22.07.2011 12:25 Uhr in Entertainment

Brief von Max Bryan an Take That (original und ungekürzt)

(ddp direct) Traurige Geschichte eines obdachlosen Take That-Fans

----- Original Message -----
From: Max Bryan
To: beverly@projektoffice.org
Sent: Wednesday, July 13, 2011 8:41 AM
Subject: Fw: Bitte um Mithilfe

Liebe Beverly,

ich würde gern auf das Take That Konzert am 22. Juli gehen und habe auch schon an den Veranstalter geschrieben aber noch keine Antwort bekommen. Kannst Du mir irgendwie helfen eine Adresse rauszufinden, an wem ich mich noch wenden kann ?

Liebe Grüße
Max Bryan
- Hamburg -
mbryan@***mail.de

Lieber Gary, Lieber Robbie, Lieber Mark, Jason und Howard,

mein Name ist Max Bryan, ich bin 35 Jahre alt und Wissenschaftsautor und lebe zur Zeit ohne Wohnung in Hamburg.

Ich bin ein großer Fan Euer Musik und Eurer Bandgeschichte und die Re-Union Tour ist auch etwas ganz besonders für mich.

Als ich Euer Plakat im März auf einer Werbetafel an den Landungsbrücken sah, fühlte ich mich zurückversetzt in das Jahr 1995, als ich selbst versuchte eine Boygroup zu gründen. Ihr ward damals auf dem Höhepunkt Eurer Karriere und ich wollte sein wie Ihr. Ich hatte sogar eine CD aufgenommen, die aber nie veröffentlicht wurde. Danach habe ich nur noch geschrieben. 15 Jahre Metaphysik, eine Niederschrift zur Ordnung des Seins, bevor ich das vollenden konnte, verlor ich die Wohnung. Der Vermieter wollte das Haus verkaufen (Eigenbedarf) und ich musste raus. Nun lebe ich hier auf der Straße (in Hamburg) und finde keine neue Wohnung und versuche zu erinnern, was ich einmal hatte. Ich habe mich dann beim Supertalent beworben (German Version of „Britains got Talent“), ohne Erfolg. Ich fiel in ein tiefes Loch, habe Monate gebraucht um zu begreifen, dass niemand mich retten wird, dass nur ich selbst mich retten kann. Heute bin ich stolz, das alles hinter mir gelassen zu haben, auch wenn es noch kleinere Dinge gibt, die mich behindern, so wie die Hypochondrie (Pathophobie). Ich habe also Probleme mit der Nähe zu anderen Menschen, kann quasi kaum noch unter Leute gehen. Größere Menschenansammlungen, Gerüche, Huster, Nieser, alles ein einziger Albtraum

Warum ich Euch schreibe:

Seit Jahren schon habe ich diesen Traum, einmal bei einem Take-That-Konzert live mit dabei zu sein. Durch die Krankheit ist das unmöglich geworden, der Leidensdruck wäre nicht auszuhalten, inmitten all der vielen Menschen, wo jederzeit jemand husten oder niesen kann, ich würde „sterben“. Ich könnte es allenfalls in einem isolierten Raum aushalten oder hinter der Bühne, wo niemand neben mir steht, ist das möglich? Könnt Ihr mir das ermöglichen ? Darf ich das Konzert irgendwo live miterleben, ohne viel Kontakt zu anderen Menschen ?

Vielleicht können wir uns ja auch treffen, davor oder danach, ich würde Euch so gern mal live singen hören. Ihr ward die Helden meiner Zeit, ich wollte immer so sein wie Ihr und als ich vor dem Plakat an den Landungsbrücken stand, musste ich weinen, weil ich Robbies graue Haare sah und meine schneeweißen Barthaare gleich daneben, im Spiegelbild der Glasvitrine, neben dem Plakat. Es war der Moment, als mir klar wurde, wie viel Zeit schon vergangen ist, seit damals, welche Träume ich hatte und was daraus wurde.

Ich würde so gern auf Euer Konzert kommen. Könnt Ihr mir helfen?

Max Bryan
- Hamburg -
mbryan@***mail.de

„Musik war meine erste Liebe“
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