Pressemitteilung

01.07.2010 08:00 Uhr in Energie und Verbraucherthemen

Den Blitz abblitzen lassen: Blitz- und Überspannungsschutz bewahrt vor teuren Schäden

(ddp direct) „Podolski hat den Ball, der Torraum ist frei, er schießt!...“ – Zapp – statt Torjubel zu zeigen, bleibt der Fernseher schwarz. Der Albtraum für jeden Fußballfan, der während der Weltmeisterschaft ein spannendes Spiel zuhause vor dem Bildschirm verfolgen wollte. Wenn es während des Spiels gewittert und der Blitz einschlägt, kann er in einem Umkreis von bis zu zwei Kilometern Fernseher und andere elektronische Geräte wie Kühlschrank oder Computer lahm legen. Die enorme Energie des Blitzes dringt über die Leitungen ins Haus ein und verursacht dort extreme Überspannungen. Die Zahl der Überspannungsschäden an elektrischen Anlagen im Haus wird oft unterschätzt. Etwa 2,5 Millionen Blitze schlagen in Deutschland jährlich ein – Tendenz steigend. „Wer sich hier allein auf den Blitzableiter verlässt, handelt leichtsinnig“, so Hartmut Zander von der Initiative ELEKTRO+ in Berlin. „Der Blitzableiter schützt zwar das Haus selbst bei direktem Einschlag vor Schäden, jedoch nicht automatisch auch die elektronischen Geräte.“

In den vergangenen fünf Jahren mussten die deutschen Versicherer rund eine Milliarde Euro für Überspannungsschäden zahlen, allein 2007 registrierte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft rund 450.000 Fälle. Allerdings regulieren die Versicherer heute nicht mehr so selbstverständlich wie früher – bei neueren Hausratsversicherungsverträgen ist die Absicherung gegen Blitzschäden oft nur über eine kostenpflichtige Zusatzvereinbarung möglich. Hausbesitzer und Wohnungseigentümer sollten sich daher gegen Überspannungsschäden rüsten – neben dem Blitzableiter sollte der innere Blitzschutz Standard werden. Die Installation ist schnell geschehen und kostet vergleichsweise wenig: Verhindert die Einrichtung nur ein Mal einen Elektronikschaden, hat sich die Investition schon gerechnet.

Der Überspannungsschutz hilft gefährlich hohe Spannungen in der Hausinstal-lation zu vermeiden. Dies geschieht durch drei hintereinander geschaltete Schutzeinrichtungen, die die einfließenden Überspannungen auf ein niedrigeres Niveau heruntersetzen. Die Gefahr selbst für empfindliche elektronische Geräte ist so gebannt. Dieses dreistufige System setzt sich aus dem Blitzstromableiter, einer Überspannungsschutzeinrichtung im Stromkreisverteiler und einem Endgeräteschutz zusammen, der direkt vor empfindliche Geräte geschaltet wird. Teure Geräte wie Fernseher oder Computer sind so bei direkten und indirekten Blitzeinschlägen gesichert.

Bei der Installation sollte unbedingt ein Elektro-Fachmann eingebunden werden, der den dreistufigen Überspannungsschutz angepasst auf die vorhandene Elektroinstallation einbauen kann. Die betragen für ein Einfamilienhaus etwa 1.000, für Wohnungen rund 500 Euro.

 
Sommerzeit ist Gewitterzeit: Blitz- und Überspannungsschutz bewahrt vor teuren Schäden (Video)

Sommerzeit ist Gewitterzeit: Blitz- und Überspannungsschutz bewahrt vor teuren Schäden

Ein Blitzeinschlag kann in einem Umkreis von bis zu zwei Kilometern Fernseher und andere elektronische Geräte wie Kühlschrank, Computer oder Küchengeräte lahm legen. Die enorme an ...

Initiative Elektro+

Bauherren und Modernisierer für die Notwendigkeit einer Mindestausstattung in der Elektroinstallation zu sensibilisieren ist das Anliegen der Initiative Elektro+. Im Fokus stehen Themenfelder wie Sicherheit, Wohnkomfort und Energieeffizienz. Die Initiative vereint die Fachkompetenz führender Markenhersteller und Verbände der Elektrobranche: ABB, Striebel & John, Albrecht Jung, Busch-Jaeger Elektro, Dehn, Döpke, Hager Tehalit, Fränkische Rohrwerke, Gira, Moeller, OBO Bettermann, Siemens, Theben sowie die HEA–Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung und den ZVEI (Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie). Seit dem Markteintritt vor fünf Jahren hat sich Elektro+ erfolgreich als eine der ersten Adressen für herstellerneutrale Informationen rund um eine zukunftssichere Elektroinstallation etablieren können.
Bauherren und Modernisierer können sich in den Broschüren „Raumplaner“ und „Modernisierungsratgeber“ über alle Fragen einer zeitgemäßen Elektroinstallation informieren. Alle Materialien sind auch im Internet unter www.elektro-plus.com als kostenloser Download erhältlich. Mit dem „Online-Ausstattungscheck“ können sie in wenigen Minuten das Leistungsniveau ihrer Elektroanlage überprüfen. Eine praktische Hilfe für die Elektroausstattung in neu zu gestaltenden Räumen ist das interaktive Planungsprogramm „Raumplaner online“.