13.11.2012 09:48 Uhr in IT/Hightech und Wirtschaft

Fraunhofer: Forscher des Fraunhofer IGD erneut bei internationalem Augmented Reality-Wettbewerb auf Platz 1

Tracking umschreibt das softwaregestützte Erfassen von Dingen oder Personen. Das Fraunhofer IGD ist auf diesem Gebiet ganz vorne mit dabei. Seine Forscher gewannen jetzt erneut in der Disziplin „Computer Vision basiertes Tracking“ den ersten Platz der „ISMAR Tracking Competition“.


(Mynewsdesk) (Darmstadt/Rostock/Graz) Beim „Computer Vision basiertem Tracking“ stellen sich die Forscher immer die Frage: „Wo ist die Kamera und in welche Richtung schaut sie?“ Objekte werden mit einer Videokamera gefilmt und eine Software erkennt sie aufgrund ihrer geometrischen Beschaffenheit und Größe.

„Auf Basis von in Echtzeit gelieferten Bildern erkennt die Software ein Objekt. Dieses kann dann zum Beispiel mit Bildüberblendungen überlagert werden, die auch bei Kamerabewegungen noch an der gleichen Stelle bleiben sollen“, erklärt Dr. Ulrich Bockholt, Abteilungsleiter am Fraunhofer IGD. „Was auf den ersten Blick eine einfache Angelegenheit ist, wird bei genauerer Betrachtung wirklich kompliziert.“

Tracking bildet die Grundlage für Anwendungen von Erweiterter Realität (englisch auch Augmented Reality, kurz AR). Bei AR-Anwendungen geht es um die Überblendung von Aufnahmen mit Bild- oder Textinformationen. Egal ob das Handybild des Berliner Reichstages mit einer historischen Aufnahme überlagert wird oder ein Monteur seine digitale Bauanleitung passend zu seinen Handbewegungen am Monitor sieht, ohne die genaue Erfassung des Objekts ist dies nicht möglich.

Einem Computer diese Fähigkeit zu verleihen, erfordert eine intelligente Software. Am Fraunhofer IGD hat man mit „Markerless Tracking“ eine Lösung, die einen internationalen Vergleich nicht scheuen muss. Die Forscher des Fraunhofer IGD Dr. Harald Wuest und Folker Wientapper haben mit Hilfe der von ihnen entwickelten Software den ersten Platz der „ISMAR Tracking Competition“ belegt. Es gelang ihnen, alle Aufgaben zu erfüllen und so mit einer hundertprozentigen Erfolgsquote aufzutrumpfen. Die ISMAR ist die weltweit wichtigste Konferenz für AR. Im Wettbewerb, der unter den Forschern gerne als „Weltmeisterschaft“ bezeichnet wird, mussten sie Bereiche unterschiedlicher, im Vorfeld nicht bekannter Objekte erfassen.

Das Fraunhofer IGD gewann den Titel bereits 2009. Aufgrund von Unstimmigkeiten im Reglement wurde 2010 allen Teilnehmern der 1. Platz zuerkannt. 2011 standen die Forscher auf dem 2. Platz des Siegertreppchens.

Weiterführende Informationen:

http://ismar.vgtc.org/
www.igd.fraunhofer.de

HINWEIS: Das Fraunhofer IGD, die weltweit führende Forschungseinrichtung für angewandtes Visual Computing, hat in diesem Jahr sein 25. Jubiläum. Die Festveranstaltung unter dem Motto „25 Jahre visuell – virtuell – digital“, die auch eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion und wissenschaftliche Workshops beinhaltet, ist am 14. November 2012 in Darmstadt.

Fraunhofer IGD

Das Fraunhofer IGD ist die weltweit führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik und umfasst unter anderem Graphische Datenverarbeitung, Computer Vision sowie Virtuelle und Erweiterte Realität.

Vereinfacht ausgedrückt, machen die Fraunhofer-Forscher in Darmstadt, Rostock, Graz und Singapur aus Informationen Bilder und holen aus Bildern Informationen. In Zusammenarbeit mit seinen Partnern entstehen technische Lösungen und marktrelevante Produkte.

Prototypen und Komplettlösungen werden nach kundenspezifischen Anforderungen entwickelt. Das Fraunhofer IGD stellt dabei den Menschen als Benutzer in den Mittelpunkt und hilft ihm mit technischen Lösungen, das Arbeiten mit dem Computer zu erleichtern und effizienter zu gestalten.

Durch seine zahlreichen Innovationen hebt das Fraunhofer IGD die Interaktion zwischen Mensch und Maschine auf eine neue Ebene. Der Mensch kann so mithilfe des Computers und der Entwicklungen des Visual Computing ergebnisorientierter und effektiver arbeiten. Das Fraunhofer IGD beschäftigt über 200 Mitarbeiter. Der Etat beträgt über 17 Millionen Euro.

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