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Vergewaltigungsvorwürfe gegen Maßregelvollzuginsassen werden geprüft
Staatsanwaltschaft ermittelt
Brandenburg/Havel (dapd). Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft Vorwürfe, wonach ein im Maßregelvollzug von Brandenburg/Havel einsitzender Mehrfachmörder eine Mitpatientin vergewaltigt haben soll. "Wir ermitteln wegen Verdachts der Vergewaltigung", sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Donnerstag auf Anfrage. Die Anzeige stamme allerdings von einer dritten Person. Die Vorwürfe würden gegenwärtig geprüft. Dazu sei das mutmaßliche Opfer bereits vernommen worden. Zu Inhalten der Aussagen machte er keine Angaben. Die Ermittlungen sollen auch klären, um wie viele Fälle und welchen Tatzeitraum es sich handeln könnte.
Der heute 44-jährige Wolfgang S. war 1992 zu 15 Jahren Haft und vorherige Einweisung in eine psychiatrische Klinik verurteilt worden. Der 1,90 Meter große Mann hatte zwischen Herbst 1989 und Frühjahr 1991 fünf Frauen und einen Säugling umgebracht.
Das mutmaßliche Opfer ist laut Presseberichten eine 34-jährige Person, die als Mann aufgewachsen ist, jetzt einen weiblichen Vornamen trägt und eine Geschlechtsumwandlung anstrebt. Sie habe bei der Polizei ausgesagt, dass sie seit Mai mehrfach von S. vergewaltigt worden sei, berichtete die "Märkische Allgemeine" (Donnerstagausgabe). Hinweise auf sexuelle Übergriffe sollen sich dem Blatt zufolge in Tagebüchern und auf einem illegalen Handy des mutmaßlichen Opfers finden. Der Mann soll sie laut Aussagen von Freunden mit seinen Übergriffen in einen Selbstmordversuch getrieben haben, wie die Zeitung schreibt. Auch Wolfgang S. drängt laut Zeitung auf eine Geschlechtsumwandlung.
dapd
