Pressemitteilung

14.12.2010 14:00 Uhr in Leute

Offener Brief an Dieter Bohlen und die Supertalent-Jury !

Obdachloser Max Bryan braucht eine zweite Chance


(Mynewsdesk) Der in Hamburg an den Landungsbrücken lebende obdachlose Max Bryan (35) war einer der Teilnehmer des diesjährigen Supertalent-Wettbewerbs (RTL) und ist vor Dieter Bohlen und der Supertalent-Jury tragisch gescheitert. Max wünscht sich eine 2. Chance und hofft auf eine Antwort von der Jury, aber die Macher der Show ignorieren ihn.

http://www.facebook.com/pages/Max-Bryan/161102710574227?v=wall&filter=1#

(Quelle: Max Bryan´s offener Brief an die Supertalent-Jury, an Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart und Bruce Darnell)

Das Kölner Projekt Office hat mit Max persönlich gesprochen und ihn zu den Details seines Auftritts vom 7. August befragt. Er erzählte uns, wie schlecht er gesungen hat und dass er im entscheidenden Moment versagt habe, sich überhaupt nicht konzentrieren konnte und daran ein großer Traum zerplatzt ist.

18 Jahre hat Max auf keiner Bühne mehr gestanden, es war seine erste Berührung mit einem Mikrofon seit dieser langen Zeit überhaupt und er hat wohl auch verlernt über eine Lautsprecheranlage zu singen. Viel zu laut und viel zu hoch habe er angefangen (falsche Tonart, die Begleitmusik wurde ihm verwehrt) und die völlig falsche Gesangstechnik habe er benutzt. Er hatte Angst überhaupt die Augen zu öffnen, stand da vor 1400 Zuschauern, wo er doch jahrelang kaum einer Menschenseele begegnete. Bryan lebte 15 Jahre allein und isoliert in einer 20qm Dachkammer hatte kaum Kontakt zu anderen Menschen.

Wochenlang hatte er sich auf diesen Moment vorbereitet, fuhr täglich in eine kleine Kirche, wo er vor leeren Bänken stand und übte. Genützt hat es ihm wenig, es fehlte einfach die Erfahrung auch vor realem Publikum aufzutreten und mit einem Mikrofon zu singen. Beides hatte er nicht zum üben, schließlich ist er wohnungslos, wie keiner der anderen Kandidaten, schon allein deshalb sollte man ihm eine zweite Chance geben.

Bryan hat uns auch von den Zweifeln des Produzenten Grundy Light Entertainment erzählt, in Bezug auf „sein weißes Hemd, die scheinbar unbenutzt Isomatte und die porentief reine Haut“, so jemand könne gar nicht obdachlos sein, soll angeblich jemand hinter der Bühne zu ihm gesagt haben.

Soll heißen, ein Obdachloser muss dreckig sein und darf sich nicht waschen ?

Das weiße Hemd hatte Bryan sich aufgespart, nur für diesen einen Auftritt, er hatte es sorgfältig verpackt, in einer kleinen Plastiktüte, es war sein einziges noch sauberes Kleidungsstück, erzählt er uns, und er wollte es am wichtigsten Tag seines Lebens auch tragen.

Das selbe mit der Isomatte. Bryan schläft auf einer sauberen, glatten Unterlage (aus Metall), die Bilder von der Fischpfanne (Restaurant) sind bekannt, daher gibt es auch so gut wie keine Einkerbungen oder Gebrauchsspuren an der Isomatte und er schläft nun mal nicht im Dreck.

Bryan wäscht sich jeden Tag, auf Bahnhöfen, öffentlichen Toiletten und wo immer Gelegenheit dazu ist, jeder andere, der plötzlich seine Wohnung verliert, würde das vermutlich auch tun, deshalb auch die saubere Haut.

Dies alles hätte man ihn fragen können, b-e-v-o-r er die Bühne betritt, so aber wurde es ihm regelrecht zum Vorwurf gemacht und zwar vor laufender Kamera, direkt nach seinem Auftritt.

Fair war das nicht und diffamierend sind die Vorwürfe obendrein, aber das ist eine andere Geschichte.

Max wünscht sich eine 2. Chance und wir richten unseren Appell hiermit und direkt an den RTL-Unterhaltungschef, an Herrn Tom Sänger. Es kann nämlich nicht angehen, dass „Penismaler“ und „Tittenmonster“ wichtiger sind, als einem Obdachlosen von der Straße zu helfen.

Angeblich werden nur rund 30% der im Sommer aufgezeichneten Kandidaten auch gesendet „Die Besten zuerst“, heißt es !

Mal schauen, gesendet wurden: Penismaler, Tittenmonster, Gehirn-Tackerer, Leute die sich brennende Feuerwerkskörper in den Allerwertesten stecken und noch eine Reihe weiterer Kuriositäten. Das Schicksal eines Obdachlosen sei einfach „nicht unterhaltsam genug“, Zitat Astrid F., Mitarbeiterin bei Grundy: „Es gibt unterhaltsamere Kandidaten“ und dies sei nun mal eine Unterhaltungsshow !

Dabei sind Schicksalsgeschichten ein wesentlicher Bestandteil der Show. In die engere Wahl kommen fast ausschließlich nur Leute, die auch einen schweres Schicksal tragen.

