Pressemitteilung

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07.03.2017 09:51 Uhr in Bildung

Was ist eigentlich Legasthenie?

Medizinische Definition schränkt Sichtweise ein


(NL/4601925179) München, März 2017 – „Wenn ein Kind schlecht lesen und rechtschreiben kann, hat es Legasthenie!“ – das ist eine häufig getroffene Aussage. Damit wird die Situation als Krankheit oder Störung beschrieben und das Kind erhält einen „Stempel“. Dabei gibt es vielfältige Ursachen für Lernschwierigkeiten beim Lesen und Schreiben (LRS) und ebenso viele Möglichkeiten, die Lese- und Rechtschreibfähigkeiten zu verbessern.

Im Wesentlichen gibt es zwei Ansätze, Lernschwierigkeiten beim Lesen und Schreiben zu beschreiben. Verbreitet ist die medizinische Sichtweise, die Legasthenie im Sinne einer Krankheit bzw. genetischen oder hirnphysiologischen Störung begreift. Doch sie fokussiert nur auf einen Einzelaspekt der Entstehung von Lernschwierigkeiten, nämlich auf die organischen Voraussetzungen des Kindes. Weitere Faktoren, wie äußere Einflüsse, werden dabei außer Acht gelassen. Die LegaKids Stiftung verfolgt die umfassendere pädagogisch-psychologische Definition von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten. Sie sieht keine „Störung“ des Kindes, sondern eine Störung im Lernprozess. Demnach werden mit LRS Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten von Kindern bezeichnet, deren Ursachen sowohl im Begabungsprofil des Kindes (Dispositionen), seinen körperlichen Voraussetzungen (Hörverarbeitung, Sehverarbeitung) als auch in äußeren Einflussfaktoren (Schule, Elternhaus, soziale Aspekte) bzw. in einem Zusammenspiel all dieser Faktoren liegen können.

Bei der Förderung von Kindern mit LRS gibt es keine medizinische Vorgehensweise, sondern ausschließlich eine pädagogisch-psychologische. Die Kinder benötigen zunächst eine Stärkung ihres Selbstwertgefühls und vor allem die Überzeugung, dass sie sich im Lesen und Schreiben verbessern können. Dann kann mit bewährten Programmen und unterschiedlichen Zugangsweisen (häufig sehr erfolgreich) direkt am Lesen und Schreiben gearbeitet werden, um dem Kind auf individuell angepassten Lernwegen Fortschritte zu ermöglichen. Eine solche lerntherapeutische Förderung ist außerschulisch und teilweise auch direkt in der Schule möglich.

Ergänzend steht das kostenlose Internet-Angebot der LegaKids Stiftung unter www.legakids.net zur Verfügung. Kinder haben dort spielerisch die Möglichkeit, ihre Lese –und Rechtschreibfähigkeiten zu trainieren, egal ob vorbelastet durch LRS oder einfach so: Das Lese- und Rechtschreibmonster LURS ist für alle ein spannender Widersacher, den es zu besiegen gilt. Eltern finden dort ein breit gefächertes Informationsangebot über LRS sowie wertvolle Hinweise und Anlaufstellen zur Verbesserung der Ausgangssituation.

LegaKids.net: LegaKids und alphaPROF sind Projekte der LegaKids Stiftung. Die kostenlose Projekte richtet sich an alle, die Hilfestellung zum Umgang mit Lese-/Rechtschreib-und Rechenschwäche suchen: Für Kinder gibt es bei LegaKids.net interaktive Online-Spiele, Rätsel und Filme, die einen spielerischen Umgang mit Lesen und Lernen vermitteln. Eltern und Lehrkräfte finden bei LegaKids und alphaPROF .de vertiefende Informationen und Tipps zum Umgang mit Lese-Rechtschreib-Unsicherheiten, LRS, Legasthenie oder Rechenschwäche. 2007 wurde LegaKids.net Bundessieger des start-social-Wettbewerbs sowie mit dem Sonderpreis der Bundeskanzlerin ausgezeichnet und erhielt das Pädi-Gütesiegel in der Kategorie Kinder.

Weiterführende Informationen unter www.legakids.net und www.alphaPROF.de :

Hinweis

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<h1>Was ist eigentlich Legasthenie?</h1><h2>Medizinische Definition schränkt Sichtweise ein</h2><br/>