist. Da steht an erster Stelle die bodengleiche Dusche, rutschfeste Fliesen, also alle Dinge, die den Aufenthalt im Bad gerade auch im Alter, wenn man vielleicht ein bisschen eingeschränkt ist, einfacher machen. Und wir glauben, das ist ein sehr wichtiges und sehr richtiges Thema - und man findet hier auf der Messe eine ganze Menge Angebote dazu.“
4. Im Moment läuft ja in Frankfurt die ISH, die größte Bädermesse der Welt. Was sind da die absoluten Hits in der Branche?
O-Ton 5 (Jens J. Wischmann, 0:27 Min.): „Man kann eigentlich gar nicht so einen Hit rausgreifen. Was man feststellt, dass dieser Trend zum Wohnraum sich auch in den Produkten und ihrer Gestaltung niederschlägt. Es wird runder, sinnlicher, die Materialität spielt eine große Rolle. Haptik: Wie fühlen sich die Dinge an? Und nicht nur die reine Form ist interessant, sondern auch die Gestaltung des Badezimmers als Gesamtraum. Licht ist ein ganz wichtiges Thema, und natürlich auch, wir leben in Zeiten der Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, also wassersparende Armaturen. Auch in diesem Bereich ist eine ganze Menge zu sehen.“
5. Für alle, die jetzt Lust bekommen haben, ihr Bad neu zu gestalten: Wo finden die die nötigen Infos und die richtigen Ansprechpartner?
O-Ton 6 (Jens J. Wischmann, 0:18 Min.): „Natürlich auf der ISH, am 19.03. ist der Publikumstag, auf den ich noch mal besonders hinweisen möchte. Aber auch die Fachhändler vor Ort, über 2.000 in Deutschland, die Ausstellungen des Großhandels oder auch der Fachhandwerker. Die zu besuchen, lohnt sich – vor, nach, während der Messe. Adessen da zum Beispiel unter www.gutesbad.de.“
Jens Wischmann von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft über die neuesten Badezimmer-Trends, vielen Dank!
O-Ton 7 (Jens J. Wischmann, 0:03 Min.): „Vielen Dank Ihnen, und ich hoffe, dass viele Hörer auf den Badgeschmack gekommen sind!“
Noch mehr Infos über Bäder und alles, was dazu gehört, finden Sie im Netz auf www.gutesbad.de.