Im 3. Halbfinale (11.12.) ließ Bruce wieder Tränen fließen, weil Michael Holderbusch es angeblich so schwer hatte im Leben, dabei ist er einer von Millionen Arbeitslosen in diesem Land, hat eine Wohnung, ist gesund und nicht behindert, könnte vermutlich sogar arbeiten gehen.

Max Bryan hingegen lebt seit 9 Monaten auf der Straße, kann nirgendwo anders hin und er hat große Probleme, sowohl körperlich als auch im Geiste. 15 Jahre lebte er im Zwiespalt mit sich selbst und hat am Ende alles verloren. Die Teilnahme beim Supertalent war sein Strohhalm, sein Rettungsanker, seine große Hoffnung auf Veränderung und auf „Loslassen“ von Dingen die ihn 15 Jahre geißelten. Seinen für ihn so wichtigen Moment hat RTL nicht mal gesendet, nicht weil der Sender seinen Auftritt für sonderlich überflüssig hält, nein, weil die Macher der Show ihm die Popularität nicht gönnen (unsere Meinung!). Hintergrund ist eine Geschichte, die sich Anfang September an den Landungsbrücken im Hamburger Hafen per Zufall ereignete, es war die Begegnung zwischen dem Boxweltmeister Vitali Klitschko und dem Obdachlosen Max Bryan (Medien hatten berichtet) und als Grundy davon erfuhr, „gingen alle Türen zu“, beschreibt Bryan in seinem Tagebuch.

http://www.maxbryan.com

Warum der Produzent Grundy Light Entertainment so reagiert, ist bis heute nicht geklärt. Mehrere Anfragen, auch die von uns, wurden nicht beantwortet. Dabei lief die Sache mit Klitschko völlig autark. Max konnte nicht wissen, dass Klitschko dort joggt und Vitali Klitschko konnte nicht wissen, dass Max dort schläft. Es war Zufall, Schicksal, und RTL bestraft den Obdachlosen dafür ? Das ist nicht fair !

Offenbar ist Max Bryan inzwischen so was wie das Aschenputtel dieser Supertalent-Staffel. Fast täglich gibt es neue Gerüchte und Spekulationen darüber, warum der Sender den Kandidaten so vehement versteckt. Jüngste Enthüllungen sprechen gar von einem Skandal, ein verbaler Ausrutscher der Supertalent-Jurorin Sylvie van der Vaart,
http://www.google.de/#q=%22max+bryan%22+supertalent
und wir wollen das nicht näher kommentieren, auch weil es um Bryan´s große Chance geht.

Viele andere haben diese Chance auch bekommen.

Da gab es beispielsweise dieses Mädchen, in der Sendung vom 24.09., die Kandidatin bekam sogar noch während ihres Auftritts eine 2. Chance, durfte also ein 2. Lied vor der Jury singen und es wäre für Dieter und die Jury daher auch ein Leichtes gewesen, auch Max Bryan aufzufordern, ein 2. Lied zu singen, hatten die doch gehört, dass er verpatzt hatte und das Lied in der völlig falschen Tonart sang.

In der Sendung vom 24.09. sagte Bruce Darnell zudem auch: „Jeder verdient eine 2. Chance“.

Legt man die Gleichheit aller Kandidaten zur Grunde, wäre es sogar verpflichtend, vor all diesem Hintergrund, auch Max Bryan eine zweite Chance zu geben, ihn also ein 2. Lied singen zu lassen.

Wir bitten hiermit um Unterstützung und wir richten unseren Appell direkt an den Verantwortlichen der RTL-Unterhaltungsabteilung, an Herrn Tom Sänger. Bitte geben Sie Max Bryan eine zweite Chance. Laden Sie ihn ein ins Finale von „Das Supertalent“, außerhalb der Wertung, vielleicht während der Stimmenauszählung aus dem Telefon-Voting. Max könnte singen und zeigen, dass er es besser kann, und vielleicht ist sogar jemand unter den Zuschauern, der einen Ort kennt, wo Max den Winter über bleiben kann, ein Ort, das wäre doch eine herrliche Weihnachtsgeschichte und ein großartiges Happy End, nur müssen Sie das auch wollen.

10 gute Gründe sprechen dafür, dies zu wollen.

Bitte lesen Sie hier:
http://www.projektoffice.org/permalink/MaxBryan/Max-Bryan-10-Gruende-Fuer-Eine-Zweite-Chance.html

Besonders vor dortigem Hintergrund wäre es nur fair, wenn die Verantwortlichen bei RTL sich persönlich dafür einsetzen, dass Max diese zweite Chance bekommt.

Beverly Hoffmann
- Pressedesk -

Projekt Office Koeln
Bonner Str. 484-486 MBE 274
D-50968 Köln \ Germany
T: 0221-291990-920
F: 0221-291990-921
post@rojektoffice.org
http://www.projektoffice.org/pressemappe

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PS: Und an alle Medienmacher: Bitte verlinkt die Facebookseite von Max Bryan http://www.maxbryan.com mit Eurer eigenen Seite. Gebt ihm ein Forum und helft mit seinen Offenen Brief zu verteilen.

http://www.facebook.com/projektoffice

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