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  • Interessante Nachrichten zum Thema Wirtschaft

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    Management von Organisationen und Personal im Gesundheitswesen

    Ein neuer Masterstudiengang im Gesundheitsbereich startet am 1. Januar 2014 an der Hamburger Fern-Hochschule (HFH). Durch das Programm „Management von Organisationen und Personal im Gesundheitswesen“ reagiert die HFH auf die Nachfrage nach Führungskräften in der ...

  •  30.08.2013 19:30 Uhr

    Ohoven will Öffnung der Rieser-Rente für Selbstständige

    Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, fordert die Riester-Rente auch für Selbstständige zu öffnen. „Wir begrüßen den Vorschlag der FDP, Unternehmern den Zugang zu dieser Form der privaten Altersvorsorge zu ...

  •  30.08.2013 17:00 Uhr

    Meerenge ist Heimat von Delfinen und Walen

    In der Strasse von Gibraltar leben das ganze Jahr über Meeressäugetiere wie gewöhnliche Delfine (Delphinus delphis), Blau-weiße Delfine (Stenella coeruleoalba), Große Tümmler (Tursiops truncatus) und Gewöhnliche Grindwale (Globicephala melas). Im Frühjahr ) ...

  •  30.08.2013 17:00 Uhr

    Vollständige Rohr-Isolierung ist ein Muss

    Eine vollständige Isolierung der Heizungsrohre spart knapp 15 Euro Heizkosten pro Jahr und Rohrmeter. In einem Einfamilienhaus mit einer durchschnittlichen Heizungsrohrlänge von 22,5 Metern im unbeheizten Bereich steckt somit ein jährliches Sparpotenzial von 335 Euro. Darauf ...

  •  30.08.2013 16:50 Uhr

    UKA auf der „Schweißen & Schneiden“-Messe

    KUKA Systems zeigt vom 16. bis 21. September auf der diesjährigen Fachmesse „Schweissen & Schneiden“ in Essen innovative Fügeprozesse für unterschiedlichste Werkstoffe und Materialkombinationen sowie sein Knowhow im Bereich Engineering und automatisierte ...

02.09.2013 18:40 Uhr in Wirtschaft

Mietmarkt als Wahlkampfthema

Parteien finden Lösungen, um dem Mietpreisanstieg entgegenzuwirken


Der Mietmarkt beschäftigt Deutschland aktuell ganz besonders. Dies, weil gerade in den Ballungsgebieten die Wohnkosten rasant ansteigen und bezahlbarer Wohnraum zur Mangelware geworden ist. Die Miete stellt bis zu 40 Prozent des monatlichen Haushaltseinkommens dar, so dass einkommensschwache Haushalte immer mehr an den Stadtrand verdrängt werden und die sogenannte Gentrifizierung stattfindet. Angesichts dieser Tatsachen könnten sich die Bürger, die sich an der Bundestagswahl am 22. September beteiligen, von den verschiedenen Versprechen der Parteien überzeugen lassen, sind die Immobilienexperten von kautionsfrei.de überzeugt. Sie haben die Parteiprogramme unter die Lupe genommen und die Wahlversprechen hinsichtlich der Mietmarktpolitik analysiert.

Die Christlich Demokratische Union/ Christlich-Soziale Union (CDU/CSU) möchte durch den Bau von Wohnungen in Gebieten mit Wohnungsknappheit dem Mietanstieg vorbeugen. Um dies zu ermöglichen, setzen die Christdemokraten auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, indem sie die degressive Abschreibung für den Mietwohnungsbau wieder einführen wollen. Dabei wird nur im ersten Jahr der Abschreibungsbetrag auf Grundlage der Anschaffungskosten errechnet. In den darauf folgenden Jahren wird dieser aus dem Restbuchwert der Immobilie errechnet, sodass sich die Abschreibungsbeträge jährlich verringern. Darüber hinaus möchte die CDU/CSU den sozialen Wohnungsbau fördern.
Die Freie Demokratische Partei (FDP) lehnt weitere regulierende Eingriffe in den Wohnungsmarkt wie Mietpreisdeckelungen und Sanierungsverbote ab. Sie möchte aber die Baumaßnahmen in innerstädtischen Bereichen erleichtern.

Für die Sozialdemokraten (SPD) gilt, die Mietpreisspirale zu bremsen und den Anstieg der Mieten bei bestehenden Verträgen zu begrenzen. Eine Obergrenze für Mieterhöhungen bei Wiedervermietungen von maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete soll aus diesem Grund eingeführt werden, die sich jedoch nicht auf Erstvermietungen bezieht. Ein weiteres Ziel der SPD ist die Zweckbindung der Ländermittel für den Wohnungsneubau und die –modernisierung.

Um der Gentrifizierung entgegenzuwirken, wollen die Grünen die regelmäßige Vergleichsmieten-Erhöhung drosseln, was zur Bremsung des Mietanstiegs in laufenden Verträgen führe. Im Zuge der Modernisierungen soll die Miete maximal auf neun Prozent der Kosten gesenkt werden. Sie beabsichtigen auch, das Baugesetzbuch zu verändern, damit auch die Einführung von Mietobergrenzen sowie erweiterter Schutz vor den Nachteilen der Eigentumsumwandlung möglich sind. Der soziale Wohnungsbau soll ebenfalls gefördert werden. Ein Kernthema im Wahlkampf des Bündnis 90/Die Grünen ist die energetische Gebäudesanierung.

Die Linke will das Recht auf Wohnen im Grundgesetz verankern. Durch die Unterstützung der Kommunen beim Aufbau wohnungswirtschaftlicher Eigenbetriebe soll gute Wohnqualität zu niedrigen Mieten angeboten werden. Auch das Genossenschaftsrecht soll so geändert werden, dass die Mitglieder mehr Mitsprache erhalten und über den Mietpreis sowie Investitionen und Modernisierungen selbst entscheiden können. Dafür sollen die Genossenschaften ihre Geschäftsprozesse und Geldströme gegenüber ihren Mitgliedern offenlegen. Für den sozialen Wohnungsbau setzt sich auch die Linke ein. Privatinvestoren, die öffentliche Förderungen erhalten, sollen zum anteiligen Bau von Sozialwohnungen verpflichtet werden. Der Aufbau eines öffentlich-rechtlichen Wohnungsbaufonds ist ebenfalls im Programm verankert.

Die Piratenpartei Deutschland fordert die dauerhafte Förderung eines gemeinnützigen Wohnungsbaus auf Bundes- und Länderebene. Davon, sowie von den Miethäusersyndikaten versprechen sich die Piraten, den Mietern preiswerten Wohnbau zur Verfügung stellen zu können. Die Partei befürwortet auch eine Mietdeckelung bei der Neuvermietung von Bestandsmieten, die nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen durchschnittlichen Vergleichsmiete liegen darf.