Pressemitteilung

19.07.2011 10:55 Uhr in Gesundheit und Wissenschaft

Multimodale Schmerztherapie: Chronischer Schmerz, lass nach!

Park-Krankenhaus Leipzig führt multimodale Schmerztherapie ein – interdisziplinärer Behandlungsansatz für chronische Schmerzpatienten


(Mynewsdesk) In der Regel sind Schmerzen unangenehme Begleiterscheinungen einer spezifischen Erkrankung. Doch was tun, wenn Schmerzen chronisch und damit zum eigentlichen Problem werden? Das Park-Krankenhaus Leipzig hat soeben sein Leistungsspektrum um die so genannte „multimodale Schmerztherapie“ erweitert. Das neue Behandlungsangebot richtet sich speziell an Patienten, die von chronischen, also dauerhaften Schmerzen betroffen sind.

Die multimodale Schmerztherapie am Park-Krankenhaus verfolgt einen fachübergreifenden und ganzheitlichen Therapieansatz. Im Behandlungsteam arbeiten Schmerztherapeuten und Psychologen Hand in Hand mit Physio- und Ergotherapeuten, um den Ursachen chronischer Schmerzzustände auf den Grund zu gehen. Ein wichtiger Bestandteil dieses interdisziplinären Teams ist die „Schmerzschwester“ („Pain Nurse“), die über eine spezielle schmerztherapeutisch-pflegerische Ausbildung verfügt.

Vorerst sechs chronische Schmerzpatienten können zeitgleich im Park-Krankenhaus behandelt werden. Dazu zählen u. a. Patienten, die unter dauerhaften Rückenschmerzen, Schmerzen des Bewegungsapparates, Kopfschmerzen oder an schweren rheumatischen Erkrankungen (z. B. Fibromyalgie) leiden.

Mit chronischen Schmerzen leben lernen

Und so funktioniert die multimodale Schmerztherapie: Vor der stationären Aufnahme erfolgt ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem die vorliegenden Befunde gesichtet und die weiteren Optionen sowie mögliche Ausschlusskriterien erörtert werden. Die ersten drei Tage in der Klinik durchläuft der Patient ein „Assessment“, in dem Art und Umfang der individuell abgestimmten Therapie durch das interdisziplinäre Behandlungsteam festgelegt wird. Die eigentliche stationär durchgeführte multimodale Schmerztherapie erstreckt sich über insgesamt zwölf Tage. Die Behandlungsziele sind vielfältig: Neben einer deutlichen Reduzierung der Schmerzen und der damit verbundenen Verbesserung der Lebensqualität soll der Patient auch in die Lage versetzt werden, die bleibenden Schmerzen besser zu kontrollieren. Zudem soll er motiviert werden, langfristig aktiv zu bleiben und die erlernten Techniken im Alltag fortzuführen.

Organisatorisch findet die multimodale Schmerztherapie in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin ihre Heimat, die mit Start dieses neuen Angebots umbenannt wird und fortan als Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie firmiert. „Mit der multimodalen Schmerztherapie unterbreiten wir chronischen Schmerzpatienten aus Leipzig und der Region ein Behandlungsangebot, das ihre persönliche Lebens- und Leidens-Situation ernst nimmt“, sagt Dr. med. Herbert Kiefer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des Leipziger Park-Krankenhauses. „Wenn es gelingt, im Rahmen dieser stationären Therapie zur Wurzel des chronischen Schmerzes vorzustoßen, ist viel erreicht. Auch wenn eine vollständige Heilung in der Regel nicht realistisch ist, so bleibt für den Patienten die Aussicht auf eine nachhaltige Linderung der Schmerzzustände.“

Durch diese Erweiterung des Leistungsspektrums profitiert insbesondere die Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie des Orthopädisch-Traumatologischen Zentrums, die nun auch über einen konservativen Behandlungsansatz verfügt. Übrigens wird der bisherige Abteilungsleiter der Wirbelsäulenchirurgie, Oberarzt Dr. med. Jörg Silbermann, im Jahresverlauf als frisch gekürter Chefarzt nach Gera wechseln. Um die frei werdende Position unmittelbar neu besetzen zu können, befindet sich das Park-Krankenhaus bereits mit geeigneten Kandidaten im Gespräch.

Neben der multimodalen Schmerztherapie bietet das Park-Krankenhaus seit jeher auch eine allgemeine Schmerztherapie für alle stationären Patienten an. Auch hier sind speziell geschulte Schwestern im Einsatz, um akut auftretende starke Schmerzen – etwa unmittelbar nach einer größeren Operation – wirksam zu lindern.

Über das Park-Krankenhaus Leipzig:

Das Park-Krankenhaus Leipzig ist ein Akut-Krankenhaus mit 615 voll- und teilstationären Betten. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Herzzentrum und der Soteria Klinik im Leipziger Südosten gelegen, verfügt das Park-Krankenhaus über drei somatische Behandlungszentren und zwei psychiatrische Kliniken. Schwerpunkte der Somatischen Kliniken sind das Orthopädisch-Traumatologische Zentrum, das Zentrum für Gefäßmedizin mit den Fachdisziplinen Angiologie und Gefäßchirurgie sowie das Bauch- und Thoraxzentrum mit den Fachdisziplinen Gastroenterologie, Pneumologie sowie Allgemeine und Viszeralchirurgie. Das Park-Krankenhaus Leipzig ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig und gehört seit 1999 zur RHÖN-KLINIKUM AG. Im Jahr 2010 wurden rund 16.000 ambulante und mehr als 15.000 stationäre bzw. teilstationäre Behandlungen durchgeführt. http://www.parkkrankenhaus-leipzig.de/

Weitere Informationen:

Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
Chefarzt Dr. med. Herbert Kiefer
Tel.: 0341 864 22 49
E-Mail: herbert.kiefer@parkkrankenhaus-leipzig.de

Park-Krankenhaus Leipzig
Alexander Friebel
Unternehmenskommunikation
Strümpellstraße 41, 04289 Leipzig
Telefon: 0341 864-2102
E-Mail: alexander.friebel@parkkrankenhaus-leipzig.de

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