Pressemitteilung

18.06.2014 12:48 Uhr in Multimedia

Sachsen-Anhalt startete den Feldversuch im Server

(Mynewsdesk) Pilotprojekt zur „Industrie 4.0“ in Sachsen-Anhalt ist erfolgreich

Zwei Mähdrescher fräsen eine zwölf Meter breite Schneise durch das Feld der Landwirtschaftlichen Genossenschaft APH Hinsdorf bei Köthen. Bevor der Korntank des Mähdreschers gefüllt ist und er seine Arbeit einstellen müsste, informiert eine Software das nächste Überladefahrzeug. Ein Traktor, der das Korn zu den Silos bringt, kommt herangefahren. Der Fahrer weiß dank der übermittelten GPS-Daten genau, wo er hin muss, und vermeidet seinerseits unnötige Leerfahrten. Auf den Tablets an Bord der Erntemaschinen kann jeder sehen: Wer fährt wann wohin, wie gefüllt ist der eigene Tankbehälter, wie feucht ist das Getreide – wie hoch der Ertrag pro Hektar? Sensoren der Mähdrescher und Traktoren liefern per Mobilfunk alle Daten an die Server der Telekom. Dort werden sie gesammelt, aufbereitet und in Grafiken umgesetzt – alles in Echtzeit.

So sieht sie also aus, die schöne neue Erntewelt in der so genannten vierten industriellen Revolution. Auf den Feldern bei Köthen hat sie stattgefunden, wenn auch vorerst als ein zartes Pflänzchen. Im beginnenden Zeitalter der „Industrie 4.0“ findet die Feldarbeit also auch in Daten-Servern statt. In einem Pilotprojekt mit der Deutschen Telekom hat der westfälische Landtechnik-Hersteller Claas im vergangenen Sommer die Orchestrierung der gesamten Feldlogistik getestet. Und das Ergebnis hat die Macher selbst überrascht: „Durch den effizienten Einsatz konnten wir rund 15 Prozent der Zeit einsparen. Das ist natürlich bares Geld. Denn eine Mähdrescher-Betriebsstunde kostet den Landwirt rund 1000 Euro“, sagt Thomas Schiemann, Leiter des Geschäftsbereichs Industrie 4.0 im Bonner Konzern. Nach den Ergebnissen des Pilotprojektes in Sachsen-Anhalt gebe es viele Anfragen, weltweit.

„Das Projekt in Sachsen-Anhalt war für uns ein echter Erfolg“, bilanziert Schiemann. „Wir haben damit auch ein Stück Industriegeschichte geschrieben, denn in Sachsen-Anhalt haben wir das erste funktionierende 4.0-Projekt auf die Beine gestellt.“ Es gehe weit über die bereits existierende Kommunikation zwischen Maschinen hinaus und stelle Informationen vielen anderen Mitspielern wie den Kunden zur Verfügung. Inzwischen gebe es aber überall zahlreiche 4.0-Projekte.

IT und Automation machen laut einer Umfrage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) 30 Prozent der Herstellungskosten im Maschinenbau aus. Bei jedem fünften Unternehmen liegt der Anteil sogar bei der Hälfte. Unter dem Moto „Industrie 4.0“ suchen alle Industriezweige derzeit fieberhaft nach Wegen, ihre Entwicklungs-, Produktions- und Logistikprozesse weiter zu verbessern sowie ihre Kosten zu senken. In komplexen Software- und Kommunikationslösungen sieht man die Zukunft. Mit ihrer Hilfe wollen sich die produzierenden Unternehmen besser mit Zulieferern, Kunden und projektbezogen mit Wettbewerbern vernetzen. Und sie wollen, dass Produkte und Maschinen miteinander „sprechen“ und den Produktionsprozess selbständig steuern sowie die Historie und Verlauf speichern.

Die Telekom will bei der „Industrie 4.0“ ganz vorn mitmischen. „Wir haben gute Netze, Cloud-Computing, eine sichere IT-Plattform – diesen Wettbewerbsvorteil wollen wir nutzen“, sagt Thomas Schiemann. Das effektive Einbringen der Ernte ist dabei nur ein erstes, praktisches und anschauliches Praxis-Projekt. Ein Anfang: Am Ende der vierten industriellen Revolution sollen beispielsweise auch auf dem Feld tatsächlich selbst fahrende und „denkende“ Fahrzeuge und Produktionsabläufe stehen. So weit ist man auf dem Feld bei Köthen aber noch nicht. In dieser Ernte will Hersteller Claas den Feldversuch bei der APH Hinsdorf fortsetzen. Das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt APH Hinsdorf ist der größte Agrarbetrieb Deutschlands mit insgesamt 10800 Hektar bewirtschafteter Ackerfläche. Auch dort schaut man in die Zukunft.

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