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Magazin: Zypries kritisiert Kandidaten für BR-Intendantenwahl
Für den Posten zu staatsnah
Hamburg (ddp). Die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) kritisiert Regierungssprecher Ulrich Wilhelm als Kandidaten für den Intendantenposten des Bayerischen Rundfunks (BR) als zu staatsnah. Wie das Nachrichtenmagazin «Spiegel» vorab berichtete, sagte die SPD-Politikerin: «Ich meine, dass es gerade in der jetzigen Debatte um die nötige Staatsferne von Rundfunk und Fernsehen nötig wäre, ein Zeichen zu setzen.» Ein übergangsloser Wechsel vom Regierungssprecher zum Intendanten des BR könne nicht in Betracht kommen, wenn man es mit der Staatsferne ernst meine.
Neben dem Berliner Regierungssprecher Wilhelm stellt sich der langjährige Landtagskorrespondent des BR, Rudolf Erhard, der Wahl. Der Nachfolger des bisherigen BR-Intendanten Thomas Gruber wird am 6. Mai für die Dauer von fünf Jahren gewählt. Der künftige Intendant soll am 1. Februar 2011 die Aufgaben von Gruber übernehmen.
Nach der im ZDF-Verwaltungsrat vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) forcierten Ablehnung einer Vertragsverlängerung des damaligen Chefredakteurs Nikolaus Brender im vergangenen November war eine Diskussion um die Staatsferne im öffentlich-rechtlichen Rundfunk entbrannt. Der ZDF-Staatsvertrag steht vor der Überprüfung durch das Bundesverfassungsgericht.
(ddp)
