Pressemitteilung

01.12.2014 10:03 Uhr in Gesundheit und Sozialpolitik

PVS Baden-Württemberg: Jahresrückblick 2014

(Mynewsdesk) Ein spannendes Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu. Auch in diesem Jahr gab es für Mediziner und Patienten viele Veränderungen im Gesundheitswesen. Die PVS-BW als Gemeinschaftseinrichtung von Ärzten für Ärzte hat diese Änderungen verfolgt, zeitnah informiert und die Interessen von Arzt und Patient gegenüber der Politik sowie anderen Interessengruppen vertreten. Das Gesundheitswesen 2014 – ein Rückblick auf die Entwicklungen.

2014 ist es ruhig geworden um den „Zankapfel“ Bürgerversicherung, der noch Ende 2013 in den Sondierungsgesprächen der Koalitionspartner für Unruhe gesorgt hatte. Mit Inkrafttreten des Koalitionsvertrages zwischen den neuen Regierungsparteien CDU/CSU und SPD wurde die politische Diskussion mit neuen Themen besetzt. Um allen Versicherten gleichermaßen und jederzeit eine gute Versorgung auf hohem Niveau zu sichern, sollen beispielsweise die Leistungen der Pflegeversicherung ausgeweitet und die Bedürfnissen pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen besser berücksichtigt werden. Das Bekenntnis der Koalition zur Freiberuflichkeit in der ambulanten ärztlichen Versorgung stärkt die Diagnose- und Therapiefreiheit, die freie Arztwahl und nicht zuletzt auch die Privatabrechnung. Zwar gab es im Koalitionsvertrag keine Aussage zur grundsätzlichen Novellierung der GOÄ, aber sie blieb als eigenständige Gebührenordnung für die Privatversicherten unangetastet. Die Schaffung eines einheitlichen Versorgungs- und Vergütungssystems unter staatlicher Kuratel ist mit der neuen Bundesregierung zumindest für die nächsten vier Jahre wieder in weite Ferne gerückt. 

GOÄ-Reform schreitet voran
Aufgrund der fehlenden Signale aus der Politik sahen sich die Akteure im Gesundheitswesen nun selbst in der Pflicht, die privatärztliche Gebührenordnung aktiv voranzutreiben: Bundesärztekammer und PKV-Verband haben Ende letzten Jahres eine Vereinbarung zur Novellierung der GOÄ beschlossen und wollen bis Ende 2014 ihren gemeinsamen Entwurf vorlegen, auf dessen Basis Gesundheitsminister Gröhe das Novellierungsverfahren der Rechtsverordnung einleiten kann. Die neue GOÄ soll eine transparente und angemessene Vergütung ärztlicher Leistungen ermöglichen, die Privatliquidation vereinfachen und sogar als Referenz für andere Abrechnungssysteme dienen. Da die GOÄ zuletzt 1982 aktualisiert wurde und wichtige Bereiche nicht dem medizinischen Fortschritt entsprechen, werden die ärztlichen Leistungen auf Basis der aktuellen Kostensituation neu bewertet. Wirft man einen Blick in die Vereinbarung, so liest man vertraute Begriffe wie Einzelleistungsvergütung und Zielleistungsprinzip. Das bewährte Fundament und die Grundmauern des „alten Hauses GOÄ“ bleiben stehen, aber die einzelnen Bereiche werden sozusagen „kernsaniert“.

Das Jahr 2014 für die PVS Baden-Württemberg e.V.
Grund zum Feiern bot 2014 das 90jährige Jubiläum der PVS Baden-Württemberg. 1924 wurde sie als „Ärztliche Verrechnungsstelle Stuttgart“ von Dr. med. Dörfler, dem damaligen 1. Vorsitzenden des Württembergischen Ärzteverbandes, ins Leben gerufen. Das Ziel des Vereins war es, „den Ärzten rasch und mühelos ein zeit- und standesgemäßes Honorar zu verschaffen, ohne dabei das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient zu stören.“ Denn die Ärzte erhielten von ihren Patienten bedingt durch die starke Inflation nach dem 1. Weltkrieg, meist nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Honoraranspruchs. Der Pionier der Abrechnung vereint heute Tradition mit Innovation und unterstützt seine Mitglieder nicht nur mit einem umfassenden Service rund um die Privatliquidation, sondern auch durch ein breites Weiterbildungsangebot sowie Agenturleistungen zum Praxismarketing.

