«Mediale Visitenkarte der Bundesrepublik in der Welt» Detailansicht
Achtung
Meldungen der dapd nachrichtenagentur GmbH sind lizenzpflichtig.
Testzugänge und Fragen zum Bezug von dapd Diensten und Produkten:
Kontaktformular
Thomas Gebert, Vertrieb
Tel: 030 / 231 22 - 250
Fax: 030 / 231 22 - 168
E-Mail: info[at]dapd.de
«Mediale Visitenkarte der Bundesrepublik in der Welt»
Deutsche Welle will engere Zusammenarbeit
Berlin (ddp). Die Deutsche Welle erreicht im Ausland wöchentlich rund 90 Millionen Zuschauer, Hörer und Internetnutzer. Zu diesem Ergebnis kommt der erste Evaluationsbericht der Deutschen Welle (DW), der am Montag in Berlin vorgelegt wurde. Dies sei vor dem Hintergrund des internationalen Wettbewerbs, gravierender Änderungen in der Mediennutzung weltweit und kontinuierlich abnehmender finanzieller Mittel eine «beachtliche Größe», sagte DW-Intendant Erik Bettermann.
92 Prozent der weltweit befragten DW-Nutzer seien Deutschland gegenüber positiv eingestellt, 93 Prozent bestätigten, dass die DW «zu einem größeren Verständnis von Deutschland und Europa beiträgt». 90 Prozent der Befragten bezeichneten die Angebote des Senders als glaubwürdig, unvoreingenommen und ausgewogen. 80 Prozent sagten, dass die DW-Programme zu einer unabhängigen Meinungsbildung beitrügen.
Oft würden die DW-Angebote jedoch weniger genutzt als die anderer internationaler Anbieter. Grund sei, dass viele Wettbewerber über umfangreichere Angebote verfügten und ihre Programme stärker auf die Zielmärkte zugeschnitten hätten. Hierauf müsse die DW reagieren.
Entsprechende Maßnahmen sind in der Aufgabenplanung für die Jahre 2010 bis 2013 berücksichtigt worden. Die Deutsche Welle will künftig noch mehr mit öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Medienunternehmen kooperieren. «Verantwortung tragen alle, die ein originäres Interesse an einer starken weltweiten Medienpräsenz unseres Landes haben», sagte Bettermann. Es brauche den Willen, «die DW als die mediale Visitenkarte der Bundesrepublik in der Welt zu stärken». Mit der bisher eher geringen Einbindung des Senders in die deutsche Medienlandschaft und durch die knappe Finanzausstattung sei auf Dauer ein leistungsstarkes Angebot für das Ausland kaum in der gebotenen Qualität zu gewährleisten.
(ddp)
