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21.03.2013 15:25 Uhr in Vermischtes

Absturz im Schneetreiben

Ein Toter bei Hubschrauberunglück am Berliner Olympiastadion - Mehrere Verletzte


Berlin (dapd-lbg). Das Berliner Olympiastadion ist tief verschneit. Dutzende Polizisten riegeln die Eingänge ab. Journalisten drängeln sich davor, versuchen, einen Blick auf das gut abgeschirmte Maifeld zu werfen. Dort ist gegen 10.30 Uhr ein Unglück geschehen: Eine Großübung der Polizei endete tragisch, ein Hubschrauberpilot starb, sechs Menschen wurden verletzt.

Die Polizei hält sich mit Details noch zurück, doch Zeugen schildern den Unfallhergang so: Das Schneegestöber war am Donnerstagvormittag gerade wieder dichter geworden, als die Gegend um das Olympiastadion von einem lauten Knall erschüttert wurde. Drei Hubschrauber von der Fliegerstaffel im brandenburgischen Blumberg hatten versucht, auf dem Maifeld zu landen, doch sie verunglückten.

"Die Sicht war schlecht", sagt ein Augenzeuge der Polizei, der anonym bleiben möchte. "Zwei Hubschrauber waren schon gelandet, und dabei wurde Schnee aufgewirbelt", beschreibt er das Unglück. Als ein dritter landen wollte, prallte er mit einem anderen zusammen. "Ich sah Trümmerteile durch die Gegend fliegen", sagt der Beamte.

Zu der Übung waren rund 580 Polizisten angerückt. Sie sollten das Vorgehen gegen randalierende Fußballfans trainieren. Sofort nach dem Unglück wird die Übung abgebrochen. "Es war gespenstisch", sagt Siegfried Lautenberger, der mit seinem Hund neben dem Sportgelände spazieren ging. "Zuerst der Lärm der Hubschrauber, dann dieser laute Knall, und dann auf einmal Stille, die durch den Schnee noch gedämpfter wirkte", erzählt der 68-Jährige.

Noch Stunden danach sind Dutzende von Polizeiwagen am Stadion, und der Unglücksort ist weiträumig abgesperrt. Trümmerteile liegen auf dem Maifeld weit verstreut, berichtet ein Feuerwehrsprecher. Zwar habe es nach der Kollision nicht gebrannt, doch aus den Hubschraubern trete Kerosin aus. Die Feuerwehr, die mit 100 Kräften im Einsatz ist, versucht die Gefahr mit Schaum zu bannen.

Als oberster Dienstherr der Bundespolizei besucht Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) noch am Vormittag den Unfallort. Er hält kurz bei den Journalisten an und bringt seine Bestürzung zum Ausdruck. "Wir denken an die Angehörigen und sind in Gedanken bei den Verletzten", sagt der Minister.

Auch Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) reist an. "Das ist eine furchtbare Nachricht, die mich sehr mitnimmt", sagt er und spricht den Angehörigen der Verunglückten sein Mitgefühl aus. Die Polizei beginnt derweil mit der Vernehmung der Zeugen. Die Mordkommission kommt, um die Ursache für den Tod des Piloten zu klären.

Am frühen Nachmittag dürfen Journalisten das Gelände betreten. Sie sehen einen auf der Seite liegenden Helikopter, einen anderen, der in zwei Hälften gebrochen ist, geborstene Rotorblätter, Blutlachen im Schnee. Ein blutbefleckter Helm liegt herum. Währenddessen sichern Ermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung Spuren. Eine Drohne dokumentiert aus der Luft den Unfallort.

Die Bundespolizei selbst sagt am Olympiastadion den Journalisten überhaupt nichts. Da das Unglück während ihrer eigenen Übung geschah, gelten die Beamten nun als Zeugen.

dapd