Der Mitgliederstamm der PVS-BW konnte auch 2014 weiter ausgebaut und das Abrechnungsvolumen gesteigert werden. Mehrkosten durch gestiegene Porto-, Rohstoff- und Energiekosten wurden dadurch abgefangen. Eine wichtige Neuerung bedeutet die Einführung einer GOÄ-Stabsstelle zur Qualitätssicherung in der Abrechnung und zur Sicherung und Steigerung der Qualität bei der internen Abrechnung.
Durch dieses Maßnahmenbündel kann die PVS-BW weiterhin erfolgreich am Markt agieren und die abrechnenden Ärzte und Kliniken in ihrem bürokratischen Aufwand entlasten – getreu dem Motto „Von Ärzten für Ärzten“.

Was bringt 2015 für die PVS-BW und ihre Mitglieder?
Die neue Geschäftsführung hat sich zum erklärten Ziel gesetzt, die Prozesse, Strukturen sowie die Qualität weiter zu verbessern. Dipl-Kfm. Heinrich H. Grüter und Dr. Tim Arenz bringen fundierte Branchenerfahrung mit und werden in 2015 gemeinsam mit dem bewährten Team am Standort Stuttgart-Degerloch den Mehrwert für die Mitglieder ausbauen und ihnen weitere Freiräume für die Patientenversorgung schaffen. Auf dem Plan für 2015 steht weiterhin der Ausbau des Agenturangebots unserer Tochtergesellschaft, der PVS-Service GmbH, im Bereich der Grafikleistungen und Homepage-Entwicklung für Ärzte.

PVS-Akademie im Aufwind
Die Akademie der PVS-BW blickt ebenfalls auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Mehr als 1000 Teilnehmer besuchten die Seminare, über 100 davon profitierten von einer Inhouse-Schulung zur GOÄ-Abrechnung, um auch für komplexe Abrechnungsfälle durch Spezialwissen gewappnet zu sein und die Liquidation durch die PVS bestmöglich vorzubereiten. Hierbei sind die Speziallisten der PVS-Akademie direkt in der Klinik vor Ort und können auch auf individuelle Fragen eingehen.
Die PVS-Akademie hat sich in der Branche der Weiterbildungen im Gesundheitswesen mittlerweile zu einer anerkannten Informationsplattform entwickelt, die nicht nur GOÄ-Abrechnungsseminare anbietet, sondern vor allem wichtige Themen wie Datenschutz, Praxismanagement oder Personalführung bedient. Auch 2015 planen Andreas Keipert und sein Team weitere neue und spannende Seminare.




Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im PVS Baden-Württemberg e.V..

PVS Baden-W?rttemberg e.V.

Die Privatärztliche Verrechnungsstelle PVS Baden-Württemberg e.V. organisiert für ihre Mitglieder, das sind niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser, die Abrechnung privatärztlicher Leistungen mit den Patienten. Darüber hinaus unterstützt sie ihre Mitglieder bei Verwaltungsaufgaben rund um die ärztliche Praxis und vermittelt über ihre Akademie das nötige Wissen.

Die Akademie der Privatärztlichen Verrechnungsstelle (PVS) Baden-Württemberg in Stuttgart-Degerloch bietet für Klinikärzte, niedergelassene Ärzte und für Mitarbeiter in medizinischen Berufen Seminare zu medizinischen Themen, zu Abrechnungsfragen und zur Praxisorganisation. Die Veranstaltungsreihe der Akademiegesprächsabende greift aktuellen Themen aus dem Gesundheitswesen auf. Namhafte Experten vermitteln hier Fachwissen und stellen sich den Fragen der Teilnehmer.

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