Pressemitteilung

01.02.2012 12:10 Uhr in Gesundheit

Boehringer Ingelheim und Lilly haben Stellungnahme zur Dossierbewertung von Linagliptin (Trajenta®) abgegeben

Ingelheim und Bad Homburg, 1. Februar 2012 – Boehringer Ingelheim und Lilly, Partner in einer weltweiten Diabetes-Allianz, haben ihre Stellungnahme zur frühen Nutzenbewertung von Linagliptin an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) abgegeben.

(ddp direct) Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 2. Januar 2012 seine Nutzenbewertung zu Linagliptin veröffentlicht. Die Dossierbewertung des Instituts beruht dabei auf rein formalen Gründen. Aufgrund der Wahl einer anderen Vergleichssubstanz im eingereichten Dossier führte das Institut keine Bewertung durch. Die Dossierbewertung ist demzufolge ohne datenbasierte, medizinische Bewertung erfolgt und lässt keinen Rückschluss auf den Stellenwert oder die Wirksamkeit von Linagliptin zu.
Dr. Engelbert Günster, Landesleiter Deutschland, Boehringer Ingelheim

"Die breite wissenschaftliche Datenlage zu Linagliptin hat zu schnellen Zulassungen geführt, zum Beispiel in den USA, Japan und Europa", betont Dr. Engelbert Günster, Landesleiter Deutschland, Boehringer Ingelheim. "Linagliptin erfährt in den Ländern, in denen es verfügbar ist, eine breite Akzeptanz bei Ärzten und Patienten. Daher wollen wir nach wie vor auch den Patienten in Deutschland schnellstmöglich den Zugang zu diesem innovativen Medikament ermöglichen."

Boehringer Ingelheim hat den DPP-4-Inhibitor Linagliptin in seinem Dossier mit einer anderen Substanz (Sitagliptin) derselben Wirkstoffklasse verglichen. Dies ist ein Verfahren, das im internationalen Kontext angewandt wird und auf dem internationalen Standard der Wissenschaft basiert. Hiervon soll nun in Deutschland abgewichen werden. Mit der vorab gegebenen, unverbindlichen Empfehlung des G-BA, der Sulfonylharnstoffe und Humaninsulin als Vergleichstherapien benannt hatte, sind Boehringer Ingelheim und Lilly nicht einverstanden und haben dies, wie im Verfahren ausdrücklich vorgesehen, entsprechend begründet.

"Hier werden unserer Meinung nach Äpfel mit Birnen verglichen. In Ländern, in denen es wie in Deutschland eine Nutzenbewertung gibt, ist Linagliptin mit anderen zugelassenen Substanzen aus derselben Klasse – den DPP-4-Hemmern – verglichen worden. Und auch der Preis orientiert sich dort an dieser Wirkstoffgruppe", sagt Dr. Engelbert Günster.

In Deutschland haben rund 6,8 Millionen Menschen einen Typ-2-Diabetes, 67 Prozent von ihnen darüber hinaus ein erhöhtes Risiko für eine abnehmende Nierenfunktion. Eine gute Blutzuckereinstellung unabhängig vom Grad der Nieren- und/oder Leberfunktion mit einem einfach anwendbaren Medikament stellt bisher eine therapeutische Lücke dar. Linagliptin ist hier bei bestimmten erwachsenen Patienten eine therapeutische Option, denn selbst bei Patienten mit Nieren- und/oder Leberproblemen kann der DPP-4-Inhibitor ohne Dosisanpassung gegeben werden. Linagliptin ist wie andere DPP4-Inhibitoren insbesondere für Patienten vorteilhaft, die hypoglykämiegefährdet oder stark übergewichtig sind, da kein substanzeigenes Hypoglykämierisiko besteht und keine Gewichtszunahme erfolgt.* Der klinische Nutzen von Linagliptin hat sich in großen internationalen Studien gezeigt.

Als nächster Schritt steht am 7. Februar eine Anhörung beim G-BA an. Bis Ende März wird dann die Entscheidung des G-BA erwartet, der sich die Verhandlungen über den Erstattungsbetrag mit dem GKV-Spitzenverband anschließen.

Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company
Im Januar 2011 gaben Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company ihre Zusammenarbeit in der Diabetesversorgung bekannt, die sich auf vier Wirkstoffe in der Entwicklungs-Pipeline konzentriert, die verschiedenen vielversprechenden Substanzklassen angehören. In dieser Allianz lassen sich die Stärken der beiden Unternehmen als zwei der weltweit führenden pharmazeutischen Unternehmen durch Kombination der soliden Erfolgsbilanz bei forschungsgeleiteten Innovationen von Boehringer Ingelheim und der innovativen Forschung, Erfahrung und Vorreiterrolle von Lilly auf dem Diabetessektor gezielt einsetzen. Durch diese Zusammenarbeit verdeutlichen die beiden Unternehmen ihr erklärtes Ziel, die Angebotspalette für Menschen mit Diabetes zu erweitern und sich gemeinsam auf die Bedürfnisse der Patienten zu konzentrieren. Weitere Informationen zu dieser Allianz erhalten Sie unter www.boehringer-ingelheim.com oder www.lilly.com.

Boehringer Ingelheim
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 145 verbundenen Unternehmen vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 42.000 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Produkte mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.

Für Boehringer Ingelheim ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Dazu zählt das weltweite Engagement in sozialen Projekten ebenso wie der sorgsame Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Respekt, Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bilden dabei die Basis des Miteinanders. Bei allen Aktivitäten des Unternehmens stehen zudem der Schutz und Erhalt der Umwelt im Fokus.

Im Jahr 2010 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Gesamterlöse von rund 12,6 Mrd. Euro. Fast 24 Prozent der Umsätze aus dem größten Segment verschreibungspflichtige Arzneimittel investierte das Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.

Über Lilly
Eli Lilly and Company ist eines der weltweit führenden pharmazeutischen Unternehmen und setzt auf Forschung und Innovation. Die Kernbereiche des Unternehmens sind Endokrinologie, Onkologie, Psychiatrie/Neurologie, Urologie, Kardiologie und Intensivmedizin. In eigenen Forschungszentren und in Zusammenarbeit mit internationalen Forschungsorganisationen entwickelt Lilly neue Behandlungsansätze und Technologien, die dazu beitragen, die Gesundheit und Lebensqualität von Patienten zu verbessern. Dank intensiver wissenschaftlicher Forschung gehören die meisten Lilly-Medikamente zu den führenden ihrer Klasse. Eli Lilly and Company hat seinen Hauptsitz in Indianapolis, USA, und beschäftigt weltweit rund 40.000 Mitarbeiter in 143 Ländern. In Deutschland ist Lilly seit 1960 vertreten und beschäftigt heute etwa 1.000 Mitarbeiter.
Lilly gibt Antworten – in Form von Arzneimitteln, Informationen und Aufklärung – auf einige der dringlichsten Fragen in der Medizin.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.lilly-pharma.de oder www.lilly-diabetes.de.

* Wenn Diät und Bewegung allein zur Blutzuckerkontrolle nicht ausreichen, ist Linagliptin zugelassen als Monotherapie für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes, für die Metformin wegen Unverträglichkeit ungeeignet oder aufgrund einer Nierenfunktionsstörung kontraindiziert ist, sowie in Kombination mit Metformin oder in Kombination mit Metformin plus Sulfonylharnstoff.