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Röttgen geht auf Distanz zur umstrittenen Kohlenmonoxid-Pipeline
Bundesumweltminister: Projekt hat mit einer Vernachlässigung der Sicherheit keine Zukunft
Krefeld (dapd). Als erster führender CDU-Politiker ist Bundesumweltminister Norbert Röttgen auf Distanz zu der umstrittenen CO-Pipeline des Chemiekonzerns Bayer zwischen Dormagen und Krefeld gegangen. Röttgen, der sich derzeit um den Landesvorsitz seiner Partei bewirbt, nannte am Freitagabend auf einer CDU-Regionalkonferenz in Krefeld Sicherheitsbedenken: "Jenseits des rechtlichen Aspekts ist meine Meinung, dass so, wie das Projekt begonnen wurde - mit einer Vernachlässigung der Sicherheit - es keine Zukunft hat."
Röttgens Konkurrent um den CDU-Landesvorsitz, Ex-Integrationsminister Armin Laschet, vermied eine Distanzierung von dem Pipeline-Projekt, das bislang von der CDU-Fraktion im Landtag unterstützt wird.
Bayer will mit der 67 Kilometer langen Pipeline seine beiden Standorte in Dormagen und Krefeld verbinden, da in beiden Chemieparks Kohlenmonoxid (CO) für die Kunststoffproduktion benötigt wird. Anwohner haben aus Angst vor Gasunfällen immer wieder gegen das Großprojekt protestiert. Derzeit wird die Pipeline nicht weitergebaut, weil die zuständige Bezirksregierung Düsseldorf wegen Schäden am Korrosionsschutz der Rohre die Arbeiten vorerst gestoppt hat.
dapd
