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Handwerk stoppt wegen Haiti-Erdbeben Imagekampagne
Der umstrittene Werbefilm hatte unter anderem einstürzende Häuser in Berlin gezeigt
Berlin (ddp). Der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) hat seine neue bundesweite Imagekampagne in Fernsehen und Kinos nach Zuschauerprotesten vor dem Hintergrund des Haiti-Erdbebens gestoppt. Das Präsidium ließ den erst am Samstag erstmals ausgestrahlten Werbespot wieder vom Markt nehmen, wie eine Sprecherin am Dienstag in Berlin sagte. Sie bestätigte damit eine Vorabmeldung der «Neuen Osnabrücker Zeitung».
Grund seien negative Reaktionen einiger TV-Zuschauer gewesen, die die Werbung im Anschluss an die Fernsehnachrichten aus dem Katastrophengebiet offensichtlich als geschmacklos angesehen hätten, hieß es beim Zentralverband in Berlin, der insgesamt 50 Millionen Euro für die Imagekampagne ausgeben will.
In dem umstrittenen Werbefilm mit dem Titel «Was wäre die Welt ohne das Handwerk» gerät Berlin völlig aus den Fugen: Häuser, Autos, U-Bahnstationen zerbröseln zu Staub. In wenigen Sekunden wird in dem Spot die Zivilisation in die Steinzeit zurückkatapultiert.
Der Fall erinnert an die Entscheidung deutscher Radiosender Ende 2004, die angesichts der Flutkatastrophe in Asien mit unzähligen Toten den damaligen RadioHit «Die perfekte Welle» der Popgruppe Juli aus dem Programm genommen hatten.
(ddp)
