Pressemitteilung

05.12.2017 10:39 Uhr in Gesundheit

Kinderkrankheiten – Kinder bereits vor dem Kita-Eintritt schützen

Kita-Leiterin Monika Klix über Schutz im Alltag mit Kindern


(Mynewsdesk) Kinderkrankheiten wie Masern oder Windpocken kommen weltweit vor und sind hochansteckend. Vor allem Kindergarten- und Schulkinder sind gefährdet, sich mit den Viren anzustecken. Am häufigsten erkranken laut Robert Koch-Institut* Kinder unter neun Jahren an Windpocken. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, alle Kinder ab dem vollendeten 11. Lebensmonat gegen Kinderkrankheiten wie Masern und Windpocken zu impfen. Für den vollständigen Impfschutz sind zwei Impfdosen nötig. Gerade die Windpocken-Impfung wird aber nicht immer wahrgenommen. Im Interview erklärt Kita-Leiterin Monika Klix, warum Kleinkinder in Gemeinschaftseinrichtungen unbedingt vor einer Windpocken-Infektion geschützt werden sollten.


Frau Klix, Sie leiten nun seit 19 Jahren eine Kita. Wie hat sich die Zahl der Windpocken-Infektionen an Ihrer Einrichtung entwickelt?

Vor der Impfempfehlung durch die STIKO hatten wir viele Fälle von Windpocken in unserer Einrichtung. Ein krankes Kind konnte schnell einen Großteil der Gruppe anstecken. Häufig verbreiteten sich die Windpocken dann auch auf die größeren oder gar kleineren Geschwisterkinder, so dass es zu regelrechten Ausbrüchen kam. Mit Umsetzung der Impfempfehlung sind die Fälle deutlich zurückgegangen. In unserer Kita gibt es zum Glück eine hohe Durchimpfungsrate bei den Kindern und dadurch sehr wenige Windpocken-Ausbrüche. Darüber sind wir sehr froh. Ich weiß aber von anderen Einrichtungen, dass die Zahlen in den letzten zwei Jahren wieder ansteigen, weil Eltern die Erkrankung nicht ernst nehmen und nicht impfen.

Warum sind vor allem Kita-Kinder gefährdet?

Überall dort, wo sich viele Kinder auf relativ engem Raum aufhalten, lauern auch die typischen Krankheitserreger. Wie der Name schon sagt, werden die „Windpocken“ mit dem Wind übertragen, also sehr schnell beim Atmen, Husten, Niesen oder Sprechen. Fast jeder Kontakt eines ungeschützten Kindes mit einem infizierten Kind führt zu einer Ansteckung. Dies ist unvermeidbar. Auch durch Spielzeug, auf denen Viren und Bakterien haften bleiben, können sich Kinder anstecken.

Seit 2015 müssen Eltern beim Kita-Eintritt der Kinder eine Impfberatung beim Arzt vorweisen. Wie funktioniert die Umsetzung in der Praxis?

Die Eltern müssen einen schriftlichen Nachweis über die Impfberatung vorzeigen. Dazu gibt es ein Formblatt beim Kinderarzt. Es gibt allerdings für Kitas bisher keine einheitliche Regelung für Eltern, die diese Impfberatung versäumt haben. Hier entscheidet jede Kita selbst über das weitere Verfahren. In unserer Kita lassen wir uns zusätzlich das Untersuchungsheft zeigen. Den Impfstatus der Kinder überprüfen wir nicht gesondert. Anders als bei unseren Mitarbeitern. Die müssen alle zur Sicherheit der Kinder über einen aktiven Schutz verfügen.

Der Nachweis der Impfberatung wurde ja kontrovers diskutiert. Wie stehen Sie dazu?

Grundsätzlich liegt mir als Leiterin einer Kita das Wohl der Kinder am Herzen. Da Impfungen zum Schutz aller Kinder beitragen und durch viele geimpfte Kinder Krankheitsausbrüche verhindert werden können, halte ich sie für wichtig. Als Kita-Leitung wünsche ich mir, dass alle Kinder die empfohlenen Impfungen haben. Für Eltern, die vor dem Eintritt des Kindes in eine Kita vielleicht aus Unachtsamkeit oder Unwissenheit nicht alle Impfungen durchgeführt haben, halte ich eine verpflichtende Impfberatung für sinnvoll. Der Nachweis über eine Impfberatung sagt uns Mitarbeitern aber noch nicht, ob das Kind auch tatsächlich alle Impfungen erhalten hat. Da hoffen und vertrauen wir auf die Vernunft der Eltern.

Wie kann man die Kinder im Kita-Alltag noch schützen?

Da unsere Kinder gegen Infektionskrankheiten geimpft sind, hilft das, die Übertragung von Infektionskrankheiten in der Kita einzudämmen. Wir gehen außerdem mit den Kleinen regelmäßig nach draußen und lüften unsere Räumlichkeiten gut durch. Zudem ist es wichtig, auf Hygiene bei den Spielsachen und in den Waschräumen zu achten.

Worauf sollten Eltern vor Kita-Eintritt achten?

Besonders Eltern von jungen Kindern sollten sich frühzeitig von ihrem Arzt über verfügbare Schutzmöglichkeiten informieren. Bei Kleinkindern muss sich das Immunsystem noch aufbauen. Sie sind daher besonders anfällig für Krankheiten. Daher sollten Eltern die zeitgerechten Impftermine gut im Blick haben. Viele Eltern wollen ihre Kinder impfen lassen, versäumen aber Termine oder wollen nicht impfen lassen, beispielsweise weil das Kind gerade krank ist. Impftermine sollten unbedingt nachgeholt werden. Nur so sind die Kleinen bestens für die Kita vorbereitet.

Quelle:
* Robert Koch-Institut: Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2016:
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Jahrbuch/Jahrbuch_2016.pdf?__blob=publicationFile

DE/PRIT/0028/17a; 11/17

GlaxoSmithKline

GlaxoSmithKline – eines der weltweit führenden forschenden Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen – engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktives, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen. In Deutschland gehört GSK zu den wichtigsten Anbietern medizinischer Produkte und engagiert sich darüber hinaus in vielfältigen sozialen Projekten: So unterstützen wir „wellcome – für das Abenteuer Familie“, den „Verein zur Förderung kranker Kinder und Jugendlicher der Staatlichen Schule für Kranke München e.V.“ und „Plan International“. Zudem stellt GSK seine MitarbeiterInnen einen Tag im Jahr am so genannten „OrangeDay“ frei, um in sozialen Einrichtungen mitzuhelfen.

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