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Blüm: Riester-Rente macht Menschen ärmer
Riester verteidigt seine Reform
Köln (dapd). Der frühere Arbeits- und Sozialministerin Norbert Blüm (CDU) hat die sogenannte Riester-Rente seines Amtsnachfolgers scharf kritisiert. "Der Abschluss von Verträgen hat vor allem der privaten Versicherungswirtschaft genutzt", sagte Blüm am Dienstagabend in der ARD-Sendung "Menschen bei Maischberger".
Riesters Rentenreform mache die Rentner ärmer, die Rente unsicherer und ungerechter und die Gesamtversorgung teurer. Gerade die Menschen, die bei der Rente dringend Unterstützung benötigten, hätten in vielen Fällen von dem Riester-Modell nichts, müssten es aber über Steuern sogar noch mitfinanzieren. "Riester hat die gute alte Rentenversicherung ruiniert, hat der Versicherungswirtschaft Milliarden in den Rachen geworfen und die Rente dem internationalen Finanzkapitalismus überantwortet", fügte Blüm hinzu. Seinen Berechnungen nach hätten die Versicherer bislang 40 Milliarden Euro an der Riester-Rente verdient.
SPD-Politiker Walter Riester seinerseits stellte klar, dass es vielen Menschen ohne seine Reform schlechter gehen würde. "Das Renten-Niveau wurde noch nie so stabil gehalten wie in der Zeit der Riester-Rente", sagte er.
dapd
