06.10.2010 10:55 Uhr in Unternehmen und Events und Preise

Weltposttag: Von analog bis digital - Briefe gibt es nicht nur für den Briefkasten, sondern auch im Internet (O-Ton-Paket)

(ddp direct) Wer gerne tanzt, feiert vielleicht den Welttanztag. Wer mal ausgiebig lachen will, der strapaziert sein Zwerchfell am besten mit vielen anderen am Weltlachtag ein bisschen mehr. Und wer mal über den Tourismus der Welt nachdenken möchte, der kann das am Welt-Tourismustag tun. Auch für die Post gibt es einen Gedenktag: den Weltposttag (9.Oktober). Was es mit diesem Tag auf sich hat und was für die Briefbeförderung alles nötig ist, dazu jetzt Dr. Martin Dopychai von der Deutschen Post, hallo!

O-Ton 1 (Dr. Martin Dopychai, 0:01 Min.): Hallo, schönen guten Tag !

1. Herr Dr. Dopychai, heute (9. Oktober) ist Weltposttag. Warum gibt es den?

O-Ton 2 (Dr. Martin Dopychai, 0:42 Min.): „Der Weltposttag ist vor Jahrzehnten vom Weltpostverein als informeller Feiertag mal ins Leben gerufen worden, um weltweit einmal im Jahr die Bedeutung des Postwesens klar zu machen. Welche Wichtigkeit eigentlich diese Kommunikation per Brief und Paket für alle Menschen hat. Weltweit sind über sechs Millionen Menschen in Postunternehmen tätig, jedes Jahr werden 440 Milliarden Sendungen weltweit zugestellt. Allein in Deutschland hat die Deutsche Post 180.000 Beschäftigte, jeden Tag werden 70 Millionen Briefe verschickt, werden zwei Millionen Pakete zugestellt. Also auch in Deutschland eigentlich ein ganz gewichtiges Thema, das Postwesen.“

2. In Deutschland kennen den Weltposttag nur wenige. Welchen Stellenwert hat der Tag in anderen Ländern?

O-Ton 3 (Dr. Martin Dopychai, 0:33 Min.): „Im Unterschied zu Deutschland hat der Weltposttag in anderen Ländern eine viele größere Bedeutung. Hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass in Deutschland die Menschen telefonieren können, Internet haben, Handys haben. Das ist alles zum Beispiel in Afrika in vielen Ländern gar nicht der Fall – da ist das ein echter offizieller Feiertag. Da werden Sonderbriefmarken rausgegeben, da gibt es Feierstunden im Parlament, da werden nationale Briefschreibwettbewerbe ausgerufen. Alles nur, um zu unterstreichen: Ohne die Post könnten wir überhaupt nichts erreichen.“

3. Der Postbote in Deutschland bringt jeden Tag den Brief. Ist der im Zeitalter von E-Mail eigentlich noch zeitgemäß?

O-Ton 4 (Dr. Martin Dopychai, 0:26 Min.): „Fakt ist, dass weniger geschrieben wird heute, als es früher der Fall war. Aber: der Brief hat heute seine Berechtigung, wird auch in Zukunft seine Berechtigung haben. Es gibt halt viele, viele Dinge, die sich nur über den Brief als Kommunikationsmittel ausdrücken lassen. Ob das Liebesbriefe sind, handgeschriebene Grüße zum Geburtstag, Weihnachtsgrüße. Das sind alles Dinge, die sehr emotional bedeutend sind und die die Menschen auch sehr eng mit dem Brief verknüpfen.“

4. Wie reagiert die Post auf die sich immer schneller drehende Welt?

O-Ton 5 (Dr. Martin Dopychai, 0:35 Min.): „Es wird heute viel mehr zum Beispiel die E-Mail verwendet. Aber wir wissen, dass viele Menschen auch Vorbehalte haben gegen die E-Mail. Sie ist eben nicht hundertprozentig sicher. Es gibt „Spams“ es gibt „Fishing-Attaken“. Kommt meine eigene Mail beim Empfänger an? Viel viel Unsicherheit, viel Anonymität im Netz. Strich drunter: Wir als Deutsche Post haben gesagt: wir bringen jetzt den Brief, dieses seit 500 Jahren in Deutschland bekannte Medium, mit allen seinen Qualitäten ins Internet, als E-Postbrief. Und damit setzen wir auch in diesen neuen Kommunikationszeiten ein echtes Zeichen.“

5. Wenn so viele Briefe jetzt online verschickt werden, dann müssen sich wohl auch die Postboten nicht mehr vor Hundebissen fürchten?

O-Ton 6 (Dr. Martin Dopychai, 0:23 Min.): „Sie können mit diesem neuen Medium, E-Postbrief, vieles machen, was bisher nur mit dem klassischen Brief möglich war. Der handgeschriebene Liebesbrief, der handgeschriebene Glückwunsch zum Geburtstag. Alles das wird’s auch weiter geben, per klassischem Brief und deswegen werden leider die 80.000 Briefträgerinnen und Briefträger in Deutschland auch in Zukunft sehr aufpassen müssen, dass sie bei ihrem Zustellgang nicht gebissen werden.“

Dr. Martin Dopychai von der Deutschen Post AG über den Weltposttag und echte Briefe im Internet. Vielen Dank!

O-Ton 7 (Dr. Martin Dopychai, 0:02 Min.): „Ja, herzlichen Dank und einen schönen Tag noch.“

Wenn Sie mehr über den Weltposttag erfahren wollen oder weitere Informationen zum E-Postbrief brauchen, dann klicken Sie sich doch einfach mal auf deutschepost.de