20.06.2013 09:33 Uhr in Gesundheitspolitik und Gesundheit

Ab zum Check-up: Vorsorge stärker nutzen

Präventionsinitiative – Regelmäßige Check-ups beim Arzt können Krankheiten vorbeugen. Doch zu wenige nutzen sie. Eine Kampagne von KBV und KVen will das ändern.


(Mynewsdesk) Berlin, 20. Juni 2013 – Ab dem Alter von 35 Jahren haben gesetzlich Krankenversicherte alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenlose Gesundheitsuntersuchung – den Check-up 35. Die Untersuchung zur Früherkennung von Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird jedoch viel zu wenig genutzt. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) haben aus diesem Grund eine Informationskampagne gestartet.

„Mit der Kampagne soll die Gruppe der über 35-Jährigen stärker für die Themen Vorsorge und Früherkennung von Krankheiten sensibilisiert werden – viele denken in diesem Alter noch nicht an Gesundheitsprobleme und nutzen daher ihren Anspruch auf eine Untersuchung nicht“, erklärte Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der KBV. Die KBV hat deshalb diverse Informationsmaterialien für die Wartezimmer der Arztpraxen erstellt: Ein Patientenflyer informiert mit knappen Texten darüber, was der Check-up 35 beinhaltet und wie die Untersuchung abläuft. Der Flyer steht auch als Kopiervorlage in fünf Fremdsprachen zur Verfügung. Außerdem gib es ein Plakat für das Wartezimmer, das aufmerksamkeitsstark auf die Untersuchung hinweist.

„Niedergelassenen Ärzten kommt im Gesundheitssystem eine wichtige Rolle als ‚Präventionslotse‘ zu“, betonte Feldmann. „Sie sind Vertrauensperson und erster Ansprechpartner in Gesundheitsfragen und haben so einen großen Einfluss auf eine gesunde Lebensweise ihrer Patienten.“ Zur Unterstützung der Ärzte hat die KBV eine Praxisinformation zum Check-up mit Tipps und Hinweisen zur Ansprache der Patienten bereitgestellt.

Die Gesundheitsuntersuchung führt der Hausarzt durch. Zum Check-up 35 gehören ein ausführliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung sowie eine abschließende Beratung. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen. Bislang nutzen jedoch nur rund 23 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen und 22 Prozent der Männer das Angebot.

Die Aktionen zum Check-up 35 sind Teil der Präventionsinitiative, die die KBV zusammen mit den KVen im Jahr 2010 gestartet hat. Sämtliche Informationsmaterialien stehen unter www.kbv.de/checkup35.html bereit.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)

Die KBV vertritt die politischen Interessen der rund 153.900 niedergelassenen und ermächtigten Ärzte und Psychotherapeuten auf Bundesebene. Sie ist der Dachverband der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), die die ambulante medizinische Versorgung für 70 Millionen gesetzlich Versicherte in Deutschland sicherstellen. Die KBV schließt mit den gesetzlichen Krankenkassen und anderen Sozialversicherungsträgern Vereinbarungen, beispielsweise zur Honorierung der Ärzte und zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen. Die KVen und die KBV sind als Einrichtung der ärztlichen Selbstverwaltung Körperschaften des öffentlichen Rechts. Mehr Informationen im Internet unter: www.kbv.de.

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