Pressemitteilung

20.09.2011 11:50 Uhr in Medien und Werbung

Selbstkontrolle im Internet betont: Merkel gegen weitere Werbeverbote

(ddp direct) BERLIN (zaw) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Position der Bundesregierung für einen Status quo der Werberegulierung von Markt-Kommunikation bekräftigt. Auf dem Kongress des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger BDZV sagte die Regierungschefin insbesondere auch mit Hinweis auf die Europäische Union: "Ich kann Ihnen versichern: Die Bundesregierung ist gegen weitere Werbeverbote". Für die Refinanzierung von Medienangeboten "ist und bleibt das Anzeigengeschäft unverzichtbar", so Merkel vor deutschen Zeitungsmachern sowie Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in Berlin.

Viele Regeln entstünden inzwischen auf europäischer Ebene. "Deshalb wenden wir uns auch im Dialog mit unseren Partnern in der EU weiterhin gegen neue, sachlich nicht zwingend gebotene Werbebeschränkungen."

Merkel hob gleichzeitig die Eigenverantwortung der Medien- und Werbebranche hervor. Der Grundsatz, redaktionelle Inhalte von Anzeigen zu trennen, sei auch im Internetzeitalter wichtig. "Gerade in sensiblen Bereichen, wie bei der an Kinder gerichteten Online-Werbung, sind alle Verantwortlichen aufgerufen, die bestehenden Grundprinzipien anzuwenden. Da müssen sich die Selbstkontrollinstanzen beweisen", betonte die Bundeskanzlerin.