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ARD-Intendanten weisen nach KEF-Bericht auf Einsparungen hin
Boudgoust: Stellenabbau allein ist kein Maß für Wirtschaftlichkeit
Stuttgart/Saarbrücken (ddp). Gut zwei Wochen nach der Vorlage des 17. Berichts der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) haben die Intendanten der ARD auf die bereits Sparmaßnahmen hingewiesen. Der eingeschlagene Kurs sei gekennzeichnet von Einsparungen auch durch Personalabbau und Kooperationen und werde fortgeführt, sagte der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust am Mittwoch nach der Intendantensitzung in Saarbrücken.
Der KEF-Bericht mache deutlich, dass Sparanstrengungen in der ARD längst Realität seine und die Kommission diese auch anerkenne. Die Anstalten prüften, wie der von der KEF angemahnte weitere Abbau von 300 Stellen in einer Größenordnung von 50 Millionen Euro sinnvoll umgesetzt werden könne. Stellenabbau allein sei kein Maß für Wirtschaftlichkeit, es bestehe jedoch kein Zweifel, dass die ARD die geforderten Einsparungen erbringen werde.
Die Prüfer hatten in ihrem Bericht besonders scharf die Umsetzung der vereinbarten Einsparungen beim Personal in der ARD gerügt. Diese sei «völlig unzureichend». Zudem forderte die KEF einen effizienteren Einsatz der Rundfunkgebühren und kritisierte, dass es zwischen den Sendern teilweise sehr unterschiedliche Minutenpreise für vergleichbare Sendungen gebe.
Nach Ansicht der Intendanten ist ein direkter Vergleich jedoch nicht möglich, weil sich die Sendungen in Länge, Programmkonzepten und Formaten sowie Produktionsbedingungen unterschieden. Wer in einen Wettstreit um die günstigste Sendung eintrete, gefährde den Qualitätsjournalismus, der ohne zeit- und damit kostenintensive Recherche nicht zu haben sei.
(ddp)
