Pressemitteilung

18.04.2011 09:00 Uhr in Gesundheit und Politik

Zu der vom Bundesrat verabschiedeten Änderung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung, die Schmerzkranke in Pflegeheimen benachteiligt, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, in Berlin:

(Mynewsdesk) „Es ist bedauerlich, dass sich der Bundesrat, obwohl deren Gesundheitsausschuss dies gefordert hat, nicht zu einer Erweiterung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung durchringen konnte. Die Lösung greift eindeutig zu kurz. Zwar ist zu begrüßen, dass damit den 23.000 Patienten in den wenigen 165 bestehenden Hospizen ein patientenunabhängiger Schmerzmittelvorrat zur Verfügung steht. Es fehlt jedoch für die direkt betroffenen 300.000 Patienten in rund 11.000 Pflegeheimen weiterhin eine gleichlautende Regelung, die eine unabhängige Bevorratung von hochwirksamen Schmerzmitteln für den Notfall ermöglicht. Es kann nicht sein, dass den Pflegebedürftigen in den Heimen, die schon heute kein Recht haben, in ein stationäres Hospiz aufgenommen zu werden, auch noch der gleichwertige Zugang zur Schmerzversorgung vorenthalten wird. Schwerstkranke brauchen sowohl in den Pflegeheimen als auch in Hospizen gleiche Verhältnisse. Es darf bei der Schmerztherapie keine Zweiklassengesellschaft geben.“


Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung ist die Sprecherin der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55.000 Mitgliedern und Förderern und unterhält das bundesweit einzigartige Patientenschutztelefon sowie die Schiedsstelle Patientenverfügung.

<h1>Zu der vom Bundesrat verabschiedeten Änderung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung, die Schmerzkranke in Pflegeheimen benachteiligt, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, in Berlin:</h1>
 
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