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IFA in Berlin öffnet für Besucher
Wowereit: 3D-Fernsehen wird sich durchsetzen - Elektrohausgeräte werden zu Lifestyle-Produkten
Berlin (ddp). Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat am Freitag auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) die dritte Dimension getestet. Beim traditionellen Eröffnungsrundgang der nach Veranstalterangaben weltweit führenden Messe für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik sowie Elektrohausgeräte setzt sich Wowereit eine 3D-Brille auf die Nase und sieht, wie von einem Flachbildschirm ein Fußball auf ihn zukommt oder Vögel durch die Halle fliegen. "Das ist schon sehr beeindruckend", sagt der Regierungschef. Dies sei ein Qualitätssprung gegenüber den 3D-Bildern, die er im vergangenen Jahr auf der IFA gesehen habe. "Die 3D-Technik wird sich genauso durchsetzen wie die hochauflösende TV-Bildqualität", zeigt sich der SPD-Politiker überzeugt.
Wowereit kann sich nach eigenen Angaben gut vorstellen, einen 3D-Fernseher für sein Wohnzimmer anzuschaffen. Allerdings müssten dafür auch genügend 3D-Fernsehprogramme angeboten werden. Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg, ergänzt Wowereit. "Solange bleibt das 3D-Fernsehen etwas Exotisches."
3D-Präsentationen beherrschen auf der IFA die Hallen der Flachbild-TV-Hersteller. An den Ständen liegen 3D-Brillen bereit, die es den Zuschauern ermöglichen, die neue Fernsehwelt zu erleben. Im sogenannten TecWatch-Bereich, wo künftige Medien-Entwicklungen vorgestellt werden, können die Besucher bereits 3D-Fernsehen ohne die entsprechende Brille sehen.
Ein weiterer Trend der Unterhaltungselektronik auf der sechstägigen IFA ist das gleichzeitige Nutzen von TV-Programmen und Internet auf einem großen Flachbildschirm. Auf dem Sofa sitzend kann mit der Fernbedienung zwischen Fernsehen und Internet schnell gewechselt werden.
In den Hallen der Hersteller von Elektrohausgeräten bestimmen "intelligente Produkte" mit hohem Bedienkomfort und geringem Energieverbrauch den Trend. Waschmaschinen und Kühlschränke, Herde und Backöfen werden zu Lifestyle-Produkten.
So präsentiert ein Unternehmen eine Waschmaschine, die mit einem integrierten Dosiersystem ausgestattet ist. Dieses gibt nach Hersteller-Angaben vollautomatisch das Waschmittel anhand des Verschmutzungsgrads der Wäsche sowie der Wasserhärte und des gewählten Waschprogramms dazu. Mit dieser Technik wird dem Hersteller zufolge auch der Wasserverbrauch reduziert.
Ein anderes Unternehmen wirbt damit, den bislang einzigen Backofen entwickelt zu haben, der automatisch die richtige Beheizungsart, Temperatur und Garzeit einstellt sowie erkennt, wann ein Gericht fertig ist: einfach auf Knopfdruck. Dieser automatische Prozess setzt ein, nachdem Kategorie und Art der Speise per Fingertipp eingegeben wurden.
So gibt es fünf detailliert unterteilte Speisekategorien. "Je nach Wunsch zaubert der smarte Ofen die komplette Menü-Palette, von Kuchen über Roastbeef, zartem Huhn und Fisch sowie Gemüseauflauf bis zur Pizza", verspricht der Hersteller. Möglich macht dies ein Sensor im Inneren des Geräts, der Gewicht und Art der Speise ermittelt. Insgesamt 76 verschiedene Einstellungen stehen zur Wahl, "die zu 1001 Genussvarianten führen". Fragt sich nur, wer da den Überblick behalten soll.
ddp
