Pressemitteilung

01.12.2010 16:30 Uhr in Gesundheit

therapie Leipzig: Mit modernen Mitteln gegen den Schmerz

2. Symposium der Physikalischen Therapie und Rehabilitation des Universitätsklinikums Leipzig: Schmerz - mehrdimensional denken und handeln


(Mynewsdesk) Rund fünf Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Dauerschmerzen. Deren Ursachen sind sehr komplex und erfordern interdisziplinäre Behandlungskonzepte. Die vielfältigen Optionen einer ganzheitlichen Schmerztherapie stehen deshalb im Mittelpunkt des 2. Symposiums der Physikalischen Therapie und Rehabilitation. Die Veranstaltung unter dem Titel "Schmerz - mehrdimensional denken und handeln" wird von der Stabsstelle Physikalische Therapie und Rehabilitation des Universitätsklinikums Leipzig am 12. März 2011 im Rahmen der therapie Leipzig organisiert (9.00 bis 14.15 Uhr). Das Symposium ist mit sechs Fortbildungspunkten der Kategorie A durch die sächsische Landesärztekammer zertifiziert und ergänzt das hochkarätige Fachprogramm der therapie Leipzig vom 10. bis 12. März 2011.

"Das Symposium beleuchtet den hohen Aufwand an Diagnostik und Therapie von Schmerzpatienten aus ärztlichem und therapeutischem Blickwinkel. Ebenso wird die Sichtweise des Qualitätsmanagements und Medizincontrollings dargestellt", erklärt Dr. Claudia Winkelmann, Leiterin der Stabsstelle Physikalische Therapie und Rehabilitation des Universitätsklinikums Leipzig. Die Fachveranstaltung werde sowohl verschiedene Therapeutengruppen wie Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten ansprechen als auch Ärzte, die Schmerzpatienten betreuen. "Das Zusammengehen mit Deutschlands bedeutendster Fachmesse mit Kongress für Therapeuten und Ärzte garantiert eine einzigartige Symbiose von wissenschaftlicher Theorie, fachpraktischer Ausstellung und Erprobung", so Dr. Winkelmann.

"Ganzheitliche Diagnostik und Therapie sind Schlagworte, die insbesondere beim Umgang mit Schmerzpatienten von allen Beteiligten 'gelebt' werden sollten", betont Dr. Winkelmann. "Das Symposium ermöglicht die Information über das eigene Fachgebiet hinaus und unterstützt damit diesen Anspruch."

Dauerschmerz mit körperlichen und seelischen Ursachen

Chronische Schmerzen können die Psyche beeinflussen, die Lebensqualität enorm verschlechtern und das soziale sowie berufliche Umfeld beeinträchtigen. Eine körperliche Ursache kann oft nicht mehr eindeutig gefunden oder vollständig behoben werden - die Schmerzen haben ihre ursprüngliche Warnfunktion verloren und sich zur eigenständigen Krankheit verselbstständigt. Der große Leidensdruck und oft Jahre lange erfolglose Therapien enttäuschen die Betroffenen, wecken Misstrauen gegenüber der Medizin. "Heute wissen wir, dass vielschichtige bio-psycho-soziale Prozesse an der Entstehung chronischer Schmerzen beteiligt sind", erläutert Dr. Winkelmann. "Oft sind medizinische Befunde wie Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule zu finden, zusätzlich spielen aber seelische Vorgänge eine Rolle. Sie beeinflussen Schmerzerleben und Chronifizierung. Deshalb lässt sich die chronische Schmerzkrankheit mit isolierten Behandlungen meist nur unzureichend therapieren. Orthopäden, Physiotherapeuten, Psychologen und Schmerztherapeuten sollten die Patienten gemeinsam behandeln."

Hintergrund therapie Leipzig Die therapie Leipzig ist Deutschlands bedeutendste interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung für Physio- und Ergotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister, Ärzte, Logopäden sowie Sporttherapeuten und kooperiert mit 17 Berufsverbänden. Sie fand 2003 erstmals als eigenständige Kongressmesse statt und war 2009 mit 1.830 Kongressteilnehmern sowie 10.200 Fachbesuchern die größte Fachmesse mit Kongress der Branche. Zur fünften Ausgabe der therapie Leipzig vom 10. bis 12. März 2011 werden mehr als 250 Aussteller und rund 2.000 Teilnehmer im Kongressprogramm erwartet. Die Fachveranstaltung gliedert sich in die Bereiche: Medizinische Rehabilitation, Prävention sowie Medical Fitness und Wellness und Alternative Heilverfahren.


Schmerz - mehrdimensional Denken und Handeln
2. Symposium der Physikalischen Therapie und Rehabilitation
Universitätsklinikum Leipzig AöR, Stabsstelle Physikalische Therapie und Rehabilitation
Samstag, 12. März 2010

Die Veranstaltung im Überblick

9.00 bis 9.15 Uhr: Begrüßung
(Dr. Claudia Winkelmann, Universitätsklinikum Leipzig)

9.15 bis 9.45 Uhr: Keynote: Häufigkeit von Schmerz in der Bevölkerung und Korrelate - eine Public-Health-Perspektive
(Prof. Dr. med. Steffi Riedel-Heller, Medizinische Fakultät der Universität Leipzig)

9.45 bis 10.15 Uhr: Die Wirbelsäule in der Multimodalen Schmerztherapie
(Prof. Dr. med. Christoph-Eckhard Heyde, Universitätsklinikum Leipzig)

10.15 bis 10.45 Uhr: Hintergrund, Stellenwert und evidenzbasierte Konzepte der Schmerztherapie
(Dr. Mario Laufer, Universitätsklinikum Leipzig)

11.00 bis 11.30 Uhr: Fallbericht aus einer Praxis für Schmerzphysiotherapie
(Florian Hockenholz, Akademie für Schmerztherapie Coesfeld)

11.30 bis 12.00 Uhr: Stärkung der Selbstverantwortung - ein Therapieziel in der Psychosomatik
(Anette Tögel, Universitätsklinikum Leipzig)

12.00 bis 12.30 Uhr: BfMC - Gerätekonzept für die arbeitsplatznahe Rückenschmerzprävention
(Dr. Georg Blümel, BfMC GmbH Leipzig)

13.00 bis 13.30 Uhr: Wie geht es weiter nach Klinik und Reha? Fachliche Anleitung im Gesundheitssportverein
(Mario Wagner, Leipzig)

13.30 bis 14.00 Uhr: Zahlen, Daten, Fakten - Multimodale Schmerztherapie aus Sicht des Medizinischen Leistungscontrollings und Qualitätsmanagements
(Dr. Jan Wilde, Universitätsklinikum Leipzig)

14.00 bis 14.15 Uhr: Verabschiedung
(Dr. Claudia Winkelmann, Universitätsklinikum Leipzig)

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