07.06.2013 14:18 Uhr in Kultur und Übersee

Tradition in Asien, Trend in Europa: Das Drachenbootfest

Mit einer Geschichte von mehr als 2.000 Jahren ist das Drachenbootfest eines der traditionellsten und gleichzeitig eines der wichtigsten Feste Chinas.


(Mynewsdesk) Das chinesische Drachenbootfest, auch bekannt als Duanwu Festival, wird nach dem chinesischen Mondkalender am fünften Tag des fünften Mondmonats gefeiert – dieses Jahr also am 12. Juni. Die Tradition der Drachenbootrennen hat eine gewisse Berühmtheit erlangt und auch in anderen Ländern finden in Anlehnung an diesen schönen chinesischen Feiertag zahlreiche Drachenbootrennen statt.

Lebendige Tradition

Die Geschichte des Drachenbootrennens ist sehr stark durch Mythen geprägt: Der bekanntesten Legende nach geht es zurück auf Qu Yuan, einem Staatsdiener und Dichter aus dem alten Kaiserreich China, der sich ca. 278 v. Chr. im Fluss Miluo Jiang ertränkt haben soll. Während seiner Zeit als hoher Beamter des Königshauses kam es immer wieder zu Streitigkeiten mit der Opposition, woraufhin Qu Yuan seines Amtes enthoben sowie aus der Hauptstadt vertrieben wurde. Während der Verbannung entstanden einige seiner berühmtesten Werke, in denen er seine Sorge um das Land und das Volk zum Ausdruck brachte, bevor er sich am fünften Tag des fünften Mondmonats an einen Stein gebunden in den Fluss warf. Daraufhin sollen die Bewohner des Flussufers in ihre Drachenboote gestiegen sein, um ihn zu retten, was ihnen aber nicht gelang. Um wilde Fische abzulenken, warfen sie Reis und andere Nahrungsmittel sowie Xionghuang-Wein ins Wasser. Die Bestandteile dieser Sage sind auch heute noch beim Drachenbootfest zu finden. „So wird traditionell Zongzi, in Bambus- oder Schilfblätter eingewickelte Klebreisklößchen, gegessen und Xionghuang-Wein getrunken“, sagt Danting Cheng, Interkulturelle Beraterin bei der ICUnet.AG in Shanghai.

Von der Tradition zum sportlichen Ehrgeiz

Der beeindruckendste Brauch des Duanwu ist das Drachenbootrennen. Dazu werden bereits seit vielen Jahrhunderten extra zum Jahrestag dieses Ereignisses unzählige Drachenboote gebaut und reichlich verziert. „So rudern während der Regatten Hunderte von Booten auf Chinas Flüssen um die Wette“, berichtet Cheng. Drachenbootwettkämpfe sind aber nicht nur in China, sondern auch in seinen Nachbarländern Japan und Vietnam weit verbreitet und werden mittlerweile auch außerhalb des asiatischen Raumes veranstaltet. Bis zu 22 Sportler pro Boot bewegen sich im Takt von Trommeln vorwärts und versuchen die Ziellinie als erstes zu erreichen.

Drachenboot-Sport für Work-Life-Balance

Längst hat die Tradition auch Einzug in Europa gehalten: So unterstützen viele große Unternehmen firmeneigene Drachenbootteams mit Equipment, nehmen den Sport in das Gesundheitsmanagement mit auf oder nutzen es als Instrument für Teambuilding-Maßnahmen. „Das gemeinsame Fahren im Drachenboot ist ein großes Abenteuer und besitzt einen hohen Spaßfaktor. Gleichzeitig erfordert es Disziplin, einen starken Willen und die Bereitschaft zum Teambuilding, denn nur dann kann das Rennen erfolgreich beendet werden“, erklärt die Chinesin.

Fünfter Mondmonat ist „giftig“

Der fünfte Monat wird im chinesischen Bauernkalender auch als 'Giftmonat' bezeichnet, weil in dieser Zeit verschiedene krankheitsübertragende Insekten und Tiere Hochsaison haben und man Gefahr läuft, sich zu infizieren. Aus diesem Grund wird das Drachenbootfest auch zum Anlass genommen, sich gegen derartige Angriffe zu schützen. „Hierfür wird zum Beispiel ein Kräuterbad aus einem Gemisch von Beifuß, Weidenblättern und Kalmus genommen, welches das ganze Jahr gegen alle Krankheiten schützen soll. An die Haustüren werden Beifuß und Kalmus gehängt, um Insekten und böse Geister zu vertreiben und auch Kindern wird ein Duftsäckchen mit Kräutern umgehängt, um sie zu schützen. Zusätzlich wird mit Realgar (einem Mineral) versetzter Wein getrunken“, erklärt die chinesische Beraterin.

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Die ICUnet.AG ist Service-, Innovations- und Qualitätsführer für interkulturelle Beratung, Qualifizierung und Assignment Management mit Büros in Berlin, Bremen, Frankfurt, Fürth, Hamburg, Köln, Leipzig, Münster, Passau, Shanghai, Stuttgart und Wien. Über 150 feste Mitarbeiter bilden zusammen mit weit über 350 freien Mitarbeitern das interdisziplinäre Expertenteam mit Kompetenz für mehr als 75 Länder und 25 Sprachen. Die ICUnet.AG blickt jährlich auf über 8.000 erfolgreich betreute Auslandsentsendungen im Bereich Assignment Management und der interkulturellen Qualifizierung zurück. Als Interkulturelle Unternehmensberatung bietet die ICUnet.AG alle Interkulturellen Dienstleistungen an, die mit dem Prozess des Assignment Managements verbunden sind. Dieser Synergieeffekt ist einzigartig.

Frau Maria-Sophie Richter

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