Pressemitteilung

19.05.2014 10:06 Uhr in Gesundheit und Sport

WM in Brasilien - Auch Masernviren lieben Fußballstadien

(Mynewsdesk) Für viele ist es das Ereignis 2014: Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Wer denkt da schon an Viren und Bakterien? Das sollte man aber, denn auch diese Erreger lieben Fußballstadien und sitzen mit auf der Tribüne. Kaum sonst finden sie so viele Menschen als potentielle Opfer auf engstem Raum. Besonders Masernviren könnten für manchen WM-Besucher kritisch werden.

Schon einmal war ein Fußball-Großereignis Anlass für eine Impfempfehlung des Robert Koch-Instituts: Alle Fußballfans, die 2012 zur Europameisterschaft in die Ukraine reisen wollten, forderte das RKI auf, sich dringend gegen Masern impfen zu lassen bzw. den Impfschutz zu überprüfen. In der Ukraine grassierte damals eine große Masernepidemie, und es bestand ein hohes Risiko, sich dort bei der EM zu infizieren.

Brasilien galt seit 2000 als masernfrei, jetzt aber – pünktlich zur WM – ist das Virus wieder da. 2013 wurden über 600 Masernfälle registriert (1). Das ist nicht nur im Hinblick auf die WM beunruhigend. Denn Masern sind keineswegs eine harmlose Kinderkrankheit, wie viele fälschlich meinen.

Masernviren können Gehirn und Lunge befallen und zu ernsthaften Schädigungen führen. In 15 bis 20 Prozent der Fälle verläuft die Masern-Meningoenzephalitis – eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten – tödlich. Schwere Verläufe kommen vor allem bei Maserninfektionen im Erwachsenenalter vor und werden in Deutschland zunehmend beobachtet.

Der Grund: Es existieren hierzulande große Impflücken. Das betrifft in erster Linie jüngere Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden. Viele Menschen dieser Altersgruppe besitzen keinen wirksamen Impfschutz gegen Masern und wurden als Kind oft nur einmal geimpft.

Das könnte bedenklich werden. Tourismus und Massenveranstaltungen spielen bei der Verbreitung der Masern eine wichtige Rolle. In den brasilianischen Stadien werden auf engstem Raum Fußballfans aller Nationen zusammen treffen – darunter auch viele Länder, in denen die Masern nicht ausgerottet sind. Auch auf der Reise dahin sitzt man im Flugzeug auf engem Raum mit vielen Menschen zusammen. Hoch infektiöse, virushaltige Tröpfchen werden beim Sprechen, Schreien, Husten und Lachen in die Luft geschleudert und können leicht einige Meter überwinden.

Deshalb ist Fußball-Fans, die zur WM nach Brasilien reisen wollen, dringend zu empfehlen, ihren Impfschutz gegen Masern zu überprüfen und eventuell aufzufrischen. Für einen sicheren Impfschutz werden zwei aufeinander folgende Impfungen benötigt, eine Impfung allein ist nicht ausreichend.

Bei Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind, werden die Impfkosten ebenso wie bei Kindern von den Krankenkassen übernommen. Die Masernimpfung wird mit einem Kombinations-Impfstoff, der gegen Masern, Mumps und Röteln schützt, durchgeführt.

Quellen:

(1) http://www.uniklinik-freiburg.de/infektiologie/live/reisemedizin/Aktuelle-Meldungen.html?newsid=8459&ausgabe=detail

GlaxoSmithKline

GlaxoSmithKline – eines der weltweit führenden forschenden Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen – engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktives, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen. In Deutschland gehört GSK zu den wichtigsten Anbietern medizinischer Produkte und engagiert sich darüber hinaus in vielfältigen sozialen Projekten: So unterstützen wir „wellcome – für das Abenteuer Familie“, den „Verein zur Förderung kranker Kinder und Jugendlicher der Staatlichen Schule für Kranke München e.V.“ und „Plan International“. Zudem stellt GSK seine MitarbeiterInnen einen Tag im Jahr am so genannten „OrangeDay“ frei, um in sozialen Einrichtungen mitzuhelfen.

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Prinzregentenplatz 9
81675 München

Website:www.glaxosmithkline.de
<h1>WM in Brasilien - Auch Masernviren lieben Fußballstadien</h1>
 
Weitere Pressemitteilungen
 
Grippeähnliche Symptome können auch auf Meningokokken-Infektionen hinweisen  (Pressemitteilung)

Grippeähnliche Symptome können auch auf Meningokokken-Infektionen hinweisen

München, September 2017 – Fieber, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen – typische Anzeichen einer Grippe. Doch diese Symptome sind auch für eine Infektion mit Meningokokken charakteristisch. Da letztere im Vergleich zur Grippe eher selten vorkommt, wird sie oft erst erkannt, wenn sie bereits fortgeschritten ist. Die Bakterien können sowohl eine Meningitis ...

13.09.2017 11:12 Uhr in Gesundheit
Pressemitteilung enthält BilderBild
 
Shary Reeves im Interview (Pressemitteilung)

Shary Reeves im Interview

Seit November 2016 ist sie Botschafterin für MENINGITIS BEWEGT. – eine Initiative zur Aufklärung über Meningokokken. Bekannt wurde Shary Reeves vor allem als Moderatorin der WDR-Sendung Wissen macht Ah!. Kinder liegen ihr besonders am Herzen und für ihr Engagement wurde Shary Reeves 2016 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ...

29.08.2017 09:57 Uhr in Gesundheit
Pressemitteilung enthält BilderBild
 
Urlaubszeit ist Zeckenzeit  (Pressemitteilung)

Urlaubszeit ist Zeckenzeit

München, Juni 2017 – Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm auch die Ferienzeit: Wandertouren in den Bergen, Badevergnügen am Meer oder Urlaub im heimischen Garten. So vielfältig ein Sommerurlaub sein mag, ein oft unterschätztes Risiko bleibt existent: die Zecke. Im Gepäck hat das kleine Spinnentier zahlreiche Krankheitserreger und kann beispielsweise FSME ...

05.07.2017 09:48 Uhr in Gesundheit und Reise
Pressemitteilung enthält BilderBild