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Frau Simone Pott
Deutsche Welthungerhilfe e. V.
Friedrich-Ebert-Straße 1
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- WelthungerhilfeWeltwassertagKeniaWasserversorgungsauberes Trinkwasser
Weltwassertag am 22.03.2011: Jeder Tropfen zählt- Über die Wasserprojekte der Welthungerhilfe (Beitrag)
(ddp direct) Wir lassen morgens beim Zähneputzen das Wasser laufen, gönnen uns im Winter öfter mal ein heißes Wellness-Bad, und im Sommer stellen wir den Rasensprenger an, wenn die Sonne erbarmungslos vom Himmel knallt. Ganz normal, Wasser ist ja mehr als genug da. Gut 130 Liter verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich am Tag. Davon können die Menschen in vielen anderen Ländern der Welt nur träumen: Rund 900 Millionen haben nicht mal ausreichend sauberes Trinkwasser. Jessica Martin berichtet.
Sprecherin: Besonders betroffen sind Afrika, wo es schlicht und einfach zu wenig Wasser gibt - und Asien, wo das Hauptproblem eher Krankheiten sind, weil es kein funktionierendes Abwassersystem gibt. Genau da setzt die Welthungerhilfe mit ihrer Arbeit an, sagt deren Chef, Wolfgang Jamann.
O-Ton 1 (Dr. Wolfgang Jamann, 0:18 Min.): „Wir versuchen, die gesundheitlichen Folgen aufzufangen. Das heißt, Menschen werden geschult, werden unterrichtet im Umgang mit sauberem Wasser. Das muss ja ganz oft trotz allem abgekocht oder gefiltert werden. Wir stellen allerdings auch Wasser zur Verfügung durch Brunnenbau oder durch Kanäle für die landwirtschaftliche Bewässerung.“
Sprecherin: Vor allem auf dem Land gibt’s immer wieder Probleme. Zum Beispiel wenn selbst während der Regenzeit kaum ein Tropfen Wasser vom Himmel fällt. Johan van der Kamp ist Regionalkoordinator der Welthungerhilfe in Kenia und betreut mehrere Projekte.
O-Ton 2 (Johan van der Kamp, 0:24 Min.): „Wir haben verschiedene Techniken, aber eine der Techniken, die vielversprechend sind, ist der sogenannte ‚Felsregenfang‘. Das sind meistens größere Felsen, die keine Bäume oder Sträucher haben. Und da wird dann Regenwasser durch gemauerte Rinnen in ein Speichersystem geleitet. Von da aus wird das Wasser durch einfache Hähne an die Bevölkerung verkauft oder verteilt.“
Sprecherin: Gebaut wird das Ganze von Menschen aus dem Dorf, die dafür natürlich bezahlt werden. Außerdem kümmern sie sich hinterher dann um die angelegten „Felsregenfänge“ oder die gebohrten Brunnen. Wolfgang Jamann:
O-Ton 3 (Dr. Wolfgang Jamann, 0:20 Min.): „Unsere Projekte laufen vor Ort ganz wunderbar, weil wir die Bevölkerung intensiv einbeziehen. Allerdings fehlt es uns oft am Geld, und die Menschen hier in Deutschland können da etwas tun. Für nur 10 Euro können wir zehn Familien einen Monat lang mit sauberem Grundwasser versorgen. Und davon profitieren natürlich vor allem die Kinder, die ja ein gesundes Leben verdient haben.“
Sprecherin: Wenn Sie helfen wollen: Weitere Informationen dazu gibt’s im Internet unter Welthungerhilfe.de.
Übrigens: Trotz der vielen erfolgreichen Hilfsprojekte geht die Weltgesundheitsorganisation davon aus, dass 2015 immer noch gut 670 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben werden. Da wartet also noch jede Menge Arbeit auf die Hilfsorganisationen.